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Hormonhaushalt - Depressionen - Haarausfall
#1

Hallo zusammen,
wie man vielleicht an ein paar Beiträgen von mir sehen kann bin ich nun leider auch schon seit über einem Jahr erkrankt. Ich weiß, im Vergleich zu vielen von euch ist das noch ein verhältnismäßig kurzer Zeitraum. Nach mehreren AB Therapien, jedemenger NEMs und allgemein gesundem Lebensstil habe ich zumindest einen Großteil der Symptome einigermaßen in den Griff bekommen können. Was mir zur Zeit noch am meisten zu schaffen macht sind nicht etwa die klassischen körperlichen Symptome wie Gelenkschmerzen, Lähmungen etc. sondern vielmehr Symptome welche wahrscheinlich auf einen völlig durcheinander geratenen Hormonspiegel zurückzuführen sind. Vor der Erkrankung war ich immer ein sehr optimistischer, gut gelaunter Mensch doch nach ca. einem halben Jahr Borreliose konnte ich kaum noch positive Emotionen empfinden. Es fühlt sich an als ob all meine Transmitterstoffe aufgebraucht wurden oder einfach nicht mehr produziert werden. Nachdem ich mich etwas mehr Informiert habe, habe ich herausgefunden dass eine Borreliose tatsächlich auf irgendeine Art und Weise Serotonin verbrauchen kann. Ist das richtig? Wie genau geschieht das? Mittlerweile kann ich depressive Personen in meinem Bekanntenkreis nachvollziehen da diese mir immer versucht haben zu erklären dass eine Depression nicht einfach ein anhaltendes Gefühl von Trauer ist sondern vielmehr ein Gefühl des nicht-fühlen-könnens. Allerdings ist meine psychische Einstellung weiterhin recht positiv, es fühlt sich wirklich eher so an wie ein physiologischer Effekt welcher mir einfach jene Stoffe raubt die mich glücklich machen. Ich nehme seit ca. 2 Monaten Johanniskraut aber dies zeigt kaum eine Wirkung. Ich versuche auch möglichst viel an die frische Luft zu gehen, Sonne zu tanken und mich gut zu ernähren. Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps die mir da helfen könnten? Habe gesehen dass man auch Serotonin direkt oder dessen Vorstufen als Präparat zum Einnehmen kaufen kann aber ich habe auch gelesen dass so etwas seit Einführung der Mao-Hemmer kaum noch genutzt wird.
Weitere anhaltende Probleme sind unter Anderem allgemeine Schwäche, starker Haarausfall, Gewichtsverlust (bei mir alles andere als ein positiver Nebeneffekt) und ich sehe einfach blass und krank aus. Ich weiß, solche äußerlichen Dinge sind sicherlich nicht so schwerwiegend zu beurteilen wie andere Krankheitssymptome aber sie belasten mich dennoch sehr und ich erwähne gerade diese Symptome weil sie meines Wissens nach ebenfalls alle durch einen gestörten Hormonspiegel hervorgerufen werden können. Vor ca. einem Monat hat mir eine Allgemeinmedizinerin Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin) verschrieben obwohl der Wert bei mir eigentlich noch im Normalbereich lag. Ich vermute daher dass ich wahrscheinlich nicht unter einer permanenten Schilddrüsenentzündung leide (glaube das nennt sich hier Hashimoto-Thyreoiditis, richtig?). Hat aber bisher auch nicht geholfen außer dass mein Gewichtsverlust noch stärker wurde. Habt ihr diesbezüglich noch irgendwelche Ideen was man da machen kann? Wenn ich unter dem Begriff "Hormonbehandlung" suche finde ich auch nichts anderes als Behandlungen mit Schilddrüsenhormonen und Mao-Hemmern.
Was speziell den Haarausfall angeht gibt es ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Aber da ich schon seit sehr langem Kalzium, Magnesium und Biotin zu mir nehme und mich basisch ernähre und Basenpulver zu mir nehme kann man ja schon mal einen Haar-Nährstoffmangel und eine Übersäuerung ausschließen, oder?
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Thanks given by:
#2

Ich würde an Deiner Stelle mal die Mineralien- und Vitaminversorgung untersuchen lassen.

Bei mir kam ein Mangel an B12 und Selen raus. Beides sehr wichtig für die Psyche - wie Du selbst teilweise ja schon festgestellt hast. Einen wirklich durchschlagenden Erfolg hat dann aber die zusätzliche Einnahme von 5 HTP gebracht. Das ist der Vorstoff von Serotonin. Ich finde, seitdem gehts wirklich bergauf. Ich laufe hier zwar noch nicht ständig lachend durch die Gegend, aber das wäre bei den ganzen Infekten, die ich im Moment habe, auch etwas merkwürdig. Die Tage sind seitdem auf jeden Fall deutlich heller!
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Thanks given by: Prinzessin13 , Jan
#3

Hallo Jan,

ich hatte damals durch Katzenkralle einen sehr angenehmen stimmungsaufhellenden Effekt. Und zwar gleich nach der ersten Kapsel. Wollte ich auch nicht glauben, aber als es dann so weiter ging war klar, dass es davon gewesen sein muss. Dafür sind die TOA´s verantwortlich. Bin dann mit so einem entspannten inneren Grinsen unterwegs gewesen. War letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit, kann ich mich noch genau erinnern. Und ehrlich, ich konnt´s gut gebrauchen. Auch das Eleuthero wirkt ja als MAO Hemmer und damit antidepressiv. Ich bin dadurch ordentlich wach und gut gelaunt geworden. Da gibt es hier schon Infos zu den Kräutern z. B. im Buhner Thread.

