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Erfahrungen
#11

Ich glaube, eine Chance, die Untermieter wieder ganz los zu werden, gibt es nur in der Frühphase. Später geht es darum, dass man sie so in Schach hält, dass man möglichst gut mit ihnen leben kann.

@Ina: Was mich interessieren würde, ist, wie Dein Arzt, der ja offenbar auch erkrankt ist, das macht?

(24.07.2014, 21:59)Ina32 schrieb:  Und dann sagt mir einer, dass ich mit den Borrelien auch so leben kann, ohne sie abzutöten :S :S :S Das die alternativen Methoden einiges kosten hat er auch erwähnt :O Er meinte so um die 100 - 200 Euro im Monat müsste man schon rechnen.

Hat er Dir eine Therapie vorgeschlagen oder Tipps gegeben?
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#12

(25.07.2014, 11:37)Maia schrieb:  Hat er Dir eine Therapie vorgeschlagen oder Tipps gegeben?


Nein, leider war da die Zeit schon um und jemand anderes hat bereits im Wartezimmer gewartet. Auf die Frage was er genau nimmt, hab ich nur ein : " wir werdens jetzt mal mit den AB´s probieren und dann sehen wir weiter" bekommen.

Vlg Ina
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#13

Hi liebe Ina,

tut mir Leid für diese verspätete Antwort...Blush

(24.07.2014, 21:59)Ina32 schrieb:  Die Meinungen und Therapien sind so individuell und unterschiedlich.

Eben. Das ist extrem verwirrend für den Patienten. Manche Spezis behandeln rein antibiotisch, andere mit AB kombiniert mit Pflanzen/Nems, usw., manche geben AB kontinuierlich, mehrere Monate oder sogar Jahre am Stück, andere behandeln nur gepulst (mein Spezi gibt AB 12 Tage, dann folgt 18 Tage Pause), manche behandeln nur ein paar Wochen (4-6), dann lassen sie den Patienten 6-8 Wochen ohne Behandlung, um einen LTT machen zu können und behandeln nur wieder, wenn der LTT wieder positiv ist (nicht, wenn der LTT negativ ist, auch wenn der Patient noch Symptome hat), die einen verweigern eine Antibiose bei negativer Serologie, die anderen behandeln nur beim positiven LTT, andere stützen sich auf kinesiologische Teste (Muskeltests), um Bo und Co-Infektionen zu diagnostizieren...es gibt wahrscheinlich genauso so viele Diagnose-und Behandlungsmöglichkeiten wie es Spezis gibt (oder fast)!Confused

Und das "Tolle" ist für uns Patienten, das man weder vor der Terminvereinbarung weiß, wie ein Spezi diagnostiziert und behandelt und noch welche Erfolge er mit den Protokollen hat...denn dazu gibt es keinerlei wissenschaftliche Daten und die meisten Spezis schweigen beim Nachfragen...wenn man weiß, dass manche Spezis 130-200 € in der Stunde verlangen, ist das ein teures "blindes" Experiment...im Grunde sind alle Patienten teure Versuchskaninchen...

Zitat:Der Wahnsinn beginnt schon mal da, das ich vor kurzem in ein anderes Bundesland fahren musste um wirklich mit einer richtigen Spezialistin reden zu können. Die sich der Sache annimmt, Co Infektionen testet usw.

Ja, so ist es, weil es zu wenige Bo-Spezialisten gibt. Die meisten Patienten müssen mehrere Stunden Autofahrt in Kauf nehmen, um ihren Spezi zu besuchen. Mit Benzin-, Beratungs- und Therapiekosten kommt eine gewaltige finanzielle Belastung auf den meisten Patienten zu, vor Allem den gesetzlich versicherten Patienten. Für viele Patienten sind diese Kosten nicht tragbar.

