Inzwischen wurde ein vorläufiges Abstract zu der Studie von Fallon (siehe erster Beitrag) veröffentlicht, welches hier zu finden ist:
https://www.frontiersin.org/journals/med...4/abstract
Ich gehe davon aus, dass die Publikation bald erflolgen wird.
Ein nicht ganz unerwartetes Ergebnis, zumal man berücksichtigen muss, dass völlig unklar ist, ob die Verbesserungen der Beschwerden auf eine antibiotische Wirkung zurückzuführen ist. Angesicht dessen, dass geringe Dosierungen teils wirksamer zu sein scheinen, ist es plausibler, dass es sich um einen anderen Wirkmechnismus (entzündungshemmend, dopaminsteigernd, immumodulierend?) handelt.
Eine Zusammenfassung der bisherigen Laborstudien zu Disulfiram (und weiteren AB) finden sich im übrigen hier: https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid191463
Angesichts der bisherigen Ergebnisse, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage dafür, Disulfiram als Mittel der Wahl und erste Therapieoption zu wählen (unabhängig davon, dass es in Deutschland nicht erhältlich ist), was einige Ärzte aber wohl so praktizieren.
https://www.frontiersin.org/journals/med...4/abstract
Ich gehe davon aus, dass die Publikation bald erflolgen wird.
Zitat:Abstract:
In-vitro-Studien berichten, dass Disulfiram Borrelia burgdorferi wirksam abtötet. Fallserien deuten darauf hin, dass Disulfiram dazu beitragen kann, die Symptome von Patienten zu lindern, die trotz vorheriger Antibiotikabehandlung gegen Borreliose anhaltende Beschwerden haben. In dieser Pilotstudie wurden Sicherheit, Verträglichkeit und Anzeichen für ein klinisches Ansprechen untersucht.
Material und Methoden.
Teilnehmer mit einer Vorgeschichte von zuvor behandelter Lyme-Borreliose und anhaltender Müdigkeit wurden nach dem Zufallsprinzip und doppelblind entweder der Gruppe A (Disulfiram für 4 Wochen und Placebo für 4 Wochen) oder der Gruppe B (Disulfiram für 8 Wochen) zugeteilt. Der primäre Endpunkt der Studie wurde nach 10 Wochen und eine Nachuntersuchung nach 14 Wochen durchgeführt. Das primäre Ziel war die Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit. Ein klinisches Ziel bestand darin, die Anzeichen einer klinischen Verbesserung anhand gut validierter Messwerte zu bewerten, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Müdigkeit und der Lebensqualität lag. Ziel war die Aufnahme von 24 Teilnehmern in die Studie.
Ergebnisse.
940 Personen wurden gescreent, 11 wurden eingeschrieben und 9 nahmen an der Studie teil. Die Dosierung begann niedrig und wurde je nach Ansprechen und Verträglichkeit bis zu einer Höchstdosis von 500 mg täglich erhöht.
Sicherheit.
Zwei Teilnehmer brachen die Behandlung aufgrund einer klinischen Verschlechterung ab, einer von ihnen wurde kurzzeitig ins Krankenhaus eingewiesen. Drei weitere Teilnehmer wurden aufgrund von Abnormalitäten bei Labortests von der Behandlung ausgeschlossen.
Verträglichkeit.
Nur 3 von 9 Teilnehmern schlossen die Behandlung vollständig ab (2 in Gruppe A und 1 in Gruppe B). Niedrigere Dosen wurden besser vertragen als die höchste Dosis. Klinisches Ansprechen. Von 9 Teilnehmern wurde bei 6 eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Müdigkeit und bei 4 eine Verbesserung der Lebensqualität festgestellt. Bei den 6 Personen, die auf die Müdigkeit ansprachen, wurde auch eine Verbesserung des Indexes der Symptome in mehreren Bereichen (6 von 6), der Gesamtbelastung mit Symptomen (5 von 6) und der funktionellen Beeinträchtigung (4 von 6) festgestellt. Die Studie wurde vorzeitig beendet, da die Finanzierung des Projekts auslief, mehr unerwünschte Ereignisse auftraten als erwartet und die Erkenntnis vorlag, dass genügend Informationen für zukünftige Studien gesammelt wurden.
Schlussfolgerungen und Relevanz.
Diese Studie zeigt die mit Disulfiram verbundenen Risiken auf, insbesondere bei höheren Dosen, und deutet gleichzeitig auf einen möglichen klinischen Nutzen bei einigen Teilnehmern hin. Die Wirksamkeit konnte angesichts der geringen Stichprobengröße und des Fehlens einer Placebo-Kontrollgruppe nicht bewertet werden.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Ein nicht ganz unerwartetes Ergebnis, zumal man berücksichtigen muss, dass völlig unklar ist, ob die Verbesserungen der Beschwerden auf eine antibiotische Wirkung zurückzuführen ist. Angesicht dessen, dass geringe Dosierungen teils wirksamer zu sein scheinen, ist es plausibler, dass es sich um einen anderen Wirkmechnismus (entzündungshemmend, dopaminsteigernd, immumodulierend?) handelt.
Eine Zusammenfassung der bisherigen Laborstudien zu Disulfiram (und weiteren AB) finden sich im übrigen hier: https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid191463
Angesichts der bisherigen Ergebnisse, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage dafür, Disulfiram als Mittel der Wahl und erste Therapieoption zu wählen (unabhängig davon, dass es in Deutschland nicht erhältlich ist), was einige Ärzte aber wohl so praktizieren.
The elm, the ash and the linden tree
The dark and deep, enchanted sea
The trembling moon and the stars unfurled
There she goes, my beautiful world