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Doxycyclin
#1

Hi alle,

aufgrund der Diagnose Borreliose sitze ich momentan zu Hause mit Doxycyclin. Heute ist Tag 16 von insgesamt 20. Und mir geht es jedes Mal ganz schön bescheiden, wenn ich das Zeug nehme. Ich habe zwar auch schon mit 2 Hausärzten gesprochen, die sind aber leider nicht wirklich auf mich und meine Fragen eingegangen. Daher wäre ich super dankbar, wenn hier vielleicht Jemand seine Erfahrungen mit Doxy teilen könnte!

1. Konkret geht es mir darum zu wissen, ob ihr die Einnahme von 20 Tagen x 200mg bei einer Frühborreliose (nehme ich an, da 1,5 Wochen nach dem Biss der Biss sich veränderte und ich daraufhin exakt 2 Wochen nach dem Biss mit Antibiotika anfing) für angemessen haltet? Bei mir wurde leider keine Anamnese und nichts gemacht und ich habe das Gefühl, dass die Therapiedauer sehr willkürlich festgelegt wurde.

2. Hat hier Jemand evtl. Erfahrung mit Wanderröte, die untypisch ausschaut? Meine Röte ist mittlerweile schon stark verblasst, also scheint das AB ggf. zu wirken. Aber es sah von Anfang an nicht aus wie die typische Wanderröte, war weder blass innen, noch hatte es Ringe nach außen, noch ist es gewandert oder war an den Rändern scharf begrenzt. So langsam kommen mir sogar Zweifel daran, ob ich überhaupt eine Borreliose habe. Blut wurde bei mir nie abgenommen und der einzige Arzt, der kurz überhaupt einen Blick auf die Stelle warf, war ein Bereitschaftsarzt.

3. Da ich sowieso schon eine überempfindliche Haut habe, versuche ich momentan so gut es geht die Sonne zu meiden. Ich würde gern wissen, was eure Erfahrungen mit Sonneneinwirkung NACH der Antibiotikakur sind? Konntet ihr noch sehr lange auch nach Absetzen des Doxy nicht in die Sonne gehen? Waren das Tage, Wochen oder vlt sogar Monate?



Irgendwie bin ich total verunsichert. Sorry, falls das alles etwas konfus klingt, das Doxy kickt mich gerade schon wieder ziemlich weg.

Danke und LG!
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#2

Hallo Linda,

ich will mal versuchen deine Fragen aus meiner Sicht zu beantworten.

(14.05.2022, 13:36)linda86 schrieb:  1. Konkret geht es mir darum zu wissen, ob ihr die Einnahme von 20 Tagen x 200mg bei einer Frühborreliose (nehme ich an, da 1,5 Wochen nach dem Biss der Biss sich veränderte und ich daraufhin exakt 2 Wochen nach dem Biss mit Antibiotika anfing) für angemessen haltet? Bei mir wurde leider keine Anamnese und nichts gemacht und ich habe das Gefühl, dass die Therapiedauer sehr willkürlich festgelegt wurde

Grundsätzlich würde ich bei der von Dir gegebenen Beschreibung auch davon ausgehen, dass Borrelien der Auslöser für die Rötung sind und halte daher die drei Wochen Doxycyclin durchaus für angemessen. Die Therapiedauer richtet sich grundsätzlich nach der Schwere der Symptome - allerdings ist eine ausreichende Therapie bei einer frischen Infektion wichtig, da Versäumnisse, die ggf. stattfinden, später nur schwer nachgeholt werden können. Ich persönlich würde daher in solch einer Situation sogar vier Wochen bevorzugen. 3 Wochen sind durchaus üblich. Die meisten Patienten genesen danach durchaus.

Zitat:2. Hat hier Jemand evtl. Erfahrung mit Wanderröte, die untypisch ausschaut? Meine Röte ist mittlerweile schon stark verblasst, also scheint das AB ggf. zu wirken. Aber es sah von Anfang an nicht aus wie die typische Wanderröte, war weder blass innen, noch hatte es Ringe nach außen, noch ist es gewandert oder war an den Rändern scharf begrenzt. So langsam kommen mir sogar Zweifel daran, ob ich überhaupt eine Borreliose habe. Blut wurde bei mir nie abgenommen und der einzige Arzt, der kurz überhaupt einen Blick auf die Stelle warf, war ein Bereitschaftsarzt.

