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Artemisia annua ist die Pflanze, Artemisinin ist ein Stoff, der in Artemisia annua enthalten ist und der für die Forschung vor allem zur Behandlung von Malaria von Interesse ist.
"Artemisia annua intense" ist quasi ein Produktname, es handelt sich dabei um konzentrierten Extrakt von Artemisia annua.
Bei Artemisinin spielt die Auto-Induktion auf jeden Fall eine wichtige Rolle (wie stark bei der Effekt bei der ganzen Pflanze ist, ist glaube ich noch ganz nicht geklärt), man sollte es nicht lange einnehmen, nach 7 Tagen kommt nur noch 24% vom Wirkstoff an.
Was bei Borreliose wirkungsvoller ist, darüber kann man streiten, es ist noch nicht geklärt, ob es da überhaupt großartig viel Sinn macht (Artemisia annua wirkt eher gegen Parasiten als gegen Bakterien). Dem Einsatz als Hydroxychloroquin-Ersatz stehe ich etwas skeptisch gegenüber.
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Danke Urmel und Vatuille für die ausführliche Antwort.
Dann verstehe ich richtig, dass wahrscheinlich Artemisinin stärker wirkt, als Artemisia annua? Bzw. 200 mg Artemisinin nicht gleichzusetzen ist mit 200 mg Artemisia annua intense?
Ich stelle diese Frage, weil ich seit ca. 6 Wochen Artemisia annua intense nehme. Keine Ahnung ob es davon ist, aber meine extreme Benommenheit, dieser unterschwelliger Schwindel haben sich das erste mal seit 2 1/2 Jahren deutlich gebessert.
Ich habe aber bisher noch keine AB erhalten, weil in der Schweiz kein Arzt "nur" einen positiven LTT Test(Labor Ettlingen) anerkennt.
Ich wurde aber jetzt in Deutschland auf diverse Co-Infektionen etc. getestet. Warte noch auf Resultate.
Jetzt wurde mir aber von einem guten Diagnostiker/HP Artemisinin empfohlen, da es angeblich besser wirkt. Soll tägl.1 Kps. 200 mg Artemisinin während 3 Monaten einnehmen. Am Besten zusammen mit 5 Tropfen Ferro Sanol (Eisen) und Grapefruitsaft.
Vorher habe ich 3x 1 Kps. Artemisia Annua intense à 200 mg eingenommen.
LG Malin
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15.06.2013, 21:04
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.06.2013, 21:08 von
Sunflower.)
Hallo Malin,
wenn Artemisia Annua intense bei dir so gut gewirkt hat, warum denn wechseln?
Wie Urmel darauf hinwies, könnte Artemisia annua gegen Babesien wirken.Dies behaupten zumindest US Therapeuten wie Stephen Buhner ("Healing Lyme") oder Dr.Zhang (Dr.Klinghardt vielleicht auch).
Eine Wirkung bei Lyme Patienten könnte auf eine vorliegende Babesia-Infekion hindeuten.
Deswegen bin ich auf deine Testergebnisse sehr gespannt.
Ich hatte vor 3 Jahren über Art.ann. und Babesien recherchiert, vielleicht findest du in diesem Thread interessante Infos:
http://www.symptome.ch/vbboard/borrelios...esien.html
Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower
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wichtig sind die pausen. 4 tage nehmen, 3 tage nicht.
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Hat jemand vielleicht ein paar Bezugsquellen? Bzw was ist besser? Tinktur? Tee oder Kapseln?
vielen dank
lg
palermo
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06.08.2013, 08:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.08.2013, 10:46 von
VitaSa.)
Da gehen die Meinungen auseinander. Manche schwören auf den Tee, andere meinen, das bringe gar nichts. Manche vertragen Kapseln besser, manche reagieren allergisch drauf. Ich habe mit Artemisia Kapseln (2 mal 400) begonnen und erstmal abgebrochen weils mir echt brutal ging (wusste nicht 100% obs davon kommt). Dann habe ich einige Tage pausiert und nun seit gestern Artemisia Zäpfchen.. einmal abends, das gibts also auch. Wieder Bauchgrummeln, Übelkeit, etwas Benommenheit, Mundtrockenheit, kleiner Ausschlag im Nacken, etc etc.. aber ich wart mal ab, ist ja oft so, dass Dinge, die helfen, erstmal die Beschwerden nicht unbedingt verbessern. Vllt ist es auch eine Allergie, ich nehm mal noch eins heut und warte ab.. Hoff das wird besser.
Probier einfach aus, was du am besten verträgst und was am besten bei dir wirkt, ist bei keinem gleich
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Prinzipiell ist die frische Pflanze am effektivsten.
Am besten ist der frische Saft von Artemisia annua, das ist die potenteste Form und Artemisia annua ist wohl nicht sonderlich schwer anzupflanzen. Eine Tinktur aus der frischen Pflanze ist auch sehr effektiv.
Wenn man einen Tee (aus frischem oder getrocknetem Kraut) macht, sollte man beachten, dass das Wasser nicht kocht. Ziehzeit:12 Stunden.
Alternativ kann man das mit heißer Milch machen, Ziehzeit: 4 Stunden. Das entzieht meht Artemisinin als Wasser (Artemisinin ist nicht sehr gut wasserlöslich, besser löslich in Fett und Alkohol).
In der Borreliosetherapie in Deutschland werden üblicherweise Kapseln mit konzentriertem Artemisia annua Pulver verwendet. Teilweise finden auch Tinkturen Anwendung, jedoch meist sehr niedrig dosiert.
Aufgrund der Auto-Induktion wird eine durchgehende Einnahme nicht empfohlen, auch die Langzeitanwendung wird normalerweise nicht verwendet. Pulsen kann man es in 7 Tagesrhythmen (7 Tage nehmen, 7 Tage Pause), macht aber von den deutschen Spezis niemand, soweit ich weiß.
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10.01.2016, 18:46
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.01.2016, 18:49 von
Sunflower.)
In einer Studie von Zhang (Identification of Additional Anti-Persisters Activity against Borrelia burgdorferi from an FDA Drug Library, 2015) 50 µM (?) Artemisinin töteten in vitro 51 bis 55% der Bakterien in der stationären Phase (Phase, wo die Bakterien sich langsamer teilen oder sogar ruhen).
Artemisinin, ein Wirkstoff der Blätter von Artemisia annua, wird allerdings eher schlecht nach oraler Einnahme resorbiert:
Zitat:"Artemisinin has a poor bioavailability limiting its effectiveness."
https://www.pharmgkb.org/pathway/PA165378192
In dieser Studie an Mäusen war die Bioverfügbarkeit von Artemisinin aus oral eingenommenen getrockneten Artemisia Annua Blättern (nicht als Tee!) 40 mal höhe als nach der Einnahme von reiner Artemisinin:
Zitat:"We found that a single dose of WP (containing 24 mg/kg artemisinin) reduces parasitemia more effectively than a comparable dose of purified drug. This increased efficacy may result from a documented 40-fold increase in the bioavailability of artemisinin in the blood of mice fed the whole plant, in comparison to those administered synthetic drug."
http://journals.plos.org/plosone/article...ne.0052746
Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower
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