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Aspekte zu Vitamin D - Druckversion

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RE: Aspekte zu Vitamin D - Filenada - 29.06.2013

Zitat:Das mach ich im Winter auch

Ich esse Fisch mindestens zweimal pro Woche - egal ob Winter oder Sommer - und sauge jeden verfügbaren Sonnenstrahl auf. Und trotzdem hab ich Vitamin-D-Mangel. Scheint also noch was anderes hinter zu stecken... Icon_nixweiss


RE: Aspekte zu Vitamin D - Sunflower - 29.06.2013

(28.06.2013, 20:27)DanielaFe schrieb:  Vielen Dank für die Antworten! :-)
@Sunflower
"...nach neueren Erkenntnissen liegen optimale Werte über 75 nmol/l (oder 30 ng/ml)...." Mein Labor schreibt: ausreichend versorgt bei >75 nmol/l. Dann arbeiten die aber schon mit den neuen Grenzwerten.

LG
DAniela

Nach deinen Angaben:

Zitat:Referenz 25-140

leider nicht.Aber das Labor weist zumindest daraufhin, daß optimale Werte über 75 nmol/l liegen, was ja bei dem heutigen Kenntnisstand der Ärzte sehr wichtig ist.

Leider gibt es immer noch Ärzte, die erst bei einem 25-OH-VitD3 unter 50 nmol/l einen VitD Mangel diagnostizieren und VitD Präparate verschreiben.

Und leider auch welche, die bei einem nachgewiesenem VitD Mangel kein Präparat verschreiben (Fall einer Bekannten:"VitD Mangel im Winter ist normal"...stimmt, aber ob es langfristig gesund ist?Huh).


RE: Aspekte zu Vitamin D - Sunflower - 29.06.2013

(29.06.2013, 04:20)Hausel schrieb:  Komisch warum haben Eskimo keine V D Mangel ?

Weil sie traditionell Lebensmittel essen, die reich an VitD sind: fettreiche Fische (auch Leber) und Robbenleber.

Daher konnten sie trotz Sonnenmangel im hohen Norden überleben.

Auch die Skandinaviere essen traditionell viel fettreiche Fische.

Und durch den hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren, vor Allem der entzündungshemmenden EPA, sind/waren sie damit auch gegen inflammatorischen Zivilisationskrankheiten geschützt.


RE: Aspekte zu Vitamin D - Rosenfan - 29.06.2013

Zitat:Ich esse Fisch mindestens zweimal pro Woche

Es kommt auf den Fisch an - der magere Fisch hat nicht genügend Omega-3-Fettsäuren.

Und ob Fisch heutzutage wirklich noch gesund ist, kann auch bezweifelt werden. Die Meere sind schmutzig und außerdem kommen viele Fische aus Aquakulturen. Ökologische Folgen

Außerdem ist der Omega-3-Gehalt im Fisch gar nicht so hoch, verglichen mit den Ölen Omega-3-Fettsäuren

Und die Eskimos essen auch viel Walfleisch: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/voelker/inuit/wissensfrage_vitamine.jsp

Gruß - Rosenfan


RE: Aspekte zu Vitamin D - urmel57 - 29.06.2013

(29.06.2013, 09:38)Sunflower schrieb:  ...

Und durch den hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren, vor Allem der entzündungshemmenden EPA, sind/waren sie damit auch gegen inflammatorischen Zivilisationskrankheiten geschützt.

Was macht dich da so sicher?


RE: Aspekte zu Vitamin D - Sunflower - 29.06.2013

(28.06.2013, 22:33)huwe17 schrieb:  Dass die Häufigkeit von Autoimmuerkrankungen aber generell mit dem Breitengrad und somit mit UV-B Licht und Vitamin-D korrelieren ist zumindest für Lupus erythematodes wohl so nicht zutreffend.
(...)Der SLE ist eine seltene Erkrankung. In Europa leiden etwa 25-27 von 100.000 Menschen daran, in Asien (49/100.000) und Afrika (>200/100.000) sind es wesentlich mehr. Die Neuerkrankungsrate liegt bei 6-8 pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Neuerkrankungen sind im Frühjahr und Sommer besonders häufig.(...)
http://dgrh.de/?id=1675

In den Studien der von von mir zuvor zitierten Autoren ging es aber nicht um LEP, sondern eher um Multiple Sklerose, Diabetes Typ 1, Rheumatoid Arthtitis, usw.

