02.11.2012, 18:11
Hallo zusammen,
lese zwar schon laenger in diversen Lyme-Foren mit aber jetzt muss ich einfach mal posten und Euch um Eure Meinung zu meiner Situation bitten. Sorry fuer den langen Post, wollte euch nur so viel Infos wie moeglich geben.
Kurz meine gesundheitliche Situation... Im Fruehjahr/Sommer 2012 viel draussen gewesen und gewandert, u.a. auch in Gebieten mit Zeckenwarnschildern. In der Dusche mal eine Roetung am Bein bemerkt, aber gedacht, es handelt sich um einen normalen Mueckenstich. Dann vor ca. 4 Monaten Schmerzen im Knie, die sich auf andere Gelenke ausbreiteten (Ellbogen, Fussgelenke). Auch grippeaehnliches Muedigkeitsgefuehl, Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit. Meine Naseknorpel fingen an zu schmerzen, ich bekam Kopfschmerzen und einen "Druck" im Kopf hinter den Augen. Nase komisch verstopft, obwohl nicht erkaeltet.
Wurde auf Rheuma untersucht und es wurde nichts gefunden. Bekam Ibu. und danach einen anderen Entzuendungshemmer. Dann wurde alles richtig schlimm und ich bekam neurologische Symptome. Ich hatte Probleme, nachts richtig zu sehen, hatte Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten, laengere Texte zu lesen, manchmal ein Pochen im linken Ohr. Nachts schwitzte ich, bekam Panikattacken, Muskelzuckungen und ganz seltsame Traeume. Schlafen kann ich seitdem nur noch ganz schlecht. Waehrend der Attacken war es, als waere mein Gehirn im "Overdrive"-Modus. Tagsueber sehr starke Muedigkeit, muss mich zu allem aufraffen. Starke Stimmungsschwankungen. Leichte Balanceprobleme, stosse mich an Gegenstaenden.
Ich bin dann zu einem Lyme-Arzt, der Blut abnahm und an ein sehr zuverlaessiges Labor schickte. Er verschrieb anhand der klinischen Diagnose eine AB-Kombi mit 3 Medikamenten die ich gestaffelt begann, einzunehmen. Er war sich aber nicht sicher ob ich unter einer Borreliose leide (er wollte auf die Testergebnisse warten). Sehprobleme waren innerhalb von wenigen Tagen AB-Einnahme behoben, Kopfschmerzen besser aber gingen nie ganz weg. Bin dann in die Neurologie in einem bekannten Klinikum in Muenchen, um eine 2. Meinung einzuholen. In der Zwischenzeit kam WB-Test negativ zurueck. IgM 41 IND und IgG 31 IND, 39 IND, und 41 +. Im Klinikum meinten sie, dass ich sofort mit den ABs aufhoeren sollte, da die Kombination viel zu stark sei und ueberhaupt nichts fuer eine Borreliose spricht. Ich sagte Ihnen, dass vieles durch die ABs besser wurde und dass deswegen in neurologischen Tests wahrscheinlich nichts gefunden wird aber das wurde ignoriert. Ich solle die Schilddruese genauer untersuchen lassen, da die Antikoerper im Blutbild unregelmaessig seien.
Ich nehme jetzt zumindest das Mino noch fuer 4 Wochen fertig und habe seit 1 Woche auch das Schilddruesenhormon. Situation wurde aber nach Absetzen der anderen 2 ABs wieder schlimmer, Sehprobleme und Kopfschmerzen kamen zurueck, fast schon 2 Tage nach Absetzen. Vom Hormon-Ersatz merke ich keine Besserung.
Ich bin total ratlos. Mein Test war negativ aber es spricht alles dafuer, dass ich unter einer Borreliose leide, vor allem, dass es mir nach Absetzen der ABs wieder schlechter geht. Und wenn ich Berichte von Borreliose-Patienten online lese, fuehle ich mir sehr aus dem Herzen gesprochen, da es mir aehnlich geht. Mehr als bei anderen Krankheiten (CFS, MS, usw.). Ich verliere die Unterstuetzung meiner Familie, wenn ich an der Borreliose festhalte, weil die natuerlich den "guten Aerzten" des Klinikums glauben. Zudem sind in meiner Familie muetterlicherseits 2 Aerzte, die gemaess Schulmedizin natuerlich sagen, dass eine Borreliose mit den ABs sowieso ausgestanden sei und alles abgetoetet sei.
