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25.05.2016, 13:19
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.05.2016, 10:18 von
TomTom.)
Obwohl bei mir nach Krankheitsbeginn Ende 2009 und weiterem Verlauf, vier Monate später, aufgrund der vorliegenden neuralgischen Schmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Herz-, Haut- und Augenprobleme seitens der früheren Hausarztpraxis ein Verdacht auf Lyme-Borreliose bestand und neben anderen Blutuntersuchungen ein ELISA-Test getätigt wurde, der ohne positiven Befund war , wurde ich in die stationäre Neurologie eingewiesen, mit dem Vermerk: Abklärung unklarer Neuropathie.
Den Verdacht auf Lyme-Borreliose seitens der früheren Hausarztpraxis konnte ich erst im September 2012, nach Anforderung meiner Krankenunterlagen, dem Diagnosejournal entnehmen. Des Weiteren war im Diagnosejournal zu erblicken, dass schon in der Zeit von Dezember 2009 bis zur Einweisung in die Neurologie im April 2010 das Damoklesschwert einer Somatisierung über mich hernieder gegangen war.
Seitens der Neurologie wurde neben vielen anderen Untersuchungen auch ein Westernblot getätigt, mit einem positiven Ergebnis im IgG. Allerdings wurde dieser nicht weiter beachtet, auch wahrscheinlich aufgrund des negativen Liquorbefundes.
Somit wurde ich u.a. nur aufgrund einer hohen neuralgischen Schmerzsymptomatik mit einer Diagnose "undifferenzierte Somatisierungsstörung" psychiatrisiert. Psychische Erkrankungen im eigentlichen Sinne waren Fehlanzeige, aber der Psychiater findet für alles eine Erklärung, notfalls auch ohne irgendwelche wissenschaftliche Studien,
siehe zum Beispiel vor vielen Jahren bei Homosexualität, vor einigen Jahren noch bei Morbus Crohn und beim Helicobacter ...
Angeblich hatte ich keine Krankheitseinsicht im Hinblick einer psychosomatischen Erkrankung, da ich beharrlich auf einer körperlichen Ursache bestand. "Wenn ich davon nicht abrücke, kann mir nicht geholfen werden", so Worte eines Psychiaters ...
Die Krankheit nahm ihren Lauf, wie im Filmbeitrag deutlich zu ersehen, bis ich Anfang 2011 in einen überwiegend bettlägrigen Zustand geriet, meiner beruflichen Arbeit nicht mehr nachkommen konnte und mein Gewerbe im Nebenerwerb gezwungenermaßen aufgegeben werden mußte.
Ausgesteuert nach 78 Wochen Krankengeldbezug (6 Wochen Lohnfortzahlung und 72 Wochen Krankengeld) mußte ich notgedrungen,
mit 52 Jahren einen Rentenantrag stellen.
Da mir von der Agentur für Arbeit die Nahtlosigkeitsregelung gem. § 125 SGB III (lt. Gutachten nach Aktenlage) verwehrt wurde, war ich gezwungen, mich freiwillig und auf meine Kosten weiter krankenversichern. Monate später wurde mir ALG 1 gem. § 136 SGB III zugesprochen, aber nur unter der Bedingung, dass ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe - und dies obwohl ich noch eine Arbeitsstelle innehatte. Nur die Beschäftigung war aufgrund der Erkrankkung nicht möglich!
Im November 2011 war es dann so weit: Die Diagnose Verdacht auf Radikulitis auf dem Boden einer Spätborreliose mit anschließender langzeitiger Kombinationstherapie und Stärkung des Immunssystems brachte mir kontinuierlich wieder etwas mehr Lebensqualität zurück.
Meine Existenz ist dafür zeitlebens am A ...!
Nach drei Jahren ohne Einkünfte - da ich durch Besitz nicht oder noch nicht Hartz IV berechtigt war, geschweige dann Anrecht auf Grundsicherung - gewährte die Rentenversicherung im Mai 2014 rückwirkend eine zeitlich befristete Erwerbsminderungsrente ...
Wie die Ratte aus ihrem Loch, kam sogleich die Agentur für Arbeit und forderte von dem Nachzahlungsbetrag der Rentenversicherung das doch noch erhaltene ALG 1, in dem rückwirkend die Gewährung des ALG 1 gem. § 136 SGB III in die Nahtlosigkeitsregelung gem. § 125 SGB III umgewandelt wurde, um somit den Anspruch auf eine Rückerstattung der Leistungen zu erhalten.
Eine Klage vor dem Sozialgericht gegen die Agentur für Arbeit wegen des Anspruchs auf Rückforderung mußte zurückgezogen werden, da ich keine Chance hatte, denn nach Sicht des Richters liegt eine Doppelleistung vor. Nach seiner Aussage habe ich eine Leistung erhalten, - wie, wann und unter welchen Bedingungen diese gewährt wurde, interessiert laut Aussage nicht und war damit nicht Gegenstand der Verhandlung. So einfach ist das!
Ich erlebte in diesen Jahren ein Trauma ...
Obwohl es mir heute durch die langwierige Kombinations-Antibiotikatherapie
gesundheitlich wieder gesundheitlich besser geht, aber auch ich, wie im Filmbeitrag auch geschildert, nicht mehr so bin wie früher, wird in meinem Klageverfahren wegen Behandlungsfehler (unzutreffende Psychiatriserung) und Fehldiagnose (Verkennung der Borreliose) in einem Sachverständigengutachten die Borreliose und ebenso eine Neuroborreliose wiederum ausgeschlossen.
Obwohl mir nachweislich Antibiotika geholfen hat, wird auf fehlenden wissenschaftlichen Studien herumgeritten und versucht, den Richtungsstreit unter Ärzten sogar außer zu lassen, obwohl dort der Hase begraben liegt ...
Wo sind die Studien der Psychiater über eine Somatisierungsstörung zu finden oder denken wir nur an den Zyka-Virus. Da liegen bis heute noch keine Studien vor, und trotzdem wird davon ausgegangen, das dieser Virus über Geschlechtsverkehr übertragen wird ...
"Wer heilt, tut recht"
Theophrastus Bombast von Hohenheim (Paracelsus): 1494 - 1541
Das Wissen und Wirken des Paracelsus gilt als überaus umfassend. Seine Heilungserfolge waren legendär, trugen ihm aber auch erbitterte Gegnerschaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein, zusätzlich verschärft durch die oft beißende Kritik seitens des Paracelsus an der vorherrschenden Lehrmeinung der Humoralpathologie nach Galen und der bloßen Bücherweisheit damaliger medizinischer Gelehrter. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen und theologischen Inhalts, die größtenteils erst nach seinem Tod gedruckt wurden.
Bis heute habe ich von niemanden,
ob Hausarzt, Neurologe und Psychiater der Klinik, Krankenversicherung, Agentur für Arbeit, Rentenversicherung
irgendeine Entschuldigung erhalten !
Mit dem Schaden und dem Trauma muss ich, wie viele andere Betroffene und deren Familien, alleine klar kommen!
UNSER STAAT HAT ANSCHEINEND VIELE SEINER BÜRGER VERGESSEN !
ICH WEISS, DASS MEINE STORY KEIN EINZELFALL IST ...
WIE LANGE SOLL DIESE EPIDEMIE NOCH VERSCHWIEGEN WERDEN ???
WIE LANGE SOLLEN WIR EINE SOLCHE DIFFAMIERUNG NOCH ERDULDEN ???