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Kollagenose durch Borreliose - das ist der Grund
#21

Hallo Tolu,

war gerade zufällig wieder im Forum und habe deinen Beitrag gelesen... Weißt du konkret um welche Kollagenose es sich handelt? Komplementassoziiert sind ja leider einige davon - wie z. B. Systemischer Lupus, Sharp-Syndrom u. ä. und meist ist man auch gerade in einem Schub, wenn aktiv Komplement vom Körper verbraucht wird. Hat der Rheumatologe denn eine Behandlung für dich vorgeschlagen? Ich weiß schon, ist oft bissi gegenteilig natürlich von der Borreliosebehandlung, weil dort ja an der Unterdrückung vom Immunsystem gearbeitet wird und ist immer die Frage natürlich, inwieweit die Borreliose schon ausgeheilt ist... ...und inwieweit man dafür offen ist...

Bei Kollagenosen ist gerade richtig viel im Umbruch bei Behandlungsoptionen, aber noch sehr früh und in der Studienphase - z. B. CAR-T-Zelltherapie.
 
https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesund...g-100.html

Man kann sich diesbzgl. für eine Studienteilnahme bewerben. Ich hatte auch daran gedacht, aber es ist natürlich eine Risikoabwägung und wird auch nur bei sehr schweren Fällen im Moment durchgeführt...

LG
Susanne
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Thanks given by: Valtuille , Sabine , Tolu
#22

Noch als Ergänzung, weil das schon sehr schlimm ist, was du schreibst...

Ich wollte dich nur klein wenig motivieren, auch die Kollagenose bei der Ursachensuche + möglichen Behandlung deiner Beschwerden nicht ganz außer Acht zu lassen. Ich habe letztens in der Klinik auch jemanden mit sehr schwerer Kollagenose kennengelernt und die kann schon sehr extreme Beschwerden auch machen und auch deinen sehr ähnlich... - bzw. weiß ich es auch von mir selber, dass die Beschwerden sehr unberechenbar sein können und man da an seine Grenzen kommen kann...
Bei mir ist die Borreliose glücklicherweise ja nach langer Zeit ausgeheilt, aber die Symptome zur Kollagenose sind überlappend und waren manchmal schwer abgrenzbar...

Alles Gute und LG
Susanne
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Thanks given by: Valtuille , urmel57 , Filenada , hanni , Sabine , Tolu
#23

Hallo Susanne_05,
lieben Dank für deine Nachrichten! Habe erst heute wieder hier reingeschaut. Ist alles sehr schwierig/kompliziert und manchmal hab ich wenig Kraft, um nach " Lösungen" zu suchen. Außerdem macht das AA gerade eine Überprüfung durch die Amtsärztin, ob ich arbeitsfähig bin, was mich zusätzlich belastet. Schaffe kaum meine täglichen normalen Abläufe zu Hause. Trotz der 6 Wochen Azi gings mir wieder schlechter und ich habe jetzt nochmal etwas genommen. Beim Rheumatologen habe ich erst Ende Juli einen Termin bekommen, hoffentlich schaffe ich es dahin. Die ANAs waren noch nicht dolle erhöht vor einem Jahr, hoffe es ist jetzt nicht schlimmer geworden. Die Probleme beim Laufen mehr als 500m am Stück sind nicht besser, aber da es Sommer und wärmer ist, kann ich wenigstens draußen sitzen. Ich nehme 10g Kollagenhydrolysat vom Weiderind tgl. und Mangan und Vit. C und Zink. Meine Orthopädin meinte, wenn jemand etwas wüsste, wie man Kollagen ( besonders im Alter) regenieren könnte, wäre das nobelpreisverdächtig. Na ja, dann hoffe ich mal, dass es nicht oder nur sehr langsam " schlimmer" wird. Ganz lieben Dank nochmals für alle Hinweise und links hier!
Liebe Grüße, tolu
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Thanks given by: urmel57 , Susanne_05
#24

@Tolu: Hab dir eine PN geschrieben...
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Thanks given by: Tolu
#25

(21.05.2026, 20:46)Tolu schrieb:  Ich nehme 10g Kollagenhydrolysat vom Weiderind tgl. und Mangan und Vit. C und Zink. Meine Orthopädin meinte, ...

Eine glycinreiche Ernährung, welche zudem viele begleitende synergistische Mikro/Makronährstoffe enthält, rundet das Ganze effektiv ab, und ist langfristig auch günstiger als das eher hochpreisige Weidetierkollagen. Dadurch verbessert sich gleichzeitig die Schlafqualität, was bekanntlich wichtig für nächtliche Regeneration ist. 

Wenn genügend Glycin zur Verfügung steht, kann im Stoffwechsel auch mehr Glutathion (GSH) bereitgestellt werden, welches bei chron. Entzündungs- und Infektionsgeschehen stärker verbraucht wird, auf Kosten des Glycinspeichers im Körper, wo es dann i.B. für den Kollagenaufbau fehlt... Messen kann man GSH auch.

