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Frage an die Profis betreffend einem Symptom
#21

(11.09.2017, 14:10)StefanMeier schrieb:  Es kann nicht sein das mir ein Labor vor 9 Tagen igm und 2 Banden positiv nachweist und heute bescheinigt mir ein anderes Labor alles sei negativ.

Sorry, aber das ist nicht möglich.

Willkommen in der Realität. Oben hatte ich die dazu mehr geschrieben.

In der Labormedizin gibt es keine absolute Standardisierung. Das hat was mit Wettbewerb und freiem Markt zu tun. Ein wenig Anhaltspunkte gibt es bei der Fragestellung, ob das erste Labor akkreditiert ist und regelmäßig an Ringversuchen teilnimmt.

Man darf nicht vergessen, für die Borreliosetests gibt es auch einen großen Markt. Auch für die Option auf positive Tests gibt es eine gute Nachfrage, die man dann bedienen kann.... Da gibt es auch Konkurrenz.

Die Tests sind eben nicht identisch und da gibt es Abweichungen in bestimmter Grössenordnung. Höhere Spezifität zieht dann oft weniger Sensitivität der Tests nach sich. Beides zieht abweichende Ergebnisse nach sich.

Von daher macht es keinen Sinn, sich nur auf Testergebnisse zu stützen. Es gehört immer weiterführende Ausschlussdiagnostik und die komplette Krankheitsgeschichte dazu.

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Thanks given by: Zotti , Waldgeist , Filenada
#22

(11.09.2017, 14:10)StefanMeier schrieb:  Sorry, aber das ist nicht möglich.

doch. das ist die Realität! Wenn du aber jemanden sagst, dass Borreliose in erster Linie eine klinische Diagnose sein muss, die bestenfalls durch Tests gestützt wird, hält er dich bekloppt. Die Wahrheit: der, der dich für bekloppt hält, ist bekloppt.

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Alle meine Aussagen sind persönliche Meinungen und ersetzen keinen Arztbesuch!


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#23

Guten Tag Stefan,

da du nur einen Körper hast, ist (kann) es (theoretisch) wirklich nicht möglich (sein).

Wurde ja auch von dir, mit deinem gleichen Blut getestet.

Da kann man evtl. sehen, dass es unterschiedliche Testkits gibt.

Trotzdem müssten Sie das gleiche Testergebnis liefern, meiner Meinung nach.

KANN DEINE EMPÖRUNG UND DEIN UNVERSTÄNDNIS DA VERSTEHEN .

Die Ausführungen von urmel find ich gut.

Für mich nachvollziehbar (chron. Infektion mit erhöhtem IgG Wert und/oder
einfach Nachweis eines Borrelienkontakts)

Grusss

Sabena
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#24

Man kann ein und dasselbe Blut in verschiedene Labors schicken und bekommt unterschiedliche Ergebnisse. Dazu gibt es Studien.
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#25

Hallo Stefan, ich denke auch, du solltest dich nicht wegen den Blutwerten verrückt machen. Ich hatte auch nur einmal einen IGG, dann nur noch IGM erhöht. Das hat nichts zu sagen. Umso mehr Meinungen du bekommst,umso verrückter machst du dich. Such dir einen guten Arzt ,der sich mit Borreliose auskennt, dem du vertraust, und hör auf dein Bauchgefühl. Durchstehen muss man es im Endeffekt doch immer allein.LG, Waldfee
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#26

Hallo,

vielleicht darf man da wirklich nicht zuviel nachdenken.
Ist halt so.

Von den Studien habe ich auch gelesen, Markus.
Ist scheinbar Tatsache und Realität.

mh

Ein einheitlicher Borreliosetest muss her, der validiert ist und gut
und allgemeingültig. (und möglichst alle Banden abdeckt) - spez. und unspezifische
So wie eine allg. gültige DIN Norm in etwa.

Sabena
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#27

Also ich finde das Beispiel absolut krass. Im Ernst. Das kann nicht sein in Deutschland. Die Medizin ist ja soweit fortgeschritten und dann erhalte ich in 9 Tagen bei zwei verschiedenen Labors zwei völlig verschiedene Ergebnisse! Nein! Das ist nicht akzeptabel.

Je mehr ich darüber nachdenke umso verrückter wir das ganze. Ich weiß ja nicht mal ob ich Borreliose habe. Vielleicht stammen meine ganzen Symptome auch woanders her. Laut ersten Labor könnte es B. frisch sein. Also ging ich in die Richtung und forschte nach. Jetzt nehme ich Antibiotika. Laut zweiten Labor habe ich nichts. Hätte ich beim zweiten Labor als erstes getestet hätte ich in diese Borreliose Richtung gar nichts gemacht. Das ist verrückt Leute. Das ist schlichtweg verrückt!!!!!!!
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Thanks given by: Waldgeist
#28

(11.09.2017, 16:01)Sabena schrieb:  Hallo,


Ein einheitlicher Borreliosetest muss her, der validiert ist und gut
und allgemeingültig. (und möglichst alle Banden abdeckt) - spez. und unspezifische
So wie eine allg. gültige DIN Norm in etwa.