Zitat:Hier noch ein Link der als Grund für Autoimmunerkrankungen den westlichen Lebensstil ausmacht. Ich muss aber gestehen, dass ich diesbezüglich auf die Schnelle keine weiteren bestätigenden Links gefunden habe.
(...)In Ländern mit einem „westlichen Lebensstil“ nehmen die Autoimmerkrankungen explosionsartig zu. Überall dort, wo Menschen sich von ihrer traditionellen Lebensweise abwenden und einer westlich orientierten zuwenden, wird dieses Phänomen beobachtet – in Grönland, wo es mittlerweile auch Fastfood-Restaurants gibt, genauso wie in Großstädten in Zentralafrika, wo es als cool gilt, wie die „erfolgreiche“ weiße Rasse zu leben.(...)
http://www.schilddruesen-erkrankung.de/hashimoto-thyreoiditis/

Das glaube ich auch gerne Huwe.Insbesondere der Anteil an entzündungsfördernden Omega 6 Fettsäuren hat in der westlichen Ernährung seit den 50 er Jahren explosionsartig zugenommen, während der Anteil an entzündungshemmenden Omega 3 Fettsäuren (insbesondere EPA) drastisch gesunken ist.Den Grund dafür erklärt Dr.David Servan-Schreiber in seinem Buch über Krebs (auf Französisch): die Tierfütterung, die durch den hohen Anteil an Mais und Getreiden zu einer Erhöhung des Anteils an Omega 6 Fettsäuren im Tierfett (Fleisch, Milch, Butter, Eier) und einer Senkung des Anteils an Omega 3 Fettsäuren geführt hat.Dazu die vermehrte Produktion und Verzehr von raffinierten Pflanzenölen mit einem hohen Anteil an Trans-Fettsäuren, ebenfalls entzündungsfördernd, der hohe Pestizidgehalt in Lebensmittel...das alles kann in der Tat die Zunahme von Zivilisationskrankheiten erklären.

Und die Menschen in den industrialisierten Ländern verbringen immer weniger Zeit draußen, nicht mal im Sommer können sie VitD ausreichend über die Haut bilden und somit bleiben für viele die VitD Speicher das ganze Jahr über niedrig.

Die Entwicklung von inflammatorischen Zivilisationskrankheiten und Autoimmunerkrankungen ist somit sehr wahrscheinlich das Ergebnis mehrerer synergetisch wirkenden Ursachen: Ernährung, Lebensstil, VitD Mangel, usw.

Ich ernähre mich übrigens seit meinem 20en Lebensjahr ziemlich gesund: hoher Anteil an biologisch erzeugten Obst und Gemüse (Fleisch nur ab und zu), Fischölksapsel mit hohem EPA Anteil seit ca. 10 Jahren (seit der 1.Schwangerschaft- im Moment ca. 500-1000 mg EPA/Tag), keine industriell hergestellte Pflanzenöle (nur kaltgepresste, Bio-Öle, vor Allem Olivenöl und zum Braten Bio-Bratöl), keine frittierte Lebensmittel (Pommes Frites), keine Fertiggerichte (ich koche nur frische oder tiefgekühlte unverarbeitete Lebensmittel), wenig/kein Zucker (ersetzt durch Agavensirup, Ahornsirup und Xylit-> mit Xylit mache ich Kuchen, Desserts, Eis selber, hat einen niedrigen glykämischen Index und ist gut für die Zähne), keine Weißmehlprodukte (nur Vollkorngetreide zur Herstellung von Brot, Pfannkuchen, Nudel, usw.)...ja, und trotzdem bin ich an einer Autoimmunerkrankung und einer chronischen Infektion erkrankt. Für mich ist VitD das Hormon, was zur Gesunderhaltung meines Immunsystems gefehlt hat.Das fehlende Puzzleteil sozusagen.

Aber ich bin davon überzeugt, daß nicht nur der chronische VitD Mangel eine Rolle bei mir gespielt hat, sondern auch andere Faktoren, insbesondere Stress und meine Amalgamplomben (in der Kindheit gelegt), die offensichtlich weiterhin Quecksilber und co. ausdünsten (metallischer Geschmack im Mund nach Kauen von Kaugummi), weshalb die letzten bald entfernt werden (unter 3-fach-Schutz).

Man kann also nicht pauschal die Schuld für einen Faktor geben, wahrscheinlich spielen viele Faktoren für die Entstehung von Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen gleivchzeitig eine Rolle, bzw. ihre Wirkung potenziert sich gegenseitig.