Borreliose im Frühstadium insbesondere der Rötung ist eine reine Blickdagnose. Antikörpertests schlagen in so einer kurzen Zeit oft noch gar nicht an und sind daher wenig weisungsorientiert. Die Frage bleibt offen, was die Rötung ansonsten sein soll? Wenn sie unter Antibiotika verblasst, ist das zumindest ein gutes Zeichen und die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Ursache liegt auf der Hand, nach Zeckenstich und dem Zeitraum wo die Rötung auftrat ist Borreliose doch sehr wahrscheinlich.


Zitat:3. Da ich sowieso schon eine überempfindliche Haut habe, versuche ich momentan so gut es geht die Sonne zu meiden. Ich würde gern wissen, was eure Erfahrungen mit Sonneneinwirkung NACH der Antibiotikakur sind? Konntet ihr noch sehr lange auch nach Absetzen des Doxy nicht in die Sonne gehen? Waren das Tage, Wochen oder vlt sogar Monate?

Das ist gut, wenn Du die Sonne meidest, auch wenn das bei dem schönen Fruühjahrswetter sehr schwer fällt. Einige Tage nach Absetzen des Doxycyclin sollte dann auch die extreme Sonnenempflindlichkeit behoben sein. Deine Haut ist dann aber auch keine Sonne gewöhnt, von daher wirst du trotzdem einen guten Sonnenschutz brauchen.



Zitat:Irgendwie bin ich total verunsichert. Sorry, falls das alles etwas konfus klingt, das Doxy kickt mich gerade schon wieder ziemlich weg.

Nein, Du klingst gar nicht konfus und Doxycyclineinnahme ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Ich habe davor höllisch Respekt, würde es aber in dieser Situation jederzeit, auch wenn es schwer fällt, einer versäumten Behandlung vorziehen.

Jetzt wünsche ich Dir, dass Du deine Therapie gut zu Ende bringen kannst und danach in Idealfall die Sache zu den Akten legen kannst.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Wenn du strauchelst,
weil dir die Arbeit zu schwer wird,
möge die Erde tanzen,
um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Thanks given by: fischera , borrärger , Sabine
#3

Hallo Linda86,
eine Wanderröte ist beweisend, dass eine Borrelioseinfektion vorliegt.
Das ist z.B. auch hier nachlesbar, es war keine Therapie ohne Wissen, die Dir verschrieben wurde.
AWMF: Detail

Wenn Du nicht über ca. 90 Kg wiegst, sollte die AB Behandlung von Erfolg gekrönt sein.*

Einige Fotos der Röte solltest Du aber machen, falls eine längere Behandlung nötig ist. In der Regel werden Beschwerden die danach bestehen nicht mehr im Zusammenhang mit der Borreliose gesehen, nach 3 Wochen AB kann keine Borreliose mehr vorliegen.
EINE mehr als umstrittene Meinung.

Die Behandlung auf 4 Wochen zu verlängern, wurde schon erwähnt, aus gutem Grund.
Das ist keine wissenschaftliche Expertise, aber ... *
14. Veröffentlichung zur Datenerhebung - Borreliose Nachrichten (borreliose-nachrichten.de)

Es geht Dir schlecht unter AB, welche Symptome beschreibst Du leider nicht näher.
Jetzt sind es aber nur noch wenige Tage.

Bei Verlängerung der Behandlung könnte das vielleicht helfen. (Laienmeinung)
Cetirizin
Neue Infektion, Re-Infektion und Fragen zu Cetirizin (onlyme-aktion.org)

Doxy ist ein Breitband AB, es wird sicher nicht nur Borrelien vernichtet haben.
Sinnvoll ist eine orale Einnahme von Bakterienkulturen.

Es können auch Pilze sich vermehrt ausbreiten.
Neuinfektion - Doxycyclin zu gering dosiert? (onlyme-aktion.org)

Nystatin - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste (gelbe-liste.de)

Es ist mangels ausreichender Forschung der Borreliose, mir leider nicht möglich Dir einen GOLDSTANDART Behandlungsweg zu empfehlen.
Die frühzeitige Behandlung hat aber eine sehr hohen Erfolgsquote (4 Wochen).

