(29.04.2016, 14:27)stiena1@gmx.de schrieb: Bin durcheinander da keiner weis wie was sinnvoll wäre.. ist sowas noch normal.. ist dieses Thema so schlecht geschult oder erforscht?
Geht mir genauso. Es ist unglaublich wie allein du mit dieser Krankheit gelassen wirst.
Das Problem ist, dass auf der einen Seite Menschen mit Beschwerden sind, die sich mit der aktuellen Labordiagnostik und dem "Fachwissen" nicht erklären lassen. Auf der anderen Ärzte, die ohne Hilfsmittel "Labor" einfach hilflos sind.
Dann spielt natürlich auch die aktuelle Gesundheitshysterie eine Rolle. D.h. für Ärzte klingen die Beschwerden die die Borreliose verursacht nach, nicht weiter schlimmen wehwechen, die keine Behandlung bedürfen und sie verorten diese in eine Hineinsteigerung in die Symptome durch psychische Probleme. Es gibt aber auch tatsächlich so gut wie keine messbaren Symptome. Du musst schon "Glück" haben, wenn du Lähmungen hast,m Hauterscheinungen oder messbare Herzprobleme - die dann aber auch nicht unbedingt zur Diagnose Borreliose führen, da diese eine "leicht zu heilende relativ harmlose Infektion" ist - zumindest für viele Mediziner.
Das die Beschwerden für die Betroffenen oft fundamental sind und sich lebensbedrohend zumindest anfühlen können - aber auch durchaus lebensbedrohliche Symptome zeigen, bei mir z.b. Vorhofflimmern und Blutdruckentgleisungen - lächeln sie weg. Ich habe in Mainz/Wiesbaden keinen Arzt gefunden, der die Beschwerden wirklich behandeln wollte und ich war im Laufe der Jahre, wo es mir schlechter und schlechter ging, bei vielen Ärzten.
Erst als ich bei einem Arzt war, der auf mein Nachfragen sagte, dass er selbst erkrankt war, habe ich eine Behandlung bekommen, die dann letztlich relativ trivial ist und vergleichbar mit der von Syphillis oder Tuberkolose.
Also wenn du wirklich Hilfe bei einem Arzt bekommst wäre das Glück oder Zufall.
Bei einem erfahrenen Neurologen bekommst du i.d.R. nur eine Behandlung, wenn dein Liquor aufällig ist, d.h. du musst eine Lumbalpunktion machen.
Im Zweifelsfall würde ich aber, da deine Infektion vermutlich noch nicht so lange zurückliegt, erst einmal eine Therpaphie mit Tabletten probieren - dabei ist die Dosis relativ wichtig also z.b. mind. 2x200mg Doxycyclin oder 2x100mg Minocyclin - wenn sich dann eine Besserung zeigt, weißt du zumindest das du auf dem richtigen Weg bist. Ein Borreliose Spezi kann dir dann eine weitergehende Theraphie empfehlen, da die mit nur einem AB nicht unbedingt heilt.