Du kannst dir das auch so vorstellen: die Produktion von Gute - Laune - Molekülen steht bei den Prioritäten deines Körpers nicht an erster Stelle. Da ist erst mal Krankheitsabwehr und Immunsystem wichtiger. Logisch, weil wenn du an einem Infekt stirbst, hast du von der guten Laune dabei auch nichts mehr :-). Deswegen ziehen (chronische) Krankheiten ja so die Stimmung runter.

Ich hab auch gute Erfahrungen mit Tryptophan (noch eine Stufe vor 5 HTP, nimmt sich inzwischen aber preislich nichts mehr, wie ich gesehen habe). Schläfst du denn schlecht? Wäre ja bei Serotoninmangel der Fall.

Bei Haarausfall fällt mir als erstes Zink ein. Aber ich finde, Christina hat recht, besser messen lassen. Alles andere ist nur herumgerate.

LG S.

“Happiness can be found, even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light.” Albus Dumbledore
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Thanks given by: Jan
#4

Vor allem sind manche Mineralien Gegenspieler. Es kann also sein, dass man mit einem "versehentlich" zu viel genommenen Mittel in einem anderen Bereich einen Mangel provoziert. Damit hat man nichts gewonnen.
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Thanks given by: Filenada , Jan
#5

Hallo Jan,

eine Borreliose kann definitiv solche Symptome und auch psychische Tiefs verursachen. Sie kann massiv in den Hormon- und Neurotransmitterhaushalt eingreifen sowie zu Nährstoff-Mängeln bei Vitaminen und Mineralien führen.

Einen Nährstoffmangel kannst Du definitiv nicht ausschließen. Haarausfall könnten noch viele andere Nährstoff-Mängel machen (Zink, Eisen, Vitamin B-Gruppe etc.), aber auch Hormonungleichgewichte.

Die Tipps mit Tryptophan und 5HTTP hast Du ja schon bekommen. Das könnte Dir erstmal helfen, wenn ein Serotonin-Mangel vorliegt. Der Haarausfall und Deine Schwäche deutet aber noch auf weitere oder andere Ursachen hin, denen nachgegangen werden sollte.

Was es bei Dir ist, lässt sich ohne Untersuchungen nur schwer sagen. Einige Tests bezahlen die Krankenkassen. Andere muss man leider privat zahlen.

Hast Du noch weitere spezifische Symptome?

Wie ist zum Beispiel Dein Schlaf? Träumst Du? (Fehlende Träume deuten z.B. auf die oft von Borre hervorgerufene Stoffwechselstörung HPU hin, was zu massivem Zink- und Vitamin B6-Mangel führt).
Ist Dein Eisenwert okay?
Ist der Gewichtsverlust nach Beginn des Schilddrüsenmedis aufgetreten? Könnte das Schilddrüsenmedikament möglicherweise auch den Haarausfall verursacht haben?

LG, Maia
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Thanks given by: Christina , Jan
#6

(20.08.2014, 19:22)Maia schrieb:  (Fehlende Träume deuten z.B. auf die oft von Borre hervorgerufene Stoffwechselstörung HPU hin, was zu massivem Zink- und Vitamin B6-Mangel führt).

Da schreibst Du etwas, einfach so in einem eingeschobenen Satz, über das ich seit Wochen nachdenke!!! Irgendwie hatte ich das Gefühl, als könnte Borreliose und HPU zusammen hängen... Kam aber nicht so recht weiter.
Gibt es dazu Untersuchungen???
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Thanks given by:
#7

Bei mir hat L-Thyrox, bei zu der Zeit noch nicht diagnostizierter Borreliose, jedenfalls einen noch nicht so dagewesenen Schub verursacht. Ich habe innerhalb von 3 Monaten, bei guter Ernährung, 10 Kilo abgenommen, habe furchtbare Schmerzen gehabt, Neben- und Stirnhöhlenentzündung bekommen und den Tinnitus, der da aufgekommen ist, bin ich leider immer noch nicht los.

LG Derges
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Thanks given by:
#8

@Christina: Ich bezweifle, dass es dazu Untersuchungen. Borre wird ja ohnehin kaum untersucht. Aber HPU wird durch starken Stress ausgelöst bzw. falls bereits vorhanden verstärkt. Und eine Borreliose-Infektion ist starker Dauerstress für den Körper. Insofern steht für mich ein Zusammenhang außer Frage.
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Thanks given by:
#9

kuckt auch hier:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=4728

Icon_winken3
hanni

OnLyme-Aktion.org
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Thanks given by: Filenada , Jan , Extremcouching
#10

@ Jan: Zusätzlich zu den von den anderen genannten Werten würde ich auch noch den Vitamin-D-Spiegel testen lassen.

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...

Gehört zu den OnLyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: Jan , Extremcouching


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