Hallo Bine,
konkret zum Thema Borre:
(26.02.2016, 00:12)Morbus Bahlsen schrieb: beim Schwerbehinderten Status hat es die zuständige Stelle mal so absolut gar nicht interessiert.
Da ist die Borre mal eben hinten runter gefallen
Genauso war es bei mir in der ersten Runde beim Antrag auf GdB, die Borre wurde nicht mit akzeptiert, obwohl ich einen eigenen Gerichtsbeschluss habe, der besagt, das meine zusammengezählten Krankheitszeiten (bei letztendlich vorzeitiger Aussteuerung durch eine 6-monatige Neurastenie) sehr wohl mit der zugrundeliegenden Spirochäteninfektion zusammenhängen / ausgelöst wurden. Und das die Borreliose sehr wohl viele immer wieder neue Krankheitssymptome hervorrufen kann, also immer wieder schubweise ect. auftreten kann.
Das hatte ich alles bei der GdB-Beantragung mitgeschickt und darauf verwiesen, das :
Zitat:Die Chronische persistierende Lyme-Borreliose, sowie das Erschöpfungssyndrom (CFS), sind in der GdS-Tabelle nicht enthalten. Bitte prüfen Sie die Einstufung entsprechend des in Teil B Punkt 1 "Allgemeine Hinweise zur GdS-Tabelle", Satz b genannten Grundsatzes in Analogie zu vergleichbaren Gesundheitsstörungen.
Da ist nix erfolgt! - Das zum Thema
Borre! - Natürlich habe ich schon Widerspruch eingelegt! Genauso sieht es mit der EM-Rente aus. Da läuft ein Klageverfahren in zweiter Instanz.
Ich habe jetzt ein GdB von 30% auf eine von Geburt an bestehende orthopädische Diagnose inkl. altersbedingte Verschlechterung, das Schlafapnoe-Syndrom und Fatique-Syndrom bewilligt bekommen.
Übrigends bin ich seit über 5 Jahren nun durchweg auf die Diagnose A69.8G und M06.99G arbeitsunfähig, denn meine Firma hat mich noch nicht gekündigt!!! Aber das interessiert mittlerweile auch keinem mehr!
Ich will hier keine Angst verbreiten - um Jottes Willen - aber es ist sehr schwer da Anerkennung zu bekommen und man braucht sehr viel Geduld. Hintergrund sind die veralteten medizinischen Leitlinien (nachdem die meisten Ärzte behandeln, beurteilen und begutachten), die ebend nur sinngemäß aussagen, das die Borreliose nach Behandlung mit AB ausgeheilt ist. Einen chronischen Verlauf gibt es nicht darin... Und solange in der Forschung nix passiert, es kaum Studien dazu gibt. Die Labortests nicht standartisiert und qualitativ sehr unterschiedlich sind, wird die Behandlung und Anerkennung der Borre immer wieder nach diesem Schema verlaufen.
LG FreeNine
PS. Übrigends hatte wir in unserem letzten SHG-Treffen eine Ärztin zu Gast, die das alles bestätigt hat und sie meinte sinngemäß in den letzten Jahren wird diese Anerkennung immer katastrophaler. Sie liest immer mehr Gutachten von Betroffenen, wo sich ihr die (in meinen Worten

) "Haare sträuben"

.... sie ganz einfach entsetzt ist ...