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Homöopathie bei Borreliose
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Sunflower Offline
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Beitrag #1
Homöopathie bei Borreliose
Auf die große Gefahr hin, daß Steine über mich wieder regnen...

Ich kenne in meiner näheren Umgebung (keine Internetbekanntschaften) 3 schwerkranken chronischen Borreliose-Patienten, die seit Jahren seit einer homöopathischen Behandlung beschwerdenfrei leben (bzw. lebte, denn 1 Patient ist leider letztes Jahr an einer Gehirnblutung gestorben):

* 1 Patientin, die seit 6 Jahren an schwerer Erschöpfung (bettlägerig) und starken Gelenkschmerzen litt, wurde nach einer homöopathischen Behandlung nach 6 Monaten beschwerdenfrei.Siehe den Bericht vom 13.02.2012 "Geheilt von Borreliose - nach sechs Jahren":

http://www.jameda.de/windorf/aerzte/dr-u...0032729_1/

*1 Patient (Kollege meines Mannes), der ebenfalls an schwerer Erschöpfung und starken Gelenkschmerzen litt und der aus diesen Gründen 1 Jahr lang krankgeschrieben wurde, war nach 2 Jahren Behandlung beschwerdenfrei (nach 1 Jahr Behandlung konnte er wieder arbeiten, nach 2 Jahren verschwanden die Restsymptome)

*1 Patientin (Freundin) litt seit der Pubertät an wiederkehrenden schweren Arthritis-Schüben seit einem Zeckenstich mit EM, der damals (80er Jahre) nicht mit AB behandelt wurde. Die Arthitis-Schübe erforderten mehrere mehrwöchigen Krankenhausaufenhalte, wo die Patientin nach eigenen Worten mit "Schmerzmitteln vollgepumpt" wurde.Durch die homöopathische Behandlung sank allmählich die Intensität der Gelenkschmerzen, die Zeiten zwischen den Schüben verlängerten sich allmählich, die Dauer der Schübe verkürzte sich nach und nach bis nach ein paar Jahren keine Schübe mehr auftraten.Sie lebt seit mehreren Jahren komplett symptomfrei.

Ich selbst habe einen ähnlichen Verlauf während meiner 2jährigen homöopathischen Behandlung erlebt: allmähliches Verringern der Schmerzintensität, immer längere symptomfreie Phasen (vor der Behandlung hatte ich seit Beginn der Borreliose täglich Schmerzen.Nur am Ende der Zhang Therapie war ich für einige Wochen komplett schmerzfrei.), vor meinem Rückfall in April 2013 hatte ich eine mehrmonatige schmerzfreie Phase. Mein HP hat mir vor Kurzem erklärt, daß dies der übliche Verlauf bei seinen anderen Patienten sei und daß es für manche Patienten bis zu 3-4-5 Jahren gedauert hat, bis sie dauerhaft beschwerdenfrei wurden (also bis gar keine Rückfälle mehr auftraten).

Ich zwinge niemanden dazu, einen Versuch mit Homöopathie zu wagen, aber ich habe am eigenen Leib erlebt, daß Homöopathie durchaus wirken kann.

Homöopathische Globulis waren z.B. das einzige Mittel (mein Konstitutionsmittel in der Potenz C30), das meine starken Uterusschmerzen (Folge eines physikalischen Schocks) und die vorzeitigen Wehen in meiner 1.Schwangerschaft verschwinden liess, nachdem alle anderen Maßnahmen mehreren Wochen (> 8) vorher erfolglos geblieben waren (da ich zeitweise nur liegend die starken Schmerzen ertragen konnte und die Wehen eine Gefahr für mein Kind waren, wurde ich mehrmals 2 Wochen lang krankgeschrieben).

Meine Mutter (82 und topfit) litt von Kindheit an schweren wiederkehrenden Blasenentzündungen, die um das 40.Lebensjahr zunehmend ABresistent wurden, so daß sie immer wieder mehrere AB nacheinander probieren mußte. Nach 2 homöopathischen Behandlungen (Isopathie: es wurde eine Bakterienkultur mit den eigenen Keimen-Urinprobe während einer akuten Entzündung) wurden die Abstände zwischen den Rückfällen immer länger, die Dauer und die Schwere der Krisen immer geringer, bis sie irgendwann gar keine Rückfälle erlitt. Sie lebt seit mehr als 30 Jahre rückfallsfrei!

