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Zittern / Rigor / Unsicherheit
#1

Hallo ihr Lieben,

ich hatte vor Kurzem schon einen Beitrag geschrieben, kurz nachdem ich meine wahrscheinliche Diagnose von einem Spezialisten für Borreliose erfahren habe. Meine Symptome hatte ich dort schon aufgezählt, jedoch sind 2-3 der Symptome derart besorgniserregend, weshalb ich das Bedürfnis habe, nochmal genauer bei anderen Betroffenen nachzuhaken. Vielleicht kommt es dem ein oder anderen ja bekannt vor. 

Und zwar habe ich alle paar Wochen / Monate wechselnde, fast ausschließlich neurologische Symptome (Zittern, Schwäche, Muskelschmerzen, Kribbeln und weitere). Seit ca. 2 Monaten ist ein seltsamer Rigor hinzugekommen. Orthopäde und Neurologe haben mich schräg angeschaut, als ich es demonstriert habe, da sie sowas noch nie gesehen haben - gibt einem nicht das beste Gefühl, scheinbar der einzige Patient damit zu sein. 

Normalerweise ist ein „Rigor“ eher ein Zahnradphänomen, was bei passiver Bewegung auftritt und typisch für Parkinson ist. Wenn der Arzt die Hand des Patienten bewegt, „ruckelt“ es im Gelenk. Die Bewegung ist nicht flüssig sondern abgehackt, als wäre ein Zahnrad im Gelenk. 

Das ist bei mir genauso, allerdings nur bei aktiver Bewegung, also wenn ich meine Hand mit Muskelkraft beuge. Dann ruckelt es so sehr, dass es gruselig ist. Meine ganze Hand schlackert dabei. Dieses Symptom ist seit Mitte Mai permanent vorhanden und in so ziemlich allen Körperteilen, die man beugen kann. Wenn ich mich bücke, ist es im Rücken, wenn ich den Kopf nach unten beuge, ist es im Hals, wenn ich die Finger beuge, dann dort. Wenn ich etwas aus dem Schrank über mir holen will, ruckelt/wackelt der ganze Arm bei der Abwärtsbewegung.
In den Beinen ist es auch, wenn ich sie anhebe und beuge.

Allgemein ist mein Hauptproblem, dass ich so zittrig bin. Meine Beine fühlen sich ständig wackelig an, als wären sie aus Pudding. Wenn ich mich im Bett aufstützen will, zittert der entsprechende Arm. Bei der leichtesten Anstrengungen wird das Zittern und der Rigor stärker.
Wenn ich die Pflanzen auf dem Grundstück mit der Gießkanne gieße, kann ich meine Hand danach vergessen. Der Rigor und auch das „normale“ Zittern sind dann so schlimm, dass ich nicht einmal eine Stulle zum Mund führen kann. Zudem fühlt sich mein Handgelenk danach geschwollen an, ohne jedoch sichtbar geschwollen zu sein. Wenn ich mich danach auf die Couch lege und die Hand nicht mehr benutze, geht es nach ein paar Stunden wieder halbwegs…

Das alles ist sehr beunruhigend, dazu kommen noch die Symptome die ich im anderen Post genannt habe. Ich habe hier schon sehr viel gelesen, auch von anderen die unter Zittern leiden. Allerdings scheint es bei den meisten „ab und zu in den Händen“ zu sein, und nicht wie bei mir, ständig am ganzen Körper. Daher meine Frage: gibt es hier vielleicht noch andere Betroffene, die ähnliches erlebt haben? Und gibt es andere Personen, die auch so einen Rigor haben?

Mich würde auch interessieren, wie sich bei euch die Gangunsicherheit äußert, von der ich schon häufiger gelesen habe. 

Und ganz nebenbei, gibt es auch Leute die Schluck- und Kauprobleme haben? Das Kauen ist für mich oft anstrengend und das Schlucken phasenweise schwer, kann allerdings auch an CMD & Reflux liegen, worunter ich ebenfalls leide. 

Über ein paar Erfahrungen von Leuten, die ähnliche Symptome haben, würde ich mich freuen :-) 
Ich fühle mich mittlerweile nicht mehr wie 30, sondern wie 80…
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#2

Achso, einen Nachtrag noch…
Wenn ich meine Hände zu sehr beansprucht habe (gießen, Gemüse schnippeln, etc.) kommt zu dem zittrigen Gefühl danach auch so etwas wie eine Steifheit der Hände. Manchmal denke ich, gleich sind sie gelähmt..
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#3

Mensch, du Arme.