Nur versuche die Chronifizierung abzuwenden!
Dabei aber einen kühlen Kopf bewahren, ... 

Nachfragen werden hier gern beantwortet, von ...

Gruß fischera
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Thanks given by: borrärger , Sabine
#4

Ich finde, Neulingen sollte man auch immer den pro- bzw. synbiotischen Breitbandausgleich bei AB nahelegen. Allein Doxy als Breitband-AB ohne begleitende Ausgleichsmaßnahmen zu empfehlen (auch zur Vorbeugung einer Candida-Überwucherung), finde ich nach bestem Wissen und Gewissen unverantwortlich von den behandelnden Hausärzten ohne naturheilkundliche Expertise. Was eine Standardbehandlung eher zu einem Glücksspiel mit offener Langzeitauswirkung macht.

(Man denke nur an ein ähnliches Thema: die komplementäre Verwendung von immunmodulierenden Medizinalpilzen neben zellschützenden Fastenreizen zur besseren Verträglichkeit und Reduzierung mgl. Folgeschäden bei körperlich stark belastenden Chemotherapien.)

Siehe: "Während der Doxycyclintherapie kann es zu Magen-Darmbeschwerden kommen." 
- https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/013-044.html (Seite 35)

Magen-Darmbeschwerden klingen hier erst mal rel. harmlos, dass allerdings ein Kahlschlag der Darmflora mit diesem Breitband-AB stattfindet und der Darm der Hauptsitz des angeborenen Immunsystems (die Schleimhäute gehören auch dazu) ist, wird hierbei anscheinend immer noch außer acht gelassen. 

Die genaue Nebenwirkungsliste ist zudem noch länger: "Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Doxycyclin gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle und Durchfall. Typisch sind auch Schleimhautentzündungen, allergische Hautreaktionen und eine erhöhte Photosensibilisierung." Fett im Stuhl deutet dazu noch auf eine iinduzierte Schwächung der Bauchspeicheldrüse bzw. Pankreatitis hin.
- https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Do...nwirkungen

Ebenso fehlen m. E. in den deutschen Leitlinien Empfehlungen zum Ausgleich von darmassoziierten Elektrolytverlusten während einer Antibiose. Welche zu Herzrhytmusstörungen führen können. 
- http://www.infektionsnetz.at/test/antibi...Minocyclin.htm (http://www.infektionsnetz.at/test/impressum_index.htm)

Wobei es sich mir insgesamt nicht erschließt, warum auf Borrelien quasi mit einer Schrotflinte geschossen und nicht mit selektiveren AB behandelt wird, welche weniger oder keine Kollateralschäden in der Breite anrichten.
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Thanks given by: micci
#5

(16.05.2022, 16:20)krudan schrieb:  Wobei es sich mir insgesamt nicht erschließt, warum auf Borrelien quasi mit einer Schrotflinte geschossen und nicht mit selektiveren AB behandelt wird, welche weniger oder keine Kollateralschäden in der Breite anrichten.

Hallo krudan, ein Wunsch von dem man träumt.

1. An welches Antibiotikum genau denkst Du ? 

2. Gibt es Anwendungsstudien dazu?

3. Ist es in D so ohne weiteres verfügbar? 

Die Kollateralschäden bei Antibiotikatherapie sollten immer gegenüber dem Risiko der Erkrankung abgewogen werden. 

Es fehlt so viel in der gesamten Schulmedizin und trotzdem funktioniert es oft.

Es ist richtig, dass man auf Darmflora, Ernährung,  Elektrolyte etc. achten sollte, alleine es fehlen Anwendungsstudien, die für den Eingang in die Leitlinien notwendig wären. 

Ehrlich gesagt, bin ich's auch müde, Leuten, die nur fragen und danach nicht mehr reagieren noch ausführlicher zu antworten. Eine gute ausführliche Antwort kostet mich mitunter eine halbe Stunde. Schade, dass fast nur noch Informationen abgegriffen werden und sich kaum einer die Mühe macht, in Threads anderer Fragesteller reinzuschauen, was den Erfahrungsaustausch eigentlich darstellen sollte. 

Dabei will ich nur feststellen und nicht werten. Jeder wird seine Gründe haben. 

