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Kann eine Borreliose von alleine verheilen ?
#1

Moin Leute,
erstmal ein paar Infos zu mir, ich bin 29 Jahre alt und wurde damals vor ca. 8 Jahren mit Borreliose diagnostiziert. Ich erinnere mich das ich öfters Kopfschmerzen hatte und etwas neben mir stand und deswegen öfters zum Arzt gerannt bin. Meine erste Diagnose war von meiner Hausärztin, es seien Clusterkopfschmerzen und es wurde festgestellt das ich eine Thrombozytopenie habe . Daraufhin wurde ich zum Hämatologen verwiesen , wo ich jedes halbe Jahr ein Blutbild machen lassen muss. Naja , jedenfalls hab ich mich mit der Diagnose nicht zufriedenstellen lassen, weils mir komisch ging. Daraufhin hat meine Mutter gemeint , lass dich doch mal auf Borreliose testen. Und siehe da, der Test war positiv. Jedenfalls waren Borrelien nachweisbar . Meine Hämatologin hat mir erzählt , das es sich schon um eine ältere Infektion handelt und diese bereits von alleine verheilt ist. Sie hat mir noch irgendwas mit IGM Werten ( ? ) oder sowas erzählt und meinte ich brauche mir keine Sorgen machen. Seitdem war das Thema für mich vom Tisch. Leider haben sich meine Symptome aber nicht verbessert sondern alles ist noch schlimmer geworden. Ich renne seit Jahren von Arzt zu Arzt , weil mein Leben immer mehr an Qualität verliert. Angefangen hat bei mir alles mit Kopfschmerzen , diese waren einmal so heftig das ich sogar ins Krankenhaus gefahren bin. Auch da wurde in meinem Blut festgestellt, Borreliose und eine Thrombozyptopenie. Aber dort wurde es auch nicht ernst genommen. Also hab ich es auch nicht. Der weitere Krankheitsverlauf bei mir das ich ganz oft drückende Brustschmerzen habe, als hätte ich einen Herzinfarkt , allgemein hab ich sehr oft Verspannungen und Muskelschmerzen ohne wirklichen Grund., vorallem in Brust, Nacken und Schulter. Dazu kommen noch Gelenkschmerzen. Außerdem ist mir permanent duselig im Kopf und schwindelig , mir fällt es schwer mir Sachen zu merken oder mich zu konzentrieren. Desweiteren habe ich nun seit ca. 2 Jahren auch noch Panikattacken. Und ich fühle mich oft sehr Energie und antriebslos. Es ist mittlerweile ganz schlimm geworden bei mir und ich bin echt verloren. Ich war beim Orthopäden , dort wurde noch eine leichte Brustskoliose festgestellt , aber dieser meinte es hätte was mit meiner Psychse zu tun. Ich war beim Neurologen, dort war alles in Ordnung, dieser meinte auch es sei meine Psyche. Mein Hausarzt sagt es sei meine Psyche , ich soll doch den Arbeitgeber wechseln.. Ich hab mein Leben auf den Kopf gestellt , versucht mir schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen , viel Sport zu treiben etc. Ich bin sogar jetzt seit 5 Wochen krankgeschrieben , aber selbst Zuhause ohne Stress geht's mir einfach nicht besser. Nun bin ich durch Zufall durch eine Arbeitskollegin meines Bruders wieder auf das Thema gekommen. Sie hatte auf eine Karde gezeigt und gesagt, das die Wurzeln gegen Borreliose helfen sollen, so ganz aus dem nichts. Seitdem hab ich mich wieder mit der Thematik beschäftigt und mir fällt auf wie sehr die Krankheitsbilder anderer , meinem Krankheitsbild ähneln. Meine Borreliose wurde nie behandelt und ich habe in einem Post gelesen das wenn Borreliose nie mit Antibiotikum behandelt worden ist ,nie richtig verheilt ist ? Ist das wahr ? Und welche Möglichkeit seht Ihr noch nach so langer Zeit auf Genesung ?
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#2

Hallo Nikkk,

willkommen bei uns. Als Du vor acht Jahren mit Borreliose diagnostiziert wurdest, gab es keine Behandlung?

Letztlich ist es so, dass die gängigen Antikörperbestimmungen lediglich aussagen ob Du Kontakt zu Borrelien hattest oder nicht. Tatsächlich kann man positive Antikörper haben ohne klinisch krank zu sein. Ob sich Borrelien dann irgendwann aktivieren oder nicht dürfte mit der Funktionstüchtigkeit des eigenen Immunsystems zusammenhängen.

Da Du unspezifische Beschwerden hast: Wenn andere körperliche  Diagnosen ausgeschlossen wurden, würde ich einen Behandlungsversuch mit Antibiotika erwägen und schauen, ob sich was zum positiven verändert. Ob das mit deiner Thrombozytopenie eine gute Entscheidung ist, da müsstest Du deine Hämatologin dazu befragen. Da müsste natürlich eine genaue Anamnese erfolgen und Wahrscheinlichkeiten vorab erwogen werden. Bei Thrombozytopenie kommen ja auch einige weitere Erreger in die engere Wahl, insbesondere viele Viren. Hier würde ich versuchen herauszufinden ob da welche davon aktiv sind. Deine weiteren Beschwerden können auch durch solche Viren verursacht werden. https://www.amboss.com/de/wissen/thrombozytopenien/ . Es würde mich nicht wundern wenn hier gesteigerte Aktivitäten gefunden werden.

Mit Karde alleine kann an nicht viel falsch machen, aber einen großen Nutzen erwarte ich davon nicht.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)
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Thanks given by: Filenada , Regi , borrärger , Sabine
#3

(21.07.2023, 11:54)Nikkk schrieb:  [...] wurde damals vor ca. 8 Jahren mit Borreliose diagnostiziert. [...] irgendwas mit IGM Werten ( ? ) oder sowas [...]

Die Aufbewahrungspflicht von Befunden beträgt für Arztpraxen zehn Jahre. Ich würde mir diesen der Vollständigkeit halber holen.
(Laut § 630g BGB haste auch ein Recht drauf.) Ändert nichts an Deiner momentanen Situation, ist aber ein Puzzleteilchen bei der Suche nach der Ursache Deiner Beschwerden.

Ansonsten würde auch ich Ursachenforschung für die Thrombozytopenie betreiben. Oder gibt's dafür schon eine? Wurde denn gesagt, welche "Unterart" von Thrombozytopenie Du hast?

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...

Gehört zu den OnLyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: urmel57 , Regi , borrärger , Sabine
#4

Ich meine mal gelesen zu haben, dass eine Borreliose jedes Jahr nur eine 10% Chance hat auszuheilen (Wer sich etwas mit Stochastik auskennt, der weiß dass das in 10 Jahren immernoch keine 100% sind). Inwieweit das faktisch belegt ist weiß ich nicht, es ist mir nur im Kopf geblieben.

Spontanheilungen sind aber aufjedenfall bekannt - nur halt recht selten.
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Thanks given by: borrärger


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