Diesen Rigor kenne ich nicht und hab davon auch noch nicht in der Form gehört. Ich finde, du beschreibst das sehr plastisch.
 Zittrigkeit -mehr so als sehr störendes Gefühl, meist kein echter "Tatterich", Kribbeln, leichtes plötzliches Schwächegefühl in den Beinen, so als ob man gleich wegsacken würde, unbegründetet wechselne Muskelschmerzen, auch mal Zucken, kenne ich von mir auch. Steifheit der Hände kenne ich auch.
Ich hatte nach der Geburt meiner Tochter Steifheit und Gelenkschmerzen in Fingern und Hüfte sehr stark, damals war nicht die Rede von Borreliose, sondern Arthrose. Mit 30, hab ich mich auch wie 70 gefühlt. Wurde dann komischerweise erstmal wieder besser nach einem Dreiviertel Jahr. Schwangerschaft und Entbindung greifen ja doch in den Stoffwechsel sehr ein, da wird vielleicht mal was aufgerührt, was man schon länger mit sich herumgeschleppt hatte (genau wie in den Wechseljahren).

Die Borrelien und manche Co-Infektionen (bei mir anscheinend die Bartonellen) können ja in/an den Nervenbahnen sitzen, vielleicht ist das bei dir in der Verbindung mit den Muskeln besonders ausgeprägt.
Was haben die Herren Fachärzte gesagt und getan außer schräg gucken?
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Thanks given by: lillymarlen
#4

(10.07.2024, 19:13)Sabine schrieb:  Mensch, du Arme.

Diesen Rigor kenne ich nicht und hab davon auch noch nicht in der Form gehört. Ich finde, du beschreibst das sehr plastisch.
 Zittrigkeit -mehr so als sehr störendes Gefühl, meist kein echter "Tatterich", Kribbeln, leichtes plötzliches Schwächegefühl in den Beinen, so als ob man gleich wegsacken würde, unbegründetet wechselne Muskelschmerzen, auch mal Zucken, kenne ich von mir auch. Steifheit der Hände kenne ich auch.
Ich hatte nach der Geburt meiner Tochter Steifheit und Gelenkschmerzen in Fingern und Hüfte sehr stark, damals war nicht die Rede von Borreliose, sondern Arthrose. Mit 30, hab ich mich auch wie 70 gefühlt. Wurde dann komischerweise erstmal wieder besser nach einem Dreiviertel Jahr. Schwangerschaft und Entbindung greifen ja doch in den Stoffwechsel sehr ein, da wird vielleicht mal was aufgerührt, was man schon länger mit sich herumgeschleppt hatte (genau wie in den Wechseljahren).

Die Borrelien und manche Co-Infektionen (bei mir anscheinend die Bartonellen) können ja in/an den Nervenbahnen sitzen, vielleicht ist das bei dir in der Verbindung mit den Muskeln besonders ausgeprägt.
Was haben die Herren Fachärzte gesagt und getan außer schräg gucken?

Hallo Sabine und vielen Dank für deine Antwort :-)

Das was du beschreibst, klingt sehr nach meinem Symptomen. Tatsächlich habe ich oft eher so ein zittriges Gefühl und keinen echten Tatterich - abgesehen von dem sichtbaren Rigor eben. 
Mein Neurologe sagte, er kennt sowas nicht und hat weitere Blutuntersuchungen anberaumt (Ergebnisse bekomme ich nächste Woche). Der Orthopäde sagte, das habe keinen Krankheitswert. Ich leide eben an erhöhter Muskelspannung und die äußert sich dann eben in diesem seltsamen Rigor. Ich soll mich damit anfreunden dass es so bleibt, denn ändern kann ich es eh nicht. 
Mein Borreliose-Spezi sagte, dass er das auch noch nie gesehen hat. Allerdings sagte er auch dass es bei Borreliose so gut wie nichts gibt, was es nicht gibt. Er kann sich vorstellen dass die Borreliose das bei mir ausgelöst hat, da Borreliose so ziemlich jedes neurologische Symptom hervorrufen kann. 

