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Ich habe Freitag einen Termin beim Rheumatologen. Kann mir vielleicht jemand sagen, auf was man achten sollte bzw. worauf man drängen sollte?
Es geht um Ausschluss Vaskulitis, aber wenn man schon da ist...
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02.02.2016, 21:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.02.2016, 22:15 von
Heinzi.)
Bist du erstmals bei einem Internisten bzw. Rheumatologen? Als erste Laboruntersuchung wird oft ein ANA-, ANCA- und ENA-Screening und CCP-Ak gemacht. Wenn ein Wert positiv ist werden weitere Werte bestimmt. Mit dem Screening deckst du aber viele Autoimmunkrankheiten schon mal ab. Allerdings liegt die Sensitivität nicht bei 100 %. Dann werden oft noch Entzündungswerte wie CRP und RF und BSG sowie CK mitgemacht, aber die hast du ja wahrscheinlich schon. Wenn alles dies negativ ist, ist laut meinem Rheumatologen eine rheumatologische Krankheit - insb. eine Vaskulitis bei negativem CRP und BSG - unwahrscheinlich, kann aber glaube ich nie völlig ausgeschlossen werden. Es gibt auch ganz "gemeine", unbehandelt letale Krankheiten, die man eher schwer im Labor nachweisen kann z.B. Polyarteriitis nodosa (da gibt es dann [in meinen Augen etwas seltsame] Kriterienkataloge zur Diagnose).
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Rheuma ist ein weiter Begriff.
http://www.medizinfo.de/rheuma/krankheiten.htm
Also müsste man wissen, welche Symptome/Befunde vorhanden sind, die durch Rheuma verursacht sein könnten, damit man gezielt untersuchen kann. Ein guter Rheumatologe sollte anhand der Klinik entscheiden können, welche Untersuchungen sinnvoll sind. Sicherheitshalber würde ich die Frage nach weiteren möglichen rheumatischen Krankheiten aufgrund der klinischen Symptome stellen für den Fall, dass der Arzt aus irgendwelchen Gründen ausschliesslich auf die Diagnostik einer Vaskulitis fixiert ist.
LG, Regi
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03.02.2016, 08:29
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.02.2016, 08:35 von
Rosenfan.)
Sollte man bei Verdacht auf Vaskulitis nicht eher eine Doppler-Untersuchung machen lassen?
Gruß Rosenfan
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Angiologie
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Hallo Markus,
eine Vaskulitis festzustellen, die nicht auf einer Autoimmunerkrankung beruht, ist wohl noch schwieriger. Ich bin ja auch in meinem Fall immer noch der Meinung, nicht nur eine Small-Fiber-Neuropathie, sondern auch eine Vaskulitis zu haben. Einer meiner Spezis meinte, es würde bei den Muskelbiopsien, die ziemlich schmerzhaft sind, oftmals nichts bei herauskommen. Zudem ist das Biopsiematerial recht artefaktanfällig, guck mal hier:
http://www.ukaachen.de/fileadmin/files/i...opsien.pdf
Als weitere diagnostische Möglichkeit hatte eine Vaskulitisspezialistin (rechnet nur privat ab) aus Hamburg mir zu einer MRT der seinerzeit besonders schmerzhaften Oberschenkelmuskeln geraten. Dies habe ich aber nicht durchführen lassen, da mir dies mit Sicherheit kein Arzt auf Kasse verordnet hätte und ich die Untersuchung selbst eher für unspezifisch halte.
Liebe Grüße,
IrisBeate
Absence of proof is not proof of absence (William Cowper).