Borreliose Infektion?
#1

Hallo zusammen,

anbei mal meine Leidensgeschichte.

Im letzten Jahr habe ich noch an einem Waldrand gewohnt. Im Sommer hatte ich etliche Zeckenstiche. Es müssten so ca. 10 Stück gewesen sein. Alle konnten relativ problemlos gezogen werden. Eine Wanderröte habei ich allerdings nicht entdeckt.

Im Juli fingen meine Probleme an. Zu aller erst bekam ich eine Analtrombose und schlimme Rückenschmerzen. Die Rückenschmerzen habe ich bis heute. Chriropraktiker, Orthopäde und Osteopath brachten immer nur kurzzeitig eine Verbesserung. Es sind hauptsächlich immer wieder Probleme am linken ISG Gelenk.

Im Winter bekam ich dann immer dauerhaft kalte Hände und Füße. Sowas hatte ich noch nie. Die kalten Hände habe ich momentan sogar manchmal bei Wärme draussen. Ich muss nur von draussen wieder rein gehen und schon werden sie kalt.

Hinzukamen dann weitere Symptome:

- Schmerzen unter beiden Füßen. Besonders Fußgelenk aussen.
- Schmerzen am Fußballen
- diverse Hautausschläge, meist rote Pickel an Beinen.
- Probleme mit der Blase (Inkontinenz)
- Balanitis
- 2 Fußnägel die durch Fussball kaputt gingen wachsen nicht nach.
- Hände und Finger sind manchmal merkwürdig blau/rot gefärbt.
- In den letzten 2 Monaten hatte ich mehrfach Muskelkrämpfe in den Fingern (ziehe sich zusammen und bleiben 1-2 Minuten so).
- Juckreiz
- trockene Haut
- Gewichtsverlust
- Muskelschmerzen & Verspannungen
- Magenprobleme
- Reizdarm

Als ich vor 2 Monaten eine Bronchtitis hatte, verordnetet mir der Arzt 11 Tage Doxycilin. Nach dieser Zeit hatte ich 2 Wochen völlige Ruhe. Sämtliche Symptome waren weg...Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch.

Das machte mich stutzig. Meine Frau erinnerte mich an die Zeckenbisse im Vorjahr und deswegen habe ich mich dann etwas informiert. Heute habe ich einen Termin beim Hausarzt.

Passen die Symtome zu einer Borreliose?
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#2

Passt sehr gut!
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#3

... und gute Frau, hasste ....
;-)
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Thanks given by: Filenada
#4

(10.05.2016, 07:44)linus schrieb:  ... und gute Frau, hasste ....
;-)

also von mir aus, wäre ich nie auf das thema gekommen, da ich wie gesagt keine wanderröte hatte. ich weiß aber, dass ein nachbar auch eine borreliose hatte. so oft wie im letzten jahr wurde ich auch noch nie gestochen.

dennoch finde ich es merkwürdig, dass alles mit einer analtrombose und rückenschmerzen begann...
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#5

Was würde man ohne bessere Hälfte machen?

Ja, merkwürdig ist diese Krankheit, vor allem wenn man sie spät entdeckt.
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#6

(10.05.2016, 07:58)linus schrieb:  Was würde man ohne bessere Hälfte machen?

Ja, merkwürdig ist diese Krankheit, vor allem wenn man sie spät entdeckt.

bei mir wurde ja noch nichts entdeckt. wie gesagt gehe ich heute zum hausarzt. für mich ist die sache aber einigermaßen klar.
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#7

Hallo Simmelbert,

herzlich willkommen bei uns im Forum Icon_winken3

Bei Zeckenstichen kann man immer davon ausgehen, dass diese auch etwas übertragen können. Neben Borreliose gibt es zahlreiche andere Infektionen, die auch durch Zecken übertragen werden und in Frage kommen können. Dazu gehören Rickettsien, Ehrlichien, Babesien oder auch Bartonellen. Die zeitliche Nähe zu deinen Beschwerden mit Zeckenstichen, sowie das ansprechen auf Doxycyclin lässt auf eine bakterielle Infektion (vielleicht sogar mehrere) vermuten und da würde ich auch weiterschauen.