Sind deine Beschwerden denn durch Behandlung besser geworden? Ich bin ja gerade am Anfang meiner Behandlung und hoffe natürlich, den ganzen Mist irgendwann zum größten Teil los zu werden.

Liebe Grüße
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#5

Jetzt habe ich gerade zu einer anderen Sache herumgegoogelt und bin auf folgender Website zu der Infektion mit Ehrlichien auf das Stichwort Rigor gekommen, nur weil der Begriff einem sonst ja nicht so oft unterkommt:

https://www.dr-hassler.de/infektiologie/ehrlichiose
aber das scheint insgesamt da mehr was ganz heftiges zu sein, passt vielleicht nicht. Lies es vielleicht lieber nicht, manchmal zieht einen das nur runter.

Also ich habe sehr lange Antibiotika-Behandlungen hinter mir. Mir geht es in vieler Hinsicht besser, Konzentrationsschwäche und Gehirnnebel und die elenden Kopfschmerzen sind ziemlich weg. Aber symptomfrei bin ich nicht und überlege sogar grade, nochmal wieder zu meiner Spezi-Ärztin zu gehen. ich habs halt vermutlich schon seit 30 Jahren oder so - habe ich mir  im Nachhinein zu zusammengereimt. Zecken immer wieder jede Menge gehabt, aber es gab einen Zeitpunkt, ab dem ich mich sehr viel krank gefühlt habe.

Aber z.B. meine Schwester hat, allerdings auch echt nach 1 Jahr verschiedener übler Kombi-Antibiosen fast gar keine Beschwerden mehr gehabt.

Alles Gute für dich!
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Thanks given by: lillymarlen
#6

(10.07.2024, 19:55)Sabine schrieb:  Jetzt habe ich gerade zu einer anderen Sache herumgegoogelt und bin auf folgender Website zu der Infektion mit Ehrlichien auf das Stichwort Rigor gekommen, nur weil der Begriff einem sonst ja nicht so oft unterkommt:

https://www.dr-hassler.de/infektiologie/ehrlichiose
aber das scheint insgesamt da mehr was ganz heftiges zu sein, passt vielleicht nicht. Lies es vielleicht lieber nicht, manchmal zieht einen das nur runter.

Also ich habe sehr lange Antibiotika-Behandlungen hinter mir. Mir geht es in vieler Hinsicht besser, Konzentrationsschwäche und Gehirnnebel und die elenden Kopfschmerzen sind ziemlich weg. Aber symptomfrei bin ich nicht und überlege sogar grade, nochmal wieder zu meiner Spezi-Ärztin zu gehen. ich habs halt vermutlich schon seit 30 Jahren oder so - habe ich mir  im Nachhinein zu zusammengereimt. Zecken immer wieder jede Menge gehabt, aber es gab einen Zeitpunkt, ab dem ich mich sehr viel krank gefühlt habe.

Aber z.B. meine Schwester hat, allerdings auch echt nach 1 Jahr verschiedener übler Kombi-Antibiosen fast gar keine Beschwerden mehr gehabt.

Alles Gute für dich!

Hallochen,

danke für diesen Link :-) Ich habe ihn natürlich trotzdem aufgerufen. Ich möchte ja gern wissen was mit meinem Körper los ist und bin für jeden Anstoß dankbar :-)
Tatsächlich passen die meisten der Symptome nicht so, aber der Rigor eben schon. Daher werde ich das nächste Woche beim Spezi definitiv ansprechen und fragen, inwiefern wir das abklären lassen könnten. Danke dir sehr für diesen Hinweis!

Es ist schön zu lesen, dass die Behandlung etwas bewirkt und deiner Schwester sogar sehr geholfen hat. Das macht doch Mut! 
Ich drücke dir die Daumen, dass eine eventuelle nächste Behandlung bei dir noch weiteren Erfolg bringen wird. Ich werde von einem Mediziner behandelt, der auf biologische Medizin spezialisiert ist und schon vielen Patienten geholfen hat, die vorher mehrfach und eher weniger erfolgreich mit Antibiotika behandelt wurden. Vielleicht wäre das auch nochmal ein Ansatz, über den man nachdenken könnte? 

Alles Gute dir :-)
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