Nix für Ungut - es grüßt das Urmel

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Wenn du strauchelst,
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um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Thanks given by: Filenada , micci , borrärger , Sabine
#6

(14.05.2022, 17:45)urmel57 schrieb:  Hallo Linda,

ich will mal versuchen deine Fragen aus meiner Sicht zu beantworten.

--> Und dafür an dieser Stelle vielen Dank! Du hast mir mit deinen Antworten schon jetzt mehr geholfen, als die Ärzte, die sich von meinen Fragen nur genervt fühlten und die Augen verdrehten. Also auf jeden Fall lieben Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. :)

(14.05.2022, 13:36)linda86 schrieb:  1. Konkret geht es mir darum zu wissen, ob ihr die Einnahme von 20 Tagen x 200mg bei einer Frühborreliose (nehme ich an, da 1,5 Wochen nach dem Biss der Biss sich veränderte und ich daraufhin exakt 2 Wochen nach dem Biss mit Antibiotika anfing) für angemessen haltet? Bei mir wurde leider keine Anamnese und nichts gemacht und ich habe das Gefühl, dass die Therapiedauer sehr willkürlich festgelegt wurde

Grundsätzlich würde ich bei der von Dir gegebenen Beschreibung auch davon ausgehen, dass Borrelien der Auslöser für die Rötung sind und halte daher die drei Wochen Doxycyclin durchaus für angemessen. Die Therapiedauer richtet sich grundsätzlich nach der Schwere der Symptome - allerdings ist eine ausreichende Therapie bei einer frischen Infektion wichtig, da Versäumnisse, die ggf. stattfinden, später nur schwer nachgeholt werden können. Ich persönlich würde daher in solch einer Situation sogar vier Wochen bevorzugen. 3 Wochen sind durchaus üblich. Die meisten Patienten genesen danach durchaus.

--> Danke für deine Erfahrungswerte. Ich selbst bin auch unsicher, ob 20 Tage ausreichen oder ob ich nicht auf 4 Wochen verlängern soll. Ich habe natürlich auch Angst vor Langzeitfolgen durch das Doxy. Andererseits erscheint mir das mit der Borreliose ein wenig wie Russisch Roulette - was, wenn ich noch 2% Borrelien in mir habe nach den 20 Tagen? Einen Test, wo sich so etwas bestätigen oder ausschließen ließe, gibt es nach meiner bisherigen Recherche auch nicht.

Darf ich dich fragen, ob du mit den 4 Wochen aus persönlicher Erfahrung sprichst? 


Zitat:2. Hat hier Jemand evtl. Erfahrung mit Wanderröte, die untypisch ausschaut? Meine Röte ist mittlerweile schon stark verblasst, also scheint das AB ggf. zu wirken. Aber es sah von Anfang an nicht aus wie die typische Wanderröte, war weder blass innen, noch hatte es Ringe nach außen, noch ist es gewandert oder war an den Rändern scharf begrenzt. So langsam kommen mir sogar Zweifel daran, ob ich überhaupt eine Borreliose habe. Blut wurde bei mir nie abgenommen und der einzige Arzt, der kurz überhaupt einen Blick auf die Stelle warf, war ein Bereitschaftsarzt.

Borreliose im Frühstadium insbesondere der Rötung ist eine reine Blickdagnose. Antikörpertests schlagen in so einer kurzen Zeit oft noch gar nicht an und sind daher wenig weisungsorientiert. Die Frage bleibt offen, was die Rötung ansonsten sein soll? Wenn sie unter Antibiotika verblasst, ist das zumindest ein gutes Zeichen und die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Ursache liegt auf der Hand, nach Zeckenstich und dem Zeitraum wo die Rötung auftrat ist Borreliose doch sehr wahrscheinlich.

--> Danke sehr für die dezidierte Antwort- ich stimme zu, dass es eigentlich nur Borreliose sein kann. Skepsis kommt hin und wieder auf, da meine Röte so gar nicht der typischen Wanderröte ähnelte bzw. noch ähnelt (ist inzwischen schon stark verblasst). Vielleicht kann ich mal ein Foto hochladen?