Doxycyclin wirkt sehr breitbandig gegen viele dieser Erreger.

Auch Chlamydien oder Yersinien können ähnliche Beschwerden verursachen - oft liegen auch Mischinfektionen vor, so dass man die Infektion nicht auf einen Erreger festlegen kann.

Falls du also weiter auf die Suche gehst, würde ich diese auf alle Fälle auch in die Überlegungen miteinbeziehen und es nicht rein auf Borrelien reduzieren.

Es gibt da zahlreiche Überlegungen dazu, die man auch im Forum finden kann. Insbesondere bei der Arztwahl würde ich da im Vorfeld schauen, wer bereit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Like a bird on the wire
Like a drunk in a midnight choir
I have tried in my way to be free (Leonard Cohen)
 
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Thanks given by: Regi , Filenada , Niki
#8

(10.05.2016, 08:20)urmel57 schrieb:  Hallo Simmelbert,

herzlich willkommen bei uns im Forum Icon_winken3

Bei Zeckenstichen kann man immer davon ausgehen, dass diese auch etwas übertragen können. Neben Borreliose gibt es zahlreiche andere Infektionen, die auch durch Zecken übertragen werden und in Frage kommen können. Dazu gehören Rickettsien, Ehrlichien, Babesien oder auch Bartonellen. Die zeitliche Nähe zu deinen Beschwerden mit Zeckenstichen, sowie das ansprechen auf Doxycyclin lässt auf eine bakterielle Infektion (vielleicht sogar mehrere) vermuten und da würde ich auch weiterschauen.

Doxycyclin wirkt sehr breitbandig gegen viele dieser Erreger.

Auch Chlamydien oder Yersinien können ähnliche Beschwerden verursachen - oft liegen auch Mischinfektionen vor, so dass man die Infektion nicht auf einen Erreger festlegen kann.

Falls du also weiter auf die Suche gehst, würde ich diese auf alle Fälle auch in die Überlegungen miteinbeziehen und es nicht rein auf Borrelien reduzieren.

Es gibt da zahlreiche Überlegungen dazu, die man auch im Forum finden kann. Insbesondere bei der Arztwahl würde ich da im Vorfeld schauen, wer bereit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Liebe Grüße Urmel

vielen dank für die rückmeldung. wie ich meinen arzt kenne (ist immer übervorsichtig) wird der mir heute gleich mal ein AB verschreiben.
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#9

hi,
dein arzt sollte aber VOR einer antibiose auf erreger testen, ganz wichtig !
gut möglich, daß man danach keine antikörper mehr findet und testergebnisse nicht mehr aussagekräftig sind.
also: morgen blut abnehmen lassen, erst dann AB einwerfen, falls überhaupt jetzt schon. besser wäre vielleicht, ihr würdet die ergebnisse erst abwarten. das dauert ja nur ein paar tage.
gruss
hanni

OnLyme-Aktion.org
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Thanks given by: urmel57 , fischera , Filenada
#10

Eine Antibiose erfolgte laut Angaben von Simmelbert schon vor zwei Monaten, worauf er ansprach, jedoch nicht nachhaltig. Also kann man diesen Aspekt getrost aussen vor lassen.

Ich denke mal, eine Fortsetzung der Therapie ohne gross Geld und Zeit für Tests zu verschwenden, macht durchaus Sinn, wenn bereits ein Ansprechen auf eine Therapie beobachtet werden konnte. Allerdings würde ich die Therapie mit Verdacht auf Borreliose nach den Empfehlungen der DBG und/oder ILADS durchführen wollen. Sie dosieren höher und länger, als geltende Lehrmeinung und Fachinformation der Medis empfehlen.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)

Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz
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Thanks given by: judy , Hydrangea , fischera , Hanna , Filenada


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