Zitat:Ich frage mich immer wieder was alles verkehrt läuft auf dieser Welt

In Sache Borreliose ALLES: die Ausbildung und Fortbildung der Ärzte (ich kenne Ärzte, die nicht ein Mal wissen, dass die AKs gegen Borrelia erst 3-6 Wochen nach einem Zeckenstich gebildet werden, die nicht wissen, dass ein Teil der Patienten kein EM-Wanderröte-bekommen, die von Co-Infektion noch nie gehört haben, geschweige denn von Zysten und Biofilmen), die Zahl der Borreliose-Spezialisten (in der Mehrzahl Privatärzte und somit für viele gesetzlich versicherte Patienten nicht bezahlbar), die Abwesenheit von Informationen des Publikums, die mangelnde Forschung über das chronische Stadium, die wenig sensiblen Tests (insbesondere Serologie), usw...

Zitat:Bei meiner Tante ist das nun schon länger her. Sie hatte inzwischen schon dutzende Beschwerden wie Gelenksentzündungen usw. Ihr Arzt meinte, ihr Körper müsse mit den Borrelien alleine fertig werden.

Ob er es aber auch kann? Offensichtlich nicht! Confused

Zitat:Hab schon mehrfach versucht mit ihr über das Thema zu reden. Ohne Erfolg. Aber gut jedem das seine.

Der Onkel meines Mannes ist auch schwer an Borreliose erkrankt (chronische Muskel-und Gelenkschmerzen, seit Kurzem Lyme-Karditis mit schwerer Herzinsuffisienz), vertraut aber weiterhin blind seiner Hausärztin, die ihn jahrzehntelang rein symptomatisch (Schmerzmittel, Schlafmittel) behandelt hat.
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Zitat:@Rosenfan: Die 400 mg Doxy musste ich auch nehmen. Hatte soooo starke NW - vom kribbeln weg bis hin zu Missempfindungen und aus dem kribbeln wurden nach paar Tagen eine Art wie Elektrostöße. Könnte das eine sogenannte Herx Reaktion gewesen sein, od doch eher NW von den Nerven?

Sehr wahrscheinlich eine Herx.

Zitat:@sunflower: Das mit dem Reden im Bekannten und Verwandtenbereich kenn ich nur zu gut. Die Krankheit wird so runter gespielt von den anderen.

Ich rede so gut wie nicht mehr über diese Krankheit, außer mit meiner besten Freundin und meiner Mutter. Alles Andere hat keinen Sinn und bedeutet für mich verlorene Zeit. Allerdings sage ich ganz offen, dass ich chronische Schmerzen wegen einer chronischen Borreliose habe, wenn die Leute mich fragen, wie es mir geht.

Zitat:Darf ich fragen um welche Schmerzen es sich bei dir handelt?

Kopf-und Gelenke, vor Allem Fußgelenke und Fußsohlen. Zum Glück keine Nervenschmerzen, wobei ich immer wieder an verschiedenen Körperstellen diese messerartigen, extrem starke Schmerzen habe (oder wie Elektrostöße), die nur ein paar Sekunden dauern.

Zitat:Das man mit Borrelien leben kann od. muss ist mir klar, leider kann man es sich nicht aussuchen, aber eben das man sich dazu entscheidet keine AB zu nehmen und so zu schauen mit Nahrungsergänzungsmittel über die Runden zu kommen. Das hätt ich mir zb. vor 1-2 Monaten nicht vorstellen können. Damals hatte ich AKUTE Muskel und Gelenksschmerzen. Nichts hat mehr geholfen.... Und dann sagt mir einer, dass ich mit den Borrelien auch so leben kann, ohne sie abzutöten Das die alternativen Methoden einiges kosten hat er auch erwähnt Er meinte so um die 100 - 200 Euro im Monat müsste man schon rechnen.

Wie vorher geschrieben, gibt es durchaus Patienten, die nach einer antibiotischen Therapie oder einer naturheilkundlichen Therapie (oder eine kombinierte Therapie) wieder beschwerdefrei geworden sind (siehe Erfolgsforum!) und welche, deren Beschwerden deutlich geringer geworden sind.

Ich kann dir allerdings nicht sagen, welche Therapie am Erfolgsversprechenden ist, dazu fehlen auch verlässliche wissenschaftliche Daten. Deswegen ist jede Therapie der chronischen Borreliose ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

Ich denke aber, dass man die Hoffnung nicht aufgeben soll, dass man für sich einen Weg findet, um die Krankheit zu besiegen oder zumindest die Beschwerden zu lindern.