Zitat:3. Da ich sowieso schon eine überempfindliche Haut habe, versuche ich momentan so gut es geht die Sonne zu meiden. Ich würde gern wissen, was eure Erfahrungen mit Sonneneinwirkung NACH der Antibiotikakur sind? Konntet ihr noch sehr lange auch nach Absetzen des Doxy nicht in die Sonne gehen? Waren das Tage, Wochen oder vlt sogar Monate?

Das ist gut, wenn Du die Sonne meidest, auch wenn das bei dem schönen Fruühjahrswetter sehr schwer fällt. Einige Tage nach Absetzen des Doxycyclin sollte dann auch die extreme Sonnenempflindlichkeit behoben sein. Deine Haut ist dann aber auch keine Sonne gewöhnt, von daher wirst du trotzdem einen guten Sonnenschutz brauchen.


--> Super! Danke für die Info  Rolleyes

Zitat:Irgendwie bin ich total verunsichert. Sorry, falls das alles etwas konfus klingt, das Doxy kickt mich gerade schon wieder ziemlich weg.

Nein, Du klingst gar nicht konfus und Doxycyclineinnahme ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Ich habe davor höllisch Respekt, würde es aber in dieser Situation jederzeit, auch wenn es schwer fällt, einer versäumten Behandlung vorziehen.

Jetzt wünsche ich Dir, dass Du deine Therapie gut zu Ende bringen kannst und danach in Idealfall die Sache zu den Akten legen kannst.

Liebe Grüße Urmel


--> Danke dir Urmel- Manchmal braucht man so einen Zuspruch von Menschen, die sich mit dem Thema auskennen bzw. schon länger damit zu tun haben. Ich habe das Gefühl, dass es in meinem Umfeld komplett an Verständnis für die Komplexität des Themas fehlt... und auch ich muss noch immens dazu lernen.
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Thanks given by: Sabine
#7

Zitat:--> Danke sehr für die dezidierte Antwort- ich stimme zu, dass es eigentlich nur Borreliose sein kann. Skepsis kommt hin und wieder auf, da meine Röte so gar nicht der typischen Wanderröte ähnelte bzw. noch ähnelt (ist inzwischen schon stark verblasst). Vielleicht kann ich mal ein Foto hochladen?


Ich hatte zunächst eine untypische Borriose und nach deren Behandlung  eine untypische Wanderröte. Es ist durchaus möglich, 
dass ich die Zecke übersehen habe an der Stelle. Oft genug im Gestrüpp bin ich. Ich werde es nicht mehr nachträglich herausfinden können, da durch die Behandlung das eigentlich nicht mehr geht. 

Und klar kannst Du ein Foto hochladen.

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weil dir die Arbeit zu schwer wird,
möge die Erde tanzen,
um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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#8

(15.05.2022, 00:19)fischera schrieb:  Hallo Linda86,
eine Wanderröte ist beweisend, dass eine Borrelioseinfektion vorliegt.
Das ist z.B. auch hier nachlesbar, es war keine Therapie ohne Wissen, die Dir verschrieben wurde.
AWMF: Detail

--> Liebe fischera, auch dir vielen Dank für deine ausführliche Antwort! :) Meine Skepsis rührt daher, dass meine Röte meiner Meinung nach gar nicht wie Wanderröte aussieht. Sie hatte von Anfang an keine Ringe, ist nicht gewandert, war nicht blass in der Mitte und die Ränder waren/sind auch nicht scharf umgrenzt. Ich habe dann ein bisschen recherchiert und rausgefunden, dass es wohl aber auch atypische Formen gibt. Da sich weder der Bereitschaftsarzt noch meine Hausärztin Zeit für mich nahmen noch sich die Mühe machten, meine Fragen bzgl der Röte zu beantworten, blieb ein Rest Unsicherheit bestehen. Ich gebe dir und Urmel aber Recht, dass es ziemlich sicher eine Borreliose sein wird.

Wenn Du nicht über ca. 90 Kg wiegst, sollte die AB Behandlung von Erfolg gekrönt sein.*

--> Ich wiege irgendetwas bei 58, 60 KG und bekomme Doxy 200mg für 20 Tage.


Einige Fotos der Röte solltest Du aber machen, falls eine längere Behandlung nötig ist. In der Regel werden Beschwerden die danach bestehen nicht mehr im Zusammenhang mit der Borreliose gesehen, nach 3 Wochen AB kann keine Borreliose mehr vorliegen.
EINE mehr als umstrittene Meinung.