Die Abwesenheit von Beweisen ist kein Beweis einer Unwirksamkeit. Die Wirkung homöopathischer Behandlungen ist m.E. mit den aktuellen wissentschaftlichen Untersuchungsmethoden nicht zu erbringen.Denn jeder Patient erhält auf seine individuelle Beschwerdebilder angepassten Mittel, die dazu im Laufe der Behandlung immer wieder wechseln können und die Ergebnisse bei chronischen Erkrankungen lassen sich nicht nach einigen Wochen erzielen, sondern meist nach Monaten oder sogar Jahren.

Auch bei der chronischen Borreliose ist der Beweis des Nutzen einer Langzeitantibiose schwierig, weil zum Einen Patienten unterschiedliche Beschswerden (Arthritis, neurologische Symptome, Erschöpfung, usw.) und unterschiedliche Co-Infektionen (Bakterien, Viren, Pilze, usw.) haben, die ein individuell angepasstes Behandlungsschema erfordern.Zum Anderen, weil die Dauer der Therapie auch unterschiedlich ist: mehrere Monate bis mehrere Jahre sind in der Regel erforderlich.

Würde man also ein einziges Antibiotikum bei mehreren Bo-Patienten und das nur über eine willkürliche festgelegte Beobachtungszeit (z.B. 3 oder 6 Monate) dann könnte man keine Rückschlüsse auf die in vivo Wirksamkeit dieses ABs ziehen, da ein Teil der Patienten wegen nicht entdeckten Co-Infektionen und/oder zu kurzen Behandlungszeit nicht symptomfrei am Ende der Studie wären, obwohl das AB in ihrem Körper durchaus eine antibiotische Wirkung haben kann.

Wissentschaftliche Untersuchungen sind also nicht in allen Fällen in der Lage, den eindeutigen Nachweis einer Wirksamkeit einer Behandlungsmethode zu erbringen.Vor Allem bei Therapien, die ein Höchstmaß an Individualisierung erfordern.

Nichtdestotrotz möchte ich hier betonen, vor Allem für Neulinge, daß es für die Behandlung einer chronischen Borreliose keinerlei Beweise für die Wirkung einer homöopathischen Behandlung gibt, daß die Wirkung einer solchen Alternativbehandlung generell sehr stark vom Können des Therapeuten abhängt und daß es also keine Garantie gibt, daß die Behandlung bei einem Patienten anschlägt.

Im Frühstadium ist von einer homöopathische Behandlung abzuraten, da hier der Erfolg einer adequaten antibiotischen Behandlung am Höchsten sei.

Wenn Sie an einer Frühborreliose leiden, bitte gehen Sie umgehend (heute noch!!!) zu einem Arzt ihres Vertrauen und lassen Sie sich umgehend und adequat behandeln (siehe dazu die Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die leider nicht mit den heutigen Leitlinien anderer Fachgesellschaften übereinstimmen).

Auf diese Weise haben Sie die besten Chancen komplett und dauerhaft geheilt zu werden und nicht an den Folgen einer chronischen Borreliose zu leiden!Bitte nehmt diese Chance wahr, auch wenn dies mit dem Besuch mehrerer Arztpraxen verbunden sein soll.

Hallo Sunflower,
ich erlaube mir deinen Beitrag in die alternativen Therapien zu verschieben und dem Thread einen neunen Namen zu geben: Homöopathie bei Borreliose.
Hier passt er nicht so recht und geht unter.

Liebe Grüße
Moderator

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2014 09:47 von ll Moderator ll.)
09.04.2014 09:13
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Beitrag #2
RE: Homöopathie bei Borreliose
@Mod: in Ordnung.Danke!

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


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09.04.2014 10:26
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Rosenfan Offline
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Beitrag #3
RE: Homöopathie bei Borreliose
Hallo,

ich habe selbst den Versuch einer homöopathischen Behandlung versucht, leider ohne Erfolg. Erst mehrmalige AB-Therapien brachten eine Besserung.

