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Überdosierung AB nach Monaten?
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berndjonathan Offline
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Beitrag #1
Überdosierung AB nach Monaten?
Nehme seit über 6 Monaten Benzylpenicillin, Azithromycin und Tinidazol. Wie berichtet hatte ich sehr gute Phasen unter dieser Kombi, nun aber Absturz seit 5 Wochen.
Da Azi und Benzylp. ja Depotwirkung haben bzw. sich stark akkumulieren, frage ich mich, ob die Verschlechterung eine AB überdosieren sein kann. Nehme 750mg Azi täglich ohne Pause.
Wir alle kennen ja die Symptomverschlimmerungen am Anfang oder in der ersten Phase, aber nach über 6 Monaten?

Bin echt ratlos, habe nun schon Benzylp. seit 2 Wochen weggelassen und erwäge auch mal Azi Pause für 2 Wochen zu machen (dann habe ich nächsten Spezi-Termin)

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
06.02.2013 21:58
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Regi Offline
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Beitrag #2
RE: Überdosierung AB nach Monaten?
Hallo bj

AB würde ich nur nach Rücksprache mit meinem Spezi absetzen, ausser es liegen lebensbedrohliche Umstände vor. Vielleicht kann man mal das AB wechseln. Aber einfach in Eigenregie absetzen? Nein, das würde ich nicht machen. Wenn ich es bis zum Spezitermin nicht aushalte, dann rufe ich an oder schreibe ein Mail.

Unter Azi verstärken sich z.B. meine Neuropathien massiv, dazu eine noch stärkere Geräuschempfindlichkeit, die mich mit zunehmender Dauer immer reizbarer macht, wenn ich Lärm ausgesetzt bin (Baustelle nebenan, Basstöne vom Nachbarsradio). Wenn ich mich recht erinnere, kann Azi als Nebenwirkung Neuropathien machen. Ich denke, viele unserer Symptome sind neuropathisch.

Ob eine Überdosierung bei AB, die eine Depotwirkung haben, möglich ist, weiss ich nicht.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
07.02.2013 05:03
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berndjonathan Offline
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Beitrag #3
RE: Überdosierung AB nach Monaten?
Danke, Regi, man kommt echt in so ein Gedankenkarussell, gerade, wenn man schonmal über Monate durchatmen konnte, auf dem aufsteigenden Ast war, und dann sowas....

Mein Spezi ist eher ratlos, er hat vor Wochen Unmengen Blut genommen, z.B. das intrazelluläre ATP, das war so gut, dass ich kaum glauben kann, dass ich immer noch so müde bin. Er auch nicht!

Aber umgekehrt ist es ja gut, die nachgewiesene negative Wirkung gerade von Makroliden auf die Zellkraftwerke ATP findet bei mir nicht statt, ich müßte Bäume ausreissen können. MÜSSTE.....da kommt man dann auf die dümmsten Ideen...

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08.02.2013 12:50
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Phönix Offline
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Beitrag #4
RE: Überdosierung AB nach Monaten?
Hatte Dein Spezi Dir nicht gesagt, mit welcher Begründung er Dir durchgängig Azi verschrieben hat? Er muß doch erklärt haben, warum er dies für nötig bzw. möglich hält, obwohl das AB den Wirkspiegel so lange hält.

Ansonsten wäre es vielleicht eine Idee, mal Blut abnehmen zu lassen und zu gucken, wie hoch der Spiegel ist? Was Klügeres fällt mir dazu leider auch nicht ein.

Verstehe gut, daß Dich das verrückt macht. Ich hoffe, es geht bald wieder besser!

Una est, quae reparet seque ipsa reseminet, ales.

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08.02.2013 13:21
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Niki Offline
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Beitrag #5
RE: Überdosierung AB nach Monaten?
Hallo Bernd,
das was du jetzt die ganze Zeit schon nimmst ist nicht so ganz ohne. Wird regelmäßig dein Blutbild kontrolliert und auch EKG gemacht?
Würde dir empfehlen, dich umgehend mit deinem Arzt zu besprechen. Vielleicht macht ja auch mal eine Pause bis zum nächsten Termin Sinn. Über diesen langen Zeitraum können alle Medikamente, die du nimmst, deutliche Nebenwirkungen verursachen.

LG und gute Besserung

Niki

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08.02.2013 14:27
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berndjonathan Offline
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Beitrag #6
RE: Überdosierung AB nach Monaten?
Danke für die Sorge.

So richtig Bedenken habe ich nicht, da mein Spezi mit Blutwerten sehr genau ist und alle werden besser (Leber-Niere-etc.). Auch nehme ich diese Dosis ja schon über 6 monate und hatte wirklich gute Phasen darunter. Da ich leider recht übergewichtig bin, kommt meine Dosis der Dosis eines Normalgewichtigen mit 3-4 Tagen Pause wohl gleich. (fast doppeltes Gewicht, doppelte Dosis)

Dennoch ist es natürlich niederschmetternd, wieder so lange Abstürze zu haben. Da bin ich der Verzweiflung nah, ich will nicht mehr. Aber was nützt es. Depressionen sind auch dazugekommen, ob reaktiv wegen der Verschlechterung oder als Borresymptom weis ja auch kein Mensch.

Habe jetzt aus eigenem Anlass 2 Wochen das Bencylpenicillin weggelassen, und heute ist der erste Tag, den es etwas besser geht. Das muss -wie wir alle leider wissen- noch gar nichts bedeuten. Aber so ein Durchatmen tut schon gut.

Ich werde jetzt bis zum nächsten Spezitermin in 2 Wochen durchhalten, das Bencylpenicillin bleibt weg (wirkt eh nur gegen Borrelien, nicht gegen die CP und anderen Viecher, die ich beherberge), und da ist eine Pause ja kein Drama.

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08.02.2013 20:11
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