So sollte bei der Einnahme von NAC zur indirekten Steigerung des GSH in Blut und Zellen der damit assoziierte erhöhte zelluläre Glycin-Verbrauch berücksichtigt werden. Für den Einstieg kann auch eine Kur mit GlyNAC (als frei zugelassenes Kombipräparat) genutzt werden, was eine pos. Breitenwirkung im Körper erzeugt:

- Supplementing Glycine and N-Acetylcysteine (GlyNAC) in Older Adults Improves Glutathione Deficiency, Oxidative Stress, Mitochondrial Dysfunction, Inflammation, Physical Function, and Aging Hallmarks: A Randomized Clinical Trial (J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2023 Jan 26.)

- GlyNAC Supplementation Improves Glutathione Deficiency, Oxidative Stress, Mitochondrial Dysfunction, Inflammation, Aging Hallmarks, Metabolic Defects, Muscle Strength, Cognitive Decline, and Body Composition: Implications for Healthy Aging (Review, J Nutr. 2021 Dec 3.)

- Glycine and N-acetylcysteine (GlyNAC) supplementation in older adults improves glutathione deficiency, oxidative stress, mitochondrial dysfunction, inflammation, insulin resistance, endothelial dysfunction, genotoxicity, muscle strength, and cognition: Results of a pilot clinical trial (Clin Transl Med. 2021 Mar.)
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#26

Hallo Krudan, herzlichen Dank für deine Informationen! Ja, nehme ich schon alles und zwar schon seit 5 Jahren und recht viel... Hilft bestimmt auch viel, mein Glutationwert 2024 war gut. Glycin ist auch bei HPU wichtig. Allerdings ist es wohl kontraproduktiv bei so ner Schmerzüberempfindlichkeit. War mal ein youtube Video mit Kurt Müller und Frau Ehrhorn, hab aber leider vergessen, wie es hieß. VG tolu
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#27

(11.10.2026, 18:03)Tolu schrieb:  Hallo Krudan, herzlichen Dank für deine Informationen! Ja, nehme ich schon alles und zwar schon seit 5 Jahren und recht viel... Hilft bestimmt auch viel, mein Glutationwert 2024 war gut. Glycin ist auch bei HPU wichtig. Allerdings ist es wohl kontraproduktiv bei so ner Schmerzüberempfindlichkeit. War mal ein youtube Video mit Kurt Müller und Frau Ehrhorn, hab aber leider vergessen, wie es hieß. VG tolu

Das kann man ja individuell abwägen, ob man die Aufnahme von Glycin nur über eine bewusste funktionelle synergistische Ernährung oder noch als zusätzliches NEM verträgt und ggf. die Dosierung erhöht oder nach unten korrigiert...

Zu Frau Ehrhorn: https://imginn.com/reel/DasQDsQz2CR/ (Juli 2026)

Der Kontext ist hier ein massiv entzündetes, übererregtes System bei chronisch überreiztem TRPV1-Rezeptor. Sinngemäß sagt sie:

  • NMDA-Rezeptor & Glutamat (Das Gaspedal): Ein überreizter TRPV1-Rezeptor feuert Calcium in die Zelle, was den NMDA-Rezeptor (den zentralen Erregungsrezeptor im Gehirn) permanent öffnet. Glutamat wirkt dann wie ein blockiertes Gaspedal.
  • Die Glycin-Falle: Obwohl Glycin eigentlich beruhigen soll (über den GABA-Rezeptor), kann es als Coagonist neben Glutamat bei einem massiv entzündeten, übererregten System paradoxerweise den NMDA-Rezeptor mitaktivieren und die Erregung kurzfristig sogar verschlimmern.
  • Der therapeutische Ansatz: Frau Ehrhorn empfiehlt in solchen Fällen spezifische natürliche Blocker für dieses überstimulierte System – allen voran Magnesiumtaurat (als natürlichen NMDA-Blocker bzw. Antagonist) sowie gezielte Mikronährstoffe, um das Nervensystem schrittweise herunterzufahren.

Macht auch Sinn, nur eben bringt eine glycinreiche funktionelle Ernährung auch diverse entzündungshemmende Mikro/Makronährstoffe inkl. Magnesium & Taurin sowie Zink & Se synergistisch im Gesamtpaket mit. Anders als GlyNAC oder isoliertes Glycin allein. Und die Kollagenhydrolysate sind hier kurend durch ihre Komplexität in der Proteinstruktur dann auch verträglicher, weil sie im Stoffwechsel langsamer zerlegt und in die Zellen aufgenommen werden.

Im Zweifel aber natürlich immer die fachmed. Beratung suchen und langfristig effektiv vorbeugend antientzündlich ernähren.
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Thanks given by: Tolu


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