Die Frage ist doch, wie oft und ob die chronisch Erkrankten schon in der Vorzeit mit AB behandelt wurden, da ja bekannt ist, dass die Behandlung nachwirken kann.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur homöopathischen Mittel eine Besserung bzw. Gesundung bringt. Wir hatten ja schon häufig die Diskussion,(speziell im alten Forum) dass die Verdünnung der Mittel eigentlich überhaupt keine Wirkung zeigen können.

Gruß - Rosenfan

Älter werden ist die einzige Möglichkeit länger zu leben!
Aber alt werden ist nichts für Feiglinge...
09.04.2014 15:04
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sarecha Offline
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Beitrag #4
RE: Homöopathie bei Borreliose
Liebe Sunflower,

Ich danke dir für deinen umfangreichen Beitrag, dem ich vollstens nur zustimmen kann und mir aus dem Herzen spricht.

Auch ich habe z.Zt. das Glück einen HP gefunden zu haben, der anscheinend zu mir und zu meinen Beschwerden passt. Ich erfahre seit nunmehr 2 Monaten eine stetigen Verbesserung, die ich unter meinen Antibiotikatherapien nicht erfahren durfte. Ich nehme zur Zeit ausschließlich nosoden und pflanzliche Urtinkturen zur Entgiftung ein.

Sicherlich werde ich meinen Weg noch einige Zeit gehen müssen, doch meine bisherigen guten Erfahrungen bestärken mich, dass ich in die richtige Richtung gehe.

Ich möchte noch anmerken, das ich ebenfalls kein Gegner von Antibiotikatherapien bin. Diese sind sicherlich ist ein Segen für viele kranke Menschen. Leider konnte mir damit nicht geholfen werden bzw. ich wurde immer kränker. Vielleicht war es das falsche AB, die falsche Kombi oder zu kurz oder zu lang. Ich weiß es nicht.

Der Vorteil einer homöopathischen Behandlung liegt meines Erachtens auch darin, das dem Patienten ganzheitlich geholfen wird. Die Frage, warum erkranken manche Menschen an Borreliose und andere nicht (obwohl sie Bakterien in sich tragen) zeigt mir, das neben der Bakterienbelastung (Coinfektionen) etwas unter Umständen nicht rund läuft. Wie will ich gesunden, wenn ich nur an den bakterien- und Virenbelasrungen rumdoktere und nicht die zugrundeliegende Schwäche/Belastung therapiere?
Ich hatte neben der Borrelienbelastung 5 weitere Coinfektionen. Obwohl bei mir "nur die BO" therapiert wurde, haben sich meine Coinfektionen deutlichst zurückentwickelt. Anscheinend komme ich wieder in eine Phase, in der mein Körper in der Lage ist, diese unter Kontrolle zu halten, vielleicht auch zu eliminieren.

Sicherlich ist es für mich noch viel zu früh von Heilung zu sprechen. Das einzige was ich jedoch sagen kann ist, dass es mir jetzt schon deutlich besser geht als unter den AB-Therapien. Ich hoffe nur, dass es auch so bleibt.

Ich denke, die Schulmedizin oder zumindest viele Ärzte Können noch eine ganze Menge lernen.

Ich wünsche allen, dass sie den richtigen Weg finden und drücke dafür ganz fest die Daumen.

Sarecha
09.04.2014 15:04
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sarecha Offline
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Beitrag #5
RE: Homöopathie bei Borreliose
Hallo Rosenfan,

du schreibst, dass eine homoöpatische Verdünnung keine Wirkung zeigen kann. Genau dass, finde ich schade. Wie sunflower bereits geschrieben hat, kommt es auf die Qualität des Therapeuten und die individuelle Behandlung beim Patienten an. Desweiteren denke ich, das manche Menschen vielleicht empfänglicher für Homöopathie sind als andere (vielleicht auch Glaube/Placebo?)

Als ich die ersten Nosodenglobuli (10 Stück) eingenommen habe, ging komischerweise bei mir die Post ab. Ich hatte sehr starke Herxe, die mich 2 Tage ans Bett fesselten. Das zeigt mir, das homöopatische Mittel durchaus Wirkung zeigen.

LG Sarecha
09.04.2014 15:18
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Sunflower Offline
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Beitrag #6
RE: Homöopathie bei Borreliose
Hi

(09.04.2014 15:04)Rosenfan schrieb:  Hallo,

ich habe selbst den Versuch einer homöopathischen Behandlung versucht, leider ohne Erfolg. Erst mehrmalige AB-Therapien brachten eine Besserung.