Sabena

Es gibt durchaus diese DIN-Normen. MIQ12 heißt die dann. Nur halten sich nicht alle Labore dran. DIN-Norm heißt dann eben aber auch, dass es Abweichungen bis zu einem bestimmten Prozentsatz gibt. Wenn man dann dabei ist, hat man Pech gehabt. Dazu kommt das Problem auch der Probenaufarbeitung, auch da kann es zu Fehlern kommen.

Das ist tatsächlich ein Riesenproblem, das mit den Tests, denn diese führen dann in beide Richtungen zu Fehldiagnosen - überdiagnostiziert oder unterdiagnostiziert - sprich falsch diagnostiziert.

Da man nicht weiß, welcher Test gemacht wurde, lohnt es sich vielleicht in den Laboren nachzufragen, ob diese Normen eingehalten werden. Das wird dann eben durch die von mir bereits erwähnten Ringversuche, die das Nationale Referenzzentrum für Borrelien durchführt überprüft.

Letztlich ist daher die Differentialdiagnostik aus diesem Grund auch von besonderer Bedeutung. Wenn man auf Grund des Tests bei nicht wirklich typischen Symptomen von Lyme-Borreliose behandelt, sind es immer nur Therapieversuche, das sollte man auch wissen.

Ob du aktive Borreliose hast oder nicht, kann man an Hand dieses Tests nicht sicher festmachen, das ist in der Tat mehr als unbefriedigend und bemängeln wir als Patientenorganisation schon seit langem.

Das ist bei anderen Infektionskrankheiten nicht anders, zum Teil ist es da sogar noch schlimmer. Infektionskrankheiten, die nicht gleich tödlich sind oder von Mensch zu Mensch ansteckend, wurden lange Jahre in der Forschung vernachlässigt, genauso wie die Antibiotikaforschung.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

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Thanks given by: Waldgeist , Sabena
#29

Guten Abend,

dass eine Einheitlichkeit gefordert wird, hab ich schon mal gelesen.
Von dieser MIQ12 - Norm für Labore habe ich allerdings noch nie gehört.
Lohnt sich aber auf alle Fälle vor einem Test nachzufragen, vielleicht
direkt beim Labor.
(Es gibt ja diese Borrelioseleitlinien vom Verband in schriftl. Form)

Hat nicht auch Frau Dr. Seidel schon eine grössere Übereinstimmung
der einzelnen Tests gefordert, bzw. falsch-positive, falsch-negative
Ergebnisse der Labore bemängelt.
Gut, Fehler passieren überall.
Weiss von mir, dass ich zuanfangs direkt bei Labore nachgefragt habe
und auch telephonisch durchgestellt wurde und mich auch nur auf
bekannt gute Labors verlassen habe.
War ja auch nicht so leicht, beim LTT auf eigene Rechnung.
Da musste das Blut innerhalt 24h dort im Labor ankommen.
Da war mir das Labor in XXXX immer sehr hilfsbereit bei Nachfragen.

Danke, dass ich hier von meinen Erfahrungen schreiben darf.

Man merkt ja durch die vielen Rückmeldungen hier, wie wichtig eine
genaue Untersuchung für eine exakte Diagnose ist.
Und diese Diagnose ist wieder wichtig für das passende Medikament in
der richtigen Dosierung.

Ich las mal, dass an einer Impfung für Borreliose geforscht wurde, dies aber
vor Einführung auf dem Markt (USA zuerst glaub ich) wegen dubiosen Rechtstreitigkeiten
zurückgezogen wurde.
Im Nachhinein erwiesen sich die Klagen als unbegründet.
Hat man dann nie weitergeforscht, bzw. nie mehr gross davon berichtet ?!
Dies hörte sich für mich unglaublich an.

Soviel heute von mir
Sabena

Edit: Bitte achte darauf, dass Du zu Einrichtungen und Ärzten aller Art keinen eindeutigen Bezug gibst, wenn Du über Deine Erfahrungen dort berichtest. Dieses sind Namen, aber auch einschlägige Abkürzungen oder Ortsangaben.
Gruß Moderator
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Thanks given by: urmel57
#30

Hallo Sabena,

in USA sind die Erreger auch von anderen Stämmen als in Europa, von daher war eh die Frage, ob er hier anwendbar gewesen wäre.

Es wird immer noch an einem Impfstoff geforscht. Wir haben hier dazu auch schon einiges im Forum. In letzter Zeit ist es allerdings etwas still darum geworden.

https://www.forum.onlyme-aktion.org/show...p?tid=7517

Der Mechanismus der Anwendung finden soll, ist dazu auch sehr abenteuerlich.... Man darf gespannt sein.

Letztlich findet in Europa, vor allem was die Behandlung angeht, nur sehr wenig Forschung statt. Dazu kommen auch alle Spätfolgen der Borreliose, da man die Krankheitsentstehung in den späten Phasen nicht ausreichend kennt. Zu einer Reihe Fragen gibt es daher gar keine wissenschaftlich sauberen Antworten.... Wir müssen also weiterwurschteln, denn auf solche Antworten wird man noch lange warten müssen.


Liebe Grüße Urmel

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Thanks given by: Zotti , Sabena , johanna cochius


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