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Ich habe auf einer Seite im Internet gelesen, dass der ganze Bereich der Infektionskrankheiten erst seit 2003 in der Ärzteausbildung enthalten ist.
Wie kann man so ein umfangreiches und häufige vorkommendes Gebiet einfach außen vor lassen??? Spätestens seit Aids, Ebola, Tetanuss, der Pest sollte man doch hellhörig geworden sein und bemerkt haben, dass Infektionen sehr wohl einen dramatischen Verlauf nehmen können und man sie deshalb ernst nehmen und am besten durch intensive Forschung ausrotten sollte. Aber naja wahrscheinlich steckt hier auch die Lobby dahinter. Vielleicht haben viele Medikamentenfirmen Angst davor Pleite zu gehen, wenn herausgefunden wird, dass Ihr auf dem Markt gebrachtes Medikament eigentlich völlig sinnlos ist, weil man nun die Ursache kennt und diese behandeln will - nämlich irgendeine Infektion. Ich glaube, dass Infektionen für weitmehr wie wir wissen verantwortlich sind, in Bezug auf das Elend dieser Welt.
LG Iglu
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Das sind zwar alles Infektionskrankheiten, aber unterschiedlich zu behandeln. Aids und Ebola sind durch Viren entstanden, die können nur durch eine vorbeugende Impfung und nicht durch AB behandelt werden.
Bei Aids ist man zwar immer noch nicht viel weiter, aber immerhin ist die Überlebenschance deutlich höher als früher.
Und Lobby? Die meisten Antibiotika sind doch nicht mehr so teuer, in anderen Ländern sogar noch weniger als in Deutschland. Da verdient eigentlich die Pharma-Industrie nicht mehr so viel. Eigentlich sind es eher die Krankenkassen, die den Ärzten auf die Füße treten, wenn sie zu viel verschreiben. Die müssen dann hohe Regressforderungen zahlen.
Rosenfan
PS.: eigentlich sind die vermehrten Infektionskrankheiten erst durch den gestiegenen Flugverkehr in den Blickpunkt geraten.
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Bei uns war heute ein großer Artikel in der Zeitung zu resistenten Keimen.
Darin wird ausdrücklich die Meinung der Pharmaindustrie genannt, die keine Forschung zu neuen ABs mehr gemacht hat über mindestens 8 Jahre, weil es sich nicht lohnte.
Und jetzt stürzt man sich auf Ebola, da gehen Borreliose und resistente Keime wieder den Rücken runter.
Oolong
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Man hat lange Jahre gedacht durch die Antibiotika und Impfungen wären Infektionskrankheiten kein wichtiges Thema.
Sowohl die Ausbildung der Ärzte als auch die Forschung neuer Therapieansätze für Infektionskrankheiten hat darunter gelitten. Kann man hoffen, dass es dann bald Ärzte wieder gibt, für die Infektionen kein weißes Feld sind.
Nun hat man Angst, dass die Resistenzen bald untherapierbare bakterielle Infektionen in einen Stand von 1900 zurückwirft. Das dürfte auch ein Grund sein, dass die Langzeitantibiose so kritisch gesehen wird im Gegensatz zum verschwenderischen und unkritischen Einsatz von Cortison.
Liebe Grüße Urmel
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Ok Resistenzen ist ein Argument. Aber sollten sie dann nicht noch mehr daran interessiert sein, neue Antibiotika zu erfinden oder die alten zu verbessern?
Das war Punkt 1 und Punkt 2, kommen Resistenzen nicht erst dann zu Stande wenn man unzureichend therapiert, also wenn man aufhört mit der Therapie bevor man alle Erreger eliminiert hat? Deshalb soll man Antibiotika doch auch ganz aufbrauchen, auch obwohl es einem wieder besser geht. Das würde doch auch eher für eine Langzeitantibiose sprechen. Nungut wenn es den Antibiotika trotz Langzeitanwendung nicht gelingt die Erreger zu eliminieren könnte es sein, könnte es auch sein, dass die Erreger lernen, wie Sie den Antibiotika entgehen, also Resistenzen bilden. Es ist schwierig dort das Richtige zu machen. Vielleicht wäre es am besten viele verschiedene Antibiotika anzuwenden über einen längeren Zeitraum. Wie ich es hier auch schon oft gelesen habe, meist in der Rubrik "Erfolgsgeschichten".
Dieses würde auch dafür sprechen, dass man nach weiteren Antibiotikasorten suchen sollte.
Aber das alles können wir nicht beeinflussen, dass muss die Politik tun. LG