Die Kurzform der Tabelle beinhaltet Doxy und Tini und ist für alle User hier per PDF als Attachment des verlinkten Posts downloadbar, da hast du auf jeden Fall Zugriff.
Die Studien sind auch fast alle hier im Forum in der Linksammlung eingestellt, eine der Studien und Folgestudien, zudem eine umfangreiche Diskussion findet sich hier: https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=7565
Die Effektivität der Therapie einzuschätzen ist nicht einfach, mangels eines Indikators. Dass es diesen Prozentsatz gibt, der nicht ganz gesund wird, ist mir durchaus bewusst, sonst hätte ich nicht die ein oder andere Studie hier eingestellt, die sich damit beschäftigt
.
Die Logik, der von ILADS und co. kommt, ist für mich aber immer weniger nachvollziehbar. Das soll nicht heißen, dass es diesen Prozentsatz nicht gibt oder dass die Beschwerden nicht schlimm sind. Es soll heißen, dass die Erklärungen und experimentellen Therapien hierzu für mich meist (mehr) nicht nachvollziehbar sind. Das einseitige Schimpfen und die mangelnde Einsicht aufgrund der nicht eindeutigen Forschungslage finde ich bei beiden Lagern gleich irritierend.
Was ich an dem Beispiel meine:
Wenn die Begünstigung zystischer Formen (bei denen auch mehr unklar, als klar ist) via Doxy die Regel darstellt und diese maßgeblich für Chronfizierung und Persistenz verantwortlich sind, würde ich nicht erwarten, dass die Mehrheit auf dieses Medikament in einer vielzahl kontrollierter Studien mit teils auch längerer Nachbeobachtungszeit darauf ansprechen (ich gehörte auch nicht dazu BTW). Ebenfalls würde ich erwarten, dass es dann signifikante Unterschiede zwischen Doxy und einem anderen wirksamen Medikament gibt. Auch das ist nicht der Fall im Frühstadium. Auch nicht bspw. bei Cefuroxim, was in neueren Studien vergleichbar effektiv wie Metro und Tini gegen zystische Formen war. Diese Argumentation könnte ich nun mit der Liquorgängigkeit und intrazellulären Persistenz fortführen.
Wir haben im Forum erst einen Vortrag eines Spezis eingestellt gekriegt, in welchem von Doxy im Frühstadium abgeraten wird (wegen der genannten Laborstudie) und im gleichen Vortrag ein Medikament aus dem Bereich der Fluorchinolone als gut wirksam bezeichnet wird, für welche es lediglich zwei in vitro Studien gibt. Ebenfalls wird der Einsatz von Tinidazol propagiert gegen Biofilme, wo es auch lediglich wenige in vitro Studien gibt, die sich auch noch widersprechen (man pickt sich aber nur die Rosinen raus... Wissenschaft geht anders). Wenn ich nun Medikamente im Off-Label Einsatz empfehle, würde ich zumindest erwarten, dass man die Studie sorgfältig liest und die pharmakologischen Eigenschaften prüft. Doxy hat immerhin eine bekannte Erfolgsrate am Menschen, bei den eingesetzten Medikamenten ist bislang völlig unklar, ob diese an Menschen mit Borreliose auch nur bei einem Prozent wirken.
Was genau mit den Patienten los ist, die nach einer Borreliose bzw. einem Zeckenstich nicht mehr ganz gesund werden ist nachwie vor unklar. Mir fehlt von allen Seiten hier Demut angesichts dessen, was unklar ist. Bei der Patientengruppe ist das eine ganze Menge.
Die Studien sind auch fast alle hier im Forum in der Linksammlung eingestellt, eine der Studien und Folgestudien, zudem eine umfangreiche Diskussion findet sich hier: https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=7565
Die Effektivität der Therapie einzuschätzen ist nicht einfach, mangels eines Indikators. Dass es diesen Prozentsatz gibt, der nicht ganz gesund wird, ist mir durchaus bewusst, sonst hätte ich nicht die ein oder andere Studie hier eingestellt, die sich damit beschäftigt
. Die Logik, der von ILADS und co. kommt, ist für mich aber immer weniger nachvollziehbar. Das soll nicht heißen, dass es diesen Prozentsatz nicht gibt oder dass die Beschwerden nicht schlimm sind. Es soll heißen, dass die Erklärungen und experimentellen Therapien hierzu für mich meist (mehr) nicht nachvollziehbar sind. Das einseitige Schimpfen und die mangelnde Einsicht aufgrund der nicht eindeutigen Forschungslage finde ich bei beiden Lagern gleich irritierend.
Was ich an dem Beispiel meine:
Wenn die Begünstigung zystischer Formen (bei denen auch mehr unklar, als klar ist) via Doxy die Regel darstellt und diese maßgeblich für Chronfizierung und Persistenz verantwortlich sind, würde ich nicht erwarten, dass die Mehrheit auf dieses Medikament in einer vielzahl kontrollierter Studien mit teils auch längerer Nachbeobachtungszeit darauf ansprechen (ich gehörte auch nicht dazu BTW). Ebenfalls würde ich erwarten, dass es dann signifikante Unterschiede zwischen Doxy und einem anderen wirksamen Medikament gibt. Auch das ist nicht der Fall im Frühstadium. Auch nicht bspw. bei Cefuroxim, was in neueren Studien vergleichbar effektiv wie Metro und Tini gegen zystische Formen war. Diese Argumentation könnte ich nun mit der Liquorgängigkeit und intrazellulären Persistenz fortführen.
Wir haben im Forum erst einen Vortrag eines Spezis eingestellt gekriegt, in welchem von Doxy im Frühstadium abgeraten wird (wegen der genannten Laborstudie) und im gleichen Vortrag ein Medikament aus dem Bereich der Fluorchinolone als gut wirksam bezeichnet wird, für welche es lediglich zwei in vitro Studien gibt. Ebenfalls wird der Einsatz von Tinidazol propagiert gegen Biofilme, wo es auch lediglich wenige in vitro Studien gibt, die sich auch noch widersprechen (man pickt sich aber nur die Rosinen raus... Wissenschaft geht anders). Wenn ich nun Medikamente im Off-Label Einsatz empfehle, würde ich zumindest erwarten, dass man die Studie sorgfältig liest und die pharmakologischen Eigenschaften prüft. Doxy hat immerhin eine bekannte Erfolgsrate am Menschen, bei den eingesetzten Medikamenten ist bislang völlig unklar, ob diese an Menschen mit Borreliose auch nur bei einem Prozent wirken.
Was genau mit den Patienten los ist, die nach einer Borreliose bzw. einem Zeckenstich nicht mehr ganz gesund werden ist nachwie vor unklar. Mir fehlt von allen Seiten hier Demut angesichts dessen, was unklar ist. Bei der Patientengruppe ist das eine ganze Menge.
The elm, the ash and the linden tree
The dark and deep, enchanted sea
The trembling moon and the stars unfurled
There she goes, my beautiful world