Was meinst du mit "selbst"? Hast du homöopathische Mittel selbst ausgewählt und eingenommen?

Oder wurde dir die Mittel durch einen Homöopathen verschrieben?

Ich muß dazu sagen, daß ich nichts von Eigenbehandlung mit homöopathischen Mitteln halte. Denn es ist sehr schwierig, das richtige Mittel in der richtigen Potenz herauszufinden.Das gilt aber besonders für chronische Erkrankungen.

Ich hatte mit der Wahl meines Mittels in der SS großes Glück (ich kannte aber bereits mein Konstitutionsmittel und die Symptome passten haargenau zum Mittel).

Zitat:Die Frage ist doch, wie oft und ob die chronisch Erkrankten schon in der Vorzeit mit AB behandelt wurden, da ja bekannt ist, dass die Behandlung nachwirken kann.

Nach den 6 Wochen Amoxi. waren die Schmerzen genauso schlimm wie vorher.Ebenso nach den 6 Monaten Mino./Quensyl. Im Nachhinein weiß ich, daß diese AB die Erreger nicht eliminieren konnten, auch wenn ich sie 100 Jahre genommen hätte (Amoxicillin wirkt nur extrazellulär, dabei können Borrelien in vitro innerhalb 72 Std in eine Zelle eindringen-in vivo wahrscheinlich etwas läbger, dazu hat es nur eine begrenzte Wirkung auf Zysten und Biofilme. Minocycline wirkt zwar intrazellulär und hat eine gute Liquorgängigkeit, aber hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Einfluss auf Zysten und einen geringen Einfluss auf Biofilme.Quensyl wirkt laut Sapi nich gegen Zysten).

Dafür waren die Schmerzen unter AB 100 Mal stärker als vorher.Und keine Schmerzmittel (alles probiert, was der Markt anbiete, sogar Opioide wie Tilidin und Oxycodon!) halfen...nur Hitze (heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine bei 80 Grad).

Nach 6 Monaten konnte ich einfach nicht mehr...

Zitat:Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur homöopathischen Mittel eine Besserung bzw. Gesundung bringt. Wir hatten ja schon häufig die Diskussion,(speziell im alten Forum) dass die Verdünnung der Mittel eigentlich überhaupt keine Wirkung zeigen können.

Die Abwesenheit von Beweisen ist kein Beweis einer Unwirksamkeit.

Ich konnte mich vor meinem eigenen Versuch wegen der Bo. auch nicht vorstellen, daß diese winzigen Globulis (oft im Wasser aufgelöst) mich tagelang und später wochenlang und dann sogar monatelange von meinen täglichen Schmerzen befreien würden.

Ich habe mich aber aufgrunde der Erfahrungsberiche anderer Bo.Patienten darauf eingelassen, weil ich damals nicht mehr wusste (AB= Herxs, aber nur sehr kurze Besserung, Zhang: langsame Besserung, aber Rückfall nach Absetzen) was ich machen könnte, um von diesen entsetzlichen, schmerzmittelresistenten Schmerzen zu befreien.

Und war so überrascht, als ich das 1.Mal nach der Einnahme der 1.Mittel mehrere Tage schmerzfrei war...mehrere Tage ohne Schmerzen zum 1.Mal seit 2 Jahren!!! Dann habe ich gedacht, mache weiter, das wirkt. Und es wurde immer und immer besser, die Abstände zwischen den Rückfällen wurden immer größer (zuerst nur ein paar Tage, dann 1-2 Wochen, dann mehrere Monate). Was für ein Befreiungsgefühl.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, ist daß ich nach 2 Jahren Behandlung und einer schmerzfreien Phase von mehreren Monaten (>3 Monate, vielleicht länger, ich weiß nicht mehr genau) einen Rückfall erleiden würde.Der hat mich sehr verunsichert.Dann habe ich die Behandlung abgebrochen.Mittlerweile bedauere ich das.

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2014 15:45 von Sunflower.)
09.04.2014 15:43
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Beitrag #7
RE: Homöopathie bei Borreliose
Liebe Sarecha,

(09.04.2014 15:04)sarecha schrieb:  Ich danke dir für deinen umfangreichen Beitrag, dem ich vollstens nur zustimmen kann und mir aus dem Herzen spricht.