Ich persönlich informiere mich seit Jahren über therapeutische Möglichkeiten (Antibiosen, Pflanzen, Entgiftung, Nitrostress, Entgiftung, Entzündungshemmung) und bin der Meinung, dass dieses Wissen angesichts der großen wissenschaftlichen Lücke über erfolgreiche Therapiemöglichkeiten von großem Wert ist...jede Information über Wirkungsweise der schulmedizinischen und pflanzlichen Antibiotika, über Faktoren, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome wie mögliche Co-Infektionen, Nitrostress, mögliche Belastung mit Schwermetallen und Xenobiotika, Entzündungen und Mittel, um diese Belastungsfaktoren zu reduzieren (wie Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe, Entgiftung mit Chelatoren, Chlorella, Schwitzen, FIR Sauna usw.) ist für mich wie ein Puzzleteil, der mir hilft, meine Gesundheit Stück für Stück wieder zu erlangen. Und dieses Wissen habe ich mir Stück für Stück dank Vorträge und Bücher von Spezis (z.B. Dr. Hopf-Seidel, aber auch Dr.Horowitz, Dr.Berghoff, Dr.Klemann, Dr.Mutter, usw.), wissenschaftlichen Studien (PubMed) angeeignet. Ohne Internet, viel Zeit und für mich zum Glück weitgehend intakten kognitiven Fähigkeiten wäre das alles eigentlich nicht möglich und ich wäre auf der Hilfe meiner ignoranten Kassenärzte angewiesen, sprich auf die Einnahme von schulmedizinischen Medikamenten, die nur die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen, sprich in meinem Fall Infektionen, Nitrostress, Schwermetallbelastung und chronischen Entzündungen unbehandelt lassen würden.
Wie diese Behandlung nach einige Jahren aussieht, hat der Onkel meine Mannes vor Kurzem erfahren...Schmerzen weg, aber Herz schwer angegriffen...NEIN DANKE!!!!Angry


Diese Eigenverantwortung für meine Gesundheit (sich selbst an seriösen Quellen erkundigen, über einen Teil meiner Therapie selbst bestimmen, z.B. gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nach gezielten, sinnvollen Blut-und Urinuntersuchungen, Entgiftung der Schwermetalle durch Chelatore, Chlorella, FIR Sauna, Bekämpfung des Nitrostresses durch hochwertige Antioxidantien) will ich auf keinen Fall an Kassenärzten und sogar Borrelioseärzten abgeben, weil ich mit den Jahren zu der Überzeugung gelangt bin, dass die meisten Ärzte nicht über das nötige Wissen verfügen, um Patienten ganzheitlich und daher ursächlich zu behandeln. Mein aktueller Spezis hat mich z.B. nicht über Schwermetallbelastung und Nitrostress informiert, hat also wahrscheinlich keine Ahnung davon, ebenso wenig von pflanzlicher Immunmodulation. Er verschreibt mir nur AB. Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass die langfristige Bekämpfung des Nitrostresses, die Entgiftung der Schwermetalle, der chronischen Entzündungen genauso wichtig für meine Gesundheit sind wie die Bekämpfung der Bakterien.

Falls du Englisch lesen kannst, kann ich dir das Buch von Dr.Horowitz-der Kapitel dem wichtigen Thema Entgiftung und vor Allem Schwermetallentgiftung gewidmet hat- nur an´s Herz legen...denn Horowitz behandelt nicht nur eine Infektion (Borreliose) mit Antibiotika, sondern auch die Co-Infektionen, Parasitose, Candidose, aber auch die Entzündungen, den Nitrostress, die Schwermetallbelastungen, die mögliche Lebensmittelallergien, usw. Er betrachtet die chronische Borreliose wie eine multifaktorielle Multisystemerkrankung (mehrere Organe betreffend) und behandelt sie daher ganzheitlich. Für mich persönlich ein wegweisender Behandlungsansatz, der hoffentlich Schule machen wird.Icon_winken3

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Thanks given by: leonie tomate , Filenada


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