Habe nun sehr viel Angst, ich will auf keinen Fall zurueck zu den furchtbaren Naechten mit Panikattacken und den schlimmen neuro-Symptomen. Was denkt ihr? Haltet ihr eine Borreliose fuer moeglich trotz des negativen Test-Ergebnisses? Ich denke mir, das kann nicht alles allein von der Schilddruese kommen. Zudem schildern viele Lymies, dass sie wegen Lyme Schilddruesenprobleme haben. Andere Krankheiten wie MS, Epilepsie, Gehirntumor wurden durch EEG und CRT ausgeschlossen. Da wurde nichts unregelmaessiges festgestellt.
Habe nun noch einen Termin in 2 Wochen bei einem anderen Spezi um noch eine weitere Meinung einzuholen. Vllt. sollte ich dann auch noch mal testen lassen? Koennen Testergebnisse durch AB-Einnahme verfaelscht werden und sollte ich damit vorher aufhoeren? Und habt ihr einen Rat, wie man mit Familienmitgliedern umgehen kann? Mir glaubt niemand und alle sind auf seiten der Schulmedizin. Ich betone immer, dass viele Aerzte sich mit Lyme wohl nicht richtig auskennen aber das sei ja nicht moeglich in der heutigen Medizin/Wissenschaft. Ich sage meiner Mutter, an welchen Symptomen ich leide, aber selbst sie scheint bald auf Durchzug zu schalten.
Bin sehr verzweifelt... :-( Die ganze Situation ist wirklich angsteinfloessend. Ich arbeite schon seit 1 Monat nicht mehr. Werde ich ueberhaupt wieder "normal" ?
Danke fuers Lesen...
Markus
lese zwar schon laenger in diversen Lyme-Foren mit aber jetzt muss ich einfach mal posten und Euch um Eure Meinung zu meiner Situation bitten. Sorry fuer den langen Post, wollte euch nur so viel Infos wie moeglich geben.
Kurz meine gesundheitliche Situation... Im Fruehjahr/Sommer 2012 viel draussen gewesen und gewandert, u.a. auch in Gebieten mit Zeckenwarnschildern. In der Dusche mal eine Roetung am Bein bemerkt, aber gedacht, es handelt sich um einen normalen Mueckenstich. Dann vor ca. 4 Monaten Schmerzen im Knie, die sich auf andere Gelenke ausbreiteten (Ellbogen, Fussgelenke). Auch grippeaehnliches Muedigkeitsgefuehl, Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit. Meine Naseknorpel fingen an zu schmerzen, ich bekam Kopfschmerzen und einen "Druck" im Kopf hinter den Augen. Nase komisch verstopft, obwohl nicht erkaeltet.
Wurde auf Rheuma untersucht und es wurde nichts gefunden. Bekam Ibu. und danach einen anderen Entzuendungshemmer. Dann wurde alles richtig schlimm und ich bekam neurologische Symptome. Ich hatte Probleme, nachts richtig zu sehen, hatte Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten, laengere Texte zu lesen, manchmal ein Pochen im linken Ohr. Nachts schwitzte ich, bekam Panikattacken, Muskelzuckungen und ganz seltsame Traeume. Schlafen kann ich seitdem nur noch ganz schlecht. Waehrend der Attacken war es, als waere mein Gehirn im "Overdrive"-Modus. Tagsueber sehr starke Muedigkeit, muss mich zu allem aufraffen. Starke Stimmungsschwankungen. Leichte Balanceprobleme, stosse mich an Gegenstaenden.