Sehr gerne.

Das Schicksal kann so was von ironisch sein: ich hatte hier 1-2 Wochen vor meinem Rückfall in April 2013 geschrieben, wie gut es mir seit Beginn der homöopathische Behandlung ging.Und dann...der Rückfall!Angry

Mein HP hat mir heuer gesagt, daß es leider der übliche Verlauf der Genesungsprozesses ist und daß manche seiner Patienten länger als 2 Jahre (bis zu 5 Jahren) gebraucht haben, um dauerhaft beschwerdenfrei zu werden.

Leider habe ich das damals nicht gewusst, sonst wäre ich am Ball geblieben.

Zitat:Auch ich habe z.Zt. das Glück einen HP gefunden zu haben, der anscheinend zu mir und zu meinen Beschwerden passt. Ich erfahre seit nunmehr 2 Monaten eine stetigen Verbesserung, die ich unter meinen Antibiotikatherapien nicht erfahren durfte. Ich nehme zur Zeit ausschließlich nosoden und pflanzliche Urtinkturen zur Entgiftung ein.

Das ist ja toll!!! Das freut mich so sehr für dich, ich hoffe, du siehst endlich das Licht am Ende des Tunnels und du kommst baldmöglichst raus!

Zitat:Ich möchte noch anmerken, das ich ebenfalls kein Gegner von Antibiotikatherapien bin. Diese sind sicherlich ist ein Segen für viele kranke Menschen. Leider konnte mir damit nicht geholfen werden bzw. ich wurde immer kränker. Vielleicht war es das falsche AB, die falsche Kombi oder zu kurz oder zu lang. Ich weiß es nicht.

Das Problem einer Antibiose ist m.E. daß sie zuerst nur 1 Seite der Krankheit behandelt (die bakterielle Infektion), weitere Probleme wie oxydativer/nitrosativer Stress, Hormon-und Nährstoffmängel, Toxine-und Schwermetallbelastung außer Acht lässt (es sei denn, der Spezi weiß Bescheid und diagnostiziert/behandelt ganzheitlich).

Dann ist das Problem der Persisterformen (Zysten und Biofilme), die nur von wenigen ABs angegriffen werden und die oft nicht oder nur spärlich/zeitlich begrenzt verschrieben werden.

Und dann die lange Teilungszeit der Borrelien, die eine lange Therapiezeit zur Folge haben...dazu muß der Patient die ABs überhaupt gut vertragen, was ja nicht immer der Fall ist. Ganz zu schweigen von den Folgen für Darmflora (Clotridien, Candida), Leber und Nieren.

Was mich persönlich dazu ehrheblich stört ist die erhebliche Verstärkung der Symptome unter Antibiose.Besserung erst nach monatelanger Verschlimmerung. Und keine Garantie auf Heilung.

Zitat:Der Vorteil einer homöopathischen Behandlung liegt meines Erachtens auch darin, das dem Patienten ganzheitlich geholfen wird. Die Frage, warum erkranken manche Menschen an Borreliose und andere nicht (obwohl sie Bakterien in sich tragen) zeigt mir, das neben der Bakterienbelastung (Coinfektionen) etwas unter Umständen nicht rund läuft. Wie will ich gesunden, wenn ich nur an den bakterien- und Virenbelasrungen rumdoktere und nicht die zugrundeliegende Schwäche/Belastung therapiere?

Genau. Zudem Co-Infektionen trotz monatelanger Antibiose gegen die Bo. fortbestehen können, wenn der Arzt sie nicht untersuchen lässt oder sie wegen der unzuverlässigen Tests nicht erkennt.

Zitat:Ich hatte neben der Borrelienbelastung 5 weitere Coinfektionen. Obwohl bei mir "nur die BO" therapiert wurde, haben sich meine Coinfektionen deutlichst zurückentwickelt. Anscheinend komme ich wieder in eine Phase, in der mein Körper in der Lage ist, diese unter Kontrolle zu halten, vielleicht auch zu eliminieren.

Das wäre super, wenn er das schaffen könnte!