In Bezug auf die womöglich vorbeugende Rolle von VitD bei Autoimmunerkrankungen zitiere ich gerne diese Studie an Kindern, die den Nutzen von VitD in ausreichender Dosierung (!) zur Diabetesprophylaxe belegt hat:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11705562

-> Die Gabe von 2000 I.E. VitD3 pro Tag an Kindern von Geburt an reduzierte ihr Risiko an Diabetes Typ 1 zu erkranken um 88%.

Zum Vergleich: hierzulande bekommen Kinder im 1.Lebensjahr 500 I.E. VitD3.


RE: Aspekte zu Vitamin D - Sunflower - 29.06.2013

(29.06.2013, 10:03)urmel57 schrieb:  
(29.06.2013, 09:38)Sunflower schrieb:  ...

Und durch den hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren, vor Allem der entzündungshemmenden EPA, sind/waren sie damit auch gegen inflammatorischen Zivilisationskrankheiten geschützt.

Was macht dich da so sicher?

Sicher bin ich mir nicht, aber der Zusammenhang ist wahrscheinlich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren

Zitat:Entzündliche Erkrankungen mit Autoimmunkomponente

Bei entzündlichen Erkrankungsbildern mit Autoimmunkomponente, wie rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma oder primärer sklerosierender Cholangitis sprechen Wirkmechanismen, wie die Verminderung entzündungsfördernder Mediatoren, für einen therapeutischen Effekt. Erste Interventionstudien hatten positive Ergebnisse, aber eine abschließende Bewertung steht noch aus, da noch weitere Interventionsstudien durchgeführt werden müssen.[64]



RE: Aspekte zu Vitamin D - Sunflower - 29.06.2013

(29.06.2013, 09:56)Rosenfan schrieb:  
Zitat:Ich esse Fisch mindestens zweimal pro Woche

Es kommt auf den Fisch an - der magere Fisch hat nicht genügend Omega-3-Fettsäuren.

Stimmt.Nur fettreiche Fische (Heringe, Sardinen, Lachs) enthalten nennenswerte Menge an EPA und DHA.

Zitat:Und ob Fisch heutzutage wirklich noch gesund ist, kann auch bezweifelt werden. Die Meere sind schmutzig und außerdem kommen viele Fische aus Aquakulturen. Ökologische Folgen

Stimmt leider auch.Darum ist gereinigtes Fischöl die bessere Wahl.

Zitat:Außerdem ist der Omega-3-Gehalt im Fisch gar nicht so hoch, verglichen mit den Ölen Omega-3-Fettsäuren

Stimmt leider nicht.Der Gehalt an EPA und DHA in Pflanzenölen wie Rapsöl ist gleich Null, dagegen im Fischöl relativ hoch.Aus ALA (Omega 3 Fettsäure in Pflanzenölen wie Rapsöl und Walnussöl) wird leider im Körper nur wenig EPA und DHA hersgestellt.Zudem eine Umwandlungsstörung vorliegen kann.


RE: Aspekte zu Vitamin D - Rosenfan - 29.06.2013

Ich weiß nicht, ob dieser Aspekt bei der Diskussion schon berücksichtigt wurde:

Vitamin-D- Mangel durch Sonnenschutzmittel

Rosenfan


RE: Aspekte zu Vitamin D - urmel57 - 29.06.2013

Es ist leider auch immer die Frage der Evidenz und der Stringenz, die einen schnell auch auf Irrwege führen kann, vor allem, wenn man nur ein oder zwei Aspekte betrachtet.

Letztendlich passiert bei der Vitamin D -Bewertung und auch hier in der Diskussion nichts anderes,als dass sich auf Durchschnittswerte, Laborwerte, hunderte Studien und Gegenstudien gestützt wird und ich habe den Eindruck alles dreht sich damit ohne wesentlichen Erkenntnisgewinn oder Nutzen für die persönliche Zukunft im Kreise. Sad

Mich würde vielmehr interessieren: Wie geht es euch persönlich, wenn ihr Vitamin D subsituiert oder auch nicht. Warum lassen sich die Werte nicht anheben, auch bei entsprechender Einnahme, Besonnung oder Ernährung und sind nicht sogar eher die Grunderkrankungen und Umwandlungsstörungen, Rezeptorenstörungen dafür verantwortlich für einiges im Krankheitsgeschehen? Durch Borrelien, andere Erreger, genetische Voraussetzungen etc.

Einige schildern das hier immer wieder und vor allem, wäre doch wichtig, wie kann man damit umgehen, wenn man schon erkrankt ist - was nutzt oder was schadet eher?

Viele Grüße vom Urmel