Hallo Stahlkocher,
das macht mich sehr traurig, was du schreibst.
Wenn du doch gemerkt hast, dass dir AB hilft, hast du denn keine Möglichkeit, es nochmal damit zu versuchen?
Besser als dein Cocktail aus Opioiden, AD und Muskelrelaxantien ist das doch allemal - ich meine effektiver und nebenwirkungsärmer.
Auch Antibiotika kann man doch phasenweise zur Verbesserung der Lebensqualität und bei so heftigen Schmerzzuständen nehmen, wenn sie helfen.
Auch wenn man nicht mehr auf eine Heilung hoffen kann nach jahrelanger Krankheit , geht es doch auch bei uns darum, mit Schmerzen und sonstigen Beeinträchtigen leben zu können.
Und ich finde übrigens, dass uns eine ganze Portion Traurigkeit zusteht und völlig normal ist. Wir sind ja immerhin krank und müssen mit Schmerzen, Einschränkungen, auch Verlust der Arbeitsplatzes, Verlust von soz. Kontakten/ Freunden usw. zurechtkommen.
An dieser Stelle umarm ich dich mal aus der Ferne
Ich stelle mir die Kombi aus großen körperlichen Problemen und einer Art Depression sehr schwierig vor. Gerade weil die Power fehlt, sich ev. noch nötige Diagnostik und hilfreiche Therapien zu erkämpfen.
Ebenso, weil es sicherlich schwierig ist, auch in andere Richtungen zu denken bezüglich der Ursachen der Depression. Wie hier in diesem Thread schon mehrfach beschrieben, bekommt man auch meiner Meinung nach bei uns einfach viel zu schnell die Diagnose "Depression" oder "psychosomatisch" samt passenden Antidepressiva. Das ist dann so ein Etikett und man schaut nicht weiter nach den Ursachen der Traurigkeit und der ev. weiteren bekannten Symptome.
Vielleicht fehlt Licht, vielleicht Melatonin, vielleicht gibt es infetktionstypische organische Erklärungen für die Depression. Irgendwie finde ich es auch völlig nachvollziehbar, das unsereins auch mal psychisch am Ende ist. Jeder darf heute ein Burnout haben, ohne diskriminiert zu werden, oft auch ohne gleich mit AD vollgestopft zu werden. Wenn wir jahrelang krank unseren Mann stehen, ist es nicht umso mehr nachvollziehbar, dass wir auch ein "Burnout" bekommen?
Das sind meine Gedanken, die du und dieser ganze Thread losgetreten haben
Ich weiß natürlich zu wenig über dich, deine Situation und ob deine jetzige Therapie gut begründet und für dich okay ist. Irgendwie ist es auch immer blöd, wenn jeder mit irgendwelchen schlauen Tipps kommt, wo man doch selbst schon so viel versucht hat und eigentlich meint, es gerade richtig zu machen.
Ich wünsche dir einfach, dass du da wieder raus kommst und für dich wieder bessere Zeiten kommen.
Nach der Nacht kommt der Tag.
Es kommen wieder bessere Zeiten

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Diese Erfahrung haben viele hier gemacht.