Die Behandlung auf 4 Wochen zu verlängern, wurde schon erwähnt, aus gutem Grund.
Das ist keine wissenschaftliche Expertise, aber ... *
14. Veröffentlichung zur Datenerhebung - Borreliose Nachrichten (borreliose-nachrichten.de)


--> Danke für den Link. Ich frage mich immer mehr, ob ich das Doxy doch 4 Wochen statt 20 Tage einnehmen soll. Erschreckend, dass die Standardtherapie bei 14 bis 30 Tage liegt und es dann doch anscheinend so viele Fälle gibt, bei denen die Therapie am Ende offenbar nicht ausreichte. :((


Es geht Dir schlecht unter AB, welche Symptome beschreibst Du leider nicht näher.
Jetzt sind es aber nur noch wenige Tage.

Bei Verlängerung der Behandlung könnte das vielleicht helfen. (Laienmeinung)
Cetirizin
Neue Infektion, Re-Infektion und Fragen zu Cetirizin (onlyme-aktion.org)

--> Danke, ich lese mir den Strang heute noch vollständig durch, sobald die Arbeit es zulässt. 

Doxy ist ein Breitband AB, es wird sicher nicht nur Borrelien vernichtet haben.
Sinnvoll ist eine orale Einnahme von Bakterienkulturen.

--> Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Einnahme keinen Sinn mehr mache, wenn man die Kulturen nicht direkt am Anfang der AB-Therapie gleich mitnimmt. Ich schaue mal, dass ich die Quelle wiederfinde. Jedenfalls habe ich jetzt bewusst drauf verzichtet, Kulturen zu nehmen. Was in meinem Fall wirklich richtig und gut ist - Ich weiß es einfach nicht.  Huh

Seit Beginn der AB Therapie esse ich viel Joghurt, Buttermilch und Kefir. Das denke ich wird den Braten aber bestimmt auch nicht fett machen.. 

Es können auch Pilze sich vermehrt ausbreiten.
Neuinfektion - Doxycyclin zu gering dosiert? (onlyme-aktion.org)

--> Wow, ich denke ich werde heute mal bei meiner Hausärztin anrufen und sie auf die Empfehlungen der dt. Borreliose-Gesellschaft ansprechen. Jetzt habe ich tatsächlich ein wenig Sorge, dass ich bei 200mg und 20 tagen eventuell unterdosiere. 

Nystatin - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste (gelbe-liste.de)

Es ist mangels ausreichender Forschung der Borreliose, mir leider nicht möglich Dir einen GOLDSTANDART Behandlungsweg zu empfehlen.
Die frühzeitige Behandlung hat aber eine sehr hohen Erfolgsquote (4 Wochen).

Nur versuche die Chronifizierung abzuwenden!
Dabei aber einen kühlen Kopf bewahren, ... 

Danke fürs Mut machen!! Ich denke, ich rede noch einmal mit meiner Hausärtzin über eine mögliche Verlängerung der Doxy-Einnahme auf 4 Wochen. LG

Nachfragen werden hier gern beantwortet, von ...

Gruß fischera
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#9

(16.05.2022, 16:20)krudan schrieb:  Ich finde, Neulingen sollte man auch immer den pro- bzw. synbiotischen Breitbandausgleich bei AB nahelegen. Allein Doxy als Breitband-AB ohne begleitende Ausgleichsmaßnahmen zu empfehlen (auch zur Vorbeugung einer Candida-Überwucherung), finde ich nach bestem Wissen und Gewissen unverantwortlich von den behandelnden Hausärzten ohne naturheilkundliche Expertise. Was eine Standardbehandlung eher zu einem Glücksspiel mit offener Langzeitauswirkung macht.

(Man denke nur an ein ähnliches Thema: die komplementäre Verwendung von immunmodulierenden Medizinalpilzen neben zellschützenden Fastenreizen zur besseren Verträglichkeit und Reduzierung mgl. Folgeschäden bei körperlich stark belastenden Chemotherapien.)