Zitat:Sicherlich ist es für mich noch viel zu früh von Heilung zu sprechen. Das einzige was ich jedoch sagen kann ist, dass es mir jetzt schon deutlich besser geht als unter den AB-Therapien. Ich hoffe nur, dass es auch so bleibt.

Ich hoffe für dich Sarecha, vom ganzen Herzen!


Nach wochenlangen Überlegungen über Nutzen/Risiken/Kosten der verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten (AB + Pflanzen = sehr teuer, nicht ohne Risiko, Cowden = sehr teuer) habeich übrigens heute die Entscheidung getroffen, mit der klassischen homöopathischen Behandlung weiterzumachen. Wenn ich schon mehrere Monate schmerzfrei war, dann werde ich es vielleicht irgendwann mehrere Jahre...irgendwie kann ich nicht so Recht glauben, daß man diese Viecher auch mit 100 ABs gleichzeitig und it 100 Jahren Behandlung ausrotten kann..und dann diese schrecklichen Herxs, die dir ganze Tage/Wochen/Monate vermasseln...

Zitat:Ich wünsche allen, dass sie den richtigen Weg finden und drücke dafür ganz fest die Daumen.

Danke dir! Ich wünsche es allen Patienten hier, egal ob mit AB, Pflanzen oder Homöopathie.Egal, Hauptsache, diese schrecklichen Symptome sind ein für alle Male WEG!!!!!

Nachtrag: zur ganzheitlichen Behandlung. Mein HP behandelt nicht nur die Bo.Symptome (chronische Schmerzen) sondern auch die anderen Symptome, bei mir die psychischen Symptome (Folgen von Trauma in der Kindheit und Erwachsenalter). Nach unserem heutigen Gespräch ist mir auf ein Mal bewusst geworden, daß ich seit Langem (>1 Jahr?) keinerlei depressive Verstimmungen, Tiefs, selbstverletzende Verhaltensweisen oder Selbstmordgedanken hatte...und das obwohl ich seit 2 Jahren kein Antidepressivum mehr einnehme. Eine Folge der Konstitutionstherapie? Keine Ahnung, aber mir geht es trotz den entsetzlichen Schmerzen psychisch so gut wie nie zuvor...Diesmal werde ich am Ball bleiben!

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2014 16:40 von Sunflower.)
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Beitrag #8
RE: Homöopathie bei Borreliose
@Sarecha: es war mein 1.Beitrag hier im Forum:

http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...4#pid18824

Wenn mein HP es schafft, mich wieder zu diesem "Zustand 0" Symptome zu bringen, dann feiere ich was das Zeug hält!!! (aber ohne Alk.!)

Das ist komisch:ich habe seit Monaten quasi jeden Tag Schmerzen (mal leichter, mal unerträglich) und kann mich an diesen schmerzfreien Phasen nicht mehr so recht erinnern...als ob ich das geträumt hätte! Und dann denke an dieses und jenes Ereignis und denke, Mensch, an diesem Tag warst du schmerzfrei!

Die schmerzfreie Phase vor meinem 1.Beitrag muß über 4 Monate lang gewesen sein (oder länger), denn ich bin sicher, daß bereits zu Weihnachten schmerzfrei war. Auch im August 2013 in Urlaub war ich vollkommen schmerzfrei.

Ich habe heute übrigens komische Symptome: plötzliche Müdigkeit mit leichtem Schwindel und Konzentrationsschwäche ab Mittag, Gespräch um 17 Uhr mit HP verlief chaotisch, weil ich meine Worte nicht fand und stotterte...echt peinlich!

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Beitrag #9
RE: Homöopathie bei Borreliose
Da drücke ich dir auch ganz fest die Daumen, liebe Sunflower.
Durchhalten ist unsere Devise, zumal wir beide schon positives erlebt haben.

Sarecha
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Beitrag #10
RE: Homöopathie bei Borreliose
Ja, DURCHHALTEN ist die Devise!

Ich habe sowieso das Gefühl, daß es grundsätzlich nicht nur für die homöopathische Behandlung gilt, sondern für alle Therapiearten der chr.Bo...es dauert sehr lange, bis es besser wird, manchmal mehrere Jahre (wenn man Glück hat nur mehrere Monate). Ein langer Kampf...aber es lohnt sich!

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


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