Ich bin dann zu einem Lyme-Arzt, der Blut abnahm und an ein sehr zuverlaessiges Labor schickte. Er verschrieb anhand der klinischen Diagnose eine AB-Kombi mit 3 Medikamenten die ich gestaffelt begann, einzunehmen. Er war sich aber nicht sicher ob ich unter einer Borreliose leide (er wollte auf die Testergebnisse warten). Sehprobleme waren innerhalb von wenigen Tagen AB-Einnahme behoben, Kopfschmerzen besser aber gingen nie ganz weg. Bin dann in die Neurologie in einem bekannten Klinikum in Muenchen, um eine 2. Meinung einzuholen. In der Zwischenzeit kam WB-Test negativ zurueck. IgM 41 IND und IgG 31 IND, 39 IND, und 41 +. Im Klinikum meinten sie, dass ich sofort mit den ABs aufhoeren sollte, da die Kombination viel zu stark sei und ueberhaupt nichts fuer eine Borreliose spricht. Ich sagte Ihnen, dass vieles durch die ABs besser wurde und dass deswegen in neurologischen Tests wahrscheinlich nichts gefunden wird aber das wurde ignoriert. Ich solle die Schilddruese genauer untersuchen lassen, da die Antikoerper im Blutbild unregelmaessig seien.
Ich nehme jetzt zumindest das Mino noch fuer 4 Wochen fertig und habe seit 1 Woche auch das Schilddruesenhormon. Situation wurde aber nach Absetzen der anderen 2 ABs wieder schlimmer, Sehprobleme und Kopfschmerzen kamen zurueck, fast schon 2 Tage nach Absetzen. Vom Hormon-Ersatz merke ich keine Besserung.
Ich bin total ratlos. Mein Test war negativ aber es spricht alles dafuer, dass ich unter einer Borreliose leide, vor allem, dass es mir nach Absetzen der ABs wieder schlechter geht. Und wenn ich Berichte von Borreliose-Patienten online lese, fuehle ich mir sehr aus dem Herzen gesprochen, da es mir aehnlich geht. Mehr als bei anderen Krankheiten (CFS, MS, usw.). Ich verliere die Unterstuetzung meiner Familie, wenn ich an der Borreliose festhalte, weil die natuerlich den "guten Aerzten" des Klinikums glauben. Zudem sind in meiner Familie muetterlicherseits 2 Aerzte, die gemaess Schulmedizin natuerlich sagen, dass eine Borreliose mit den ABs sowieso ausgestanden sei und alles abgetoetet sei.
Habe nun sehr viel Angst, ich will auf keinen Fall zurueck zu den furchtbaren Naechten mit Panikattacken und den schlimmen neuro-Symptomen. Was denkt ihr? Haltet ihr eine Borreliose fuer moeglich trotz des negativen Test-Ergebnisses? Ich denke mir, das kann nicht alles allein von der Schilddruese kommen. Zudem schildern viele Lymies, dass sie wegen Lyme Schilddruesenprobleme haben. Andere Krankheiten wie MS, Epilepsie, Gehirntumor wurden durch EEG und CRT ausgeschlossen. Da wurde nichts unregelmaessiges festgestellt.
Habe nun noch einen Termin in 2 Wochen bei einem anderen Spezi um noch eine weitere Meinung einzuholen. Vllt. sollte ich dann auch noch mal testen lassen? Koennen Testergebnisse durch AB-Einnahme verfaelscht werden und sollte ich damit vorher aufhoeren? Und habt ihr einen Rat, wie man mit Familienmitgliedern umgehen kann? Mir glaubt niemand und alle sind auf seiten der Schulmedizin. Ich betone immer, dass viele Aerzte sich mit Lyme wohl nicht richtig auskennen aber das sei ja nicht moeglich in der heutigen Medizin/Wissenschaft. Ich sage meiner Mutter, an welchen Symptomen ich leide, aber selbst sie scheint bald auf Durchzug zu schalten.
Bin sehr verzweifelt... :-( Die ganze Situation ist wirklich angsteinfloessend. Ich arbeite schon seit 1 Monat nicht mehr. Werde ich ueberhaupt wieder "normal" ?
Danke fuers Lesen...
Markus