Siehe: "Während der Doxycyclintherapie kann es zu Magen-Darmbeschwerden kommen." 
- https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/013-044.html (Seite 35)

Magen-Darmbeschwerden klingen hier erst mal rel. harmlos, dass allerdings ein Kahlschlag der Darmflora mit diesem Breitband-AB stattfindet und der Darm der Hauptsitz des angeborenen Immunsystems (die Schleimhäute gehören auch dazu) ist, wird hierbei anscheinend immer noch außer acht gelassen. 

Die genaue Nebenwirkungsliste ist zudem noch länger: "Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Doxycyclin gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle und Durchfall. Typisch sind auch Schleimhautentzündungen, allergische Hautreaktionen und eine erhöhte Photosensibilisierung." Fett im Stuhl deutet dazu noch auf eine iinduzierte Schwächung der Bauchspeicheldrüse bzw. Pankreatitis hin.
- https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Do...nwirkungen

Ebenso fehlen m. E. in den deutschen Leitlinien Empfehlungen zum Ausgleich von darmassoziierten Elektrolytverlusten während einer Antibiose. Welche zu Herzrhytmusstörungen führen können. 
- http://www.infektionsnetz.at/test/antibi...Minocyclin.htm (http://www.infektionsnetz.at/test/impressum_index.htm)

Wobei es sich mir insgesamt nicht erschließt, warum auf Borrelien quasi mit einer Schrotflinte geschossen und nicht mit selektiveren AB behandelt wird, welche weniger oder keine Kollateralschäden in der Breite anrichten.



Hallo krudan,


Danke für deine Einblicke und deine Antwort!

Ich muss gleich wirklich noch einmal nach der Quelle suchen, die darüber berichtete, dass die spätere Einnahme von Kulturen sogar kontraproduktiv sein kann. Nach dem Motto entweder direkt am Anfang mit den ABS oder ganz lassen! Was wirklich Sache ist, weiß ich nicht. 
Ich bin deshalb auch sehr verunsichert. Habe bisher jedenfalls nichts dergleichen eingenommen und esse nur jeden Tag Joghurt, Buttermilch oder Kefir. Das wird meinen Darm sicherlich auch nicht retten. :/

LG und vielen Dank!
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#10

(16.05.2022, 21:10)urmel57 schrieb:  
(16.05.2022, 16:20)krudan schrieb:  Wobei es sich mir insgesamt nicht erschließt, warum auf Borrelien quasi mit einer Schrotflinte geschossen und nicht mit selektiveren AB behandelt wird, welche weniger oder keine Kollateralschäden in der Breite anrichten.

Hallo krudan, ein Wunsch von dem man träumt.

1. An welches Antibiotikum genau denkst Du ? 

2. Gibt es Anwendungsstudien dazu?

3. Ist es in D so ohne weiteres verfügbar? 

Die Kollateralschäden bei Antibiotikatherapie sollten immer gegenüber dem Risiko der Erkrankung abgewogen werden. 

Es fehlt so viel in der gesamten Schulmedizin und trotzdem funktioniert es oft.

Es ist richtig, dass man auf Darmflora, Ernährung,  Elektrolyte etc. achten sollte, alleine es fehlen Anwendungsstudien, die für den Eingang in die Leitlinien notwendig wären. 

Ehrlich gesagt, bin ich's auch müde, Leuten, die nur fragen und danach nicht mehr reagieren noch ausführlicher zu antworten. Eine gute ausführliche Antwort kostet mich mitunter eine halbe Stunde. Schade, dass fast nur noch Informationen abgegriffen werden und sich kaum einer die Mühe macht, in Threads anderer Fragesteller reinzuschauen, was den Erfahrungsaustausch eigentlich darstellen sollte. 

--> Lieber Urmel, entschuldige meine späte Rückmeldung. Es war keine Absicht von mir. Ich bin trotz des Doxy so unvernünftig, dass ich noch arbeite, wenn auch aus dem Home Office und mit deutlichem Leistungsabfall. Mir fällt momentan vieles nicht einfach im Blick zu halten. Ich bin auch noch nicht so Foren-affin, was man glaube ich an meiner doch rehct unbeholfenen Art sieht, wie ich hier antworte. :D 
Jedenfalls möchte ich dir noch einmal iaufrichtig danken. Deine Antworten helfen mir sehr! LG


Dabei will ich nur feststellen und nicht werten. Jeder wird seine Gründe haben. 

Nix für Ungut - es grüßt das Urmel
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