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Hydroxycholoroquine und Minocycline passen laut Donta nicht zusammen
#5

Ja, es fehlen Studien, vor Allem randomisierte placebo-kontrollierte Studien, die ja die Basis der "evidence-based" Medizin bilden.

Persönlich finde ich solche Studien problematisch, denn aufgrunde der langsamen Teilung der Borrelien (alle 12-24 Std in vitro) ist wahrscheinlich nur eine Langzeitantibiose von mehreren Monaten erforderlich (wenn nicht 1-2 Jahre), um alle Borrelioseerreger zu eliminieren.Ethisch wenig vertretbar, denn man kann ja nicht schwer kranke Menschen 1-2 Jahre lang mit Plazebos behandeln!

Dazu ist es nach wie vor unklar, ob AB, die in vitro gut gegen Zysten und Biofilme wirken, tatsächlich auch in vivo gegen diese Persisterformen gut wirken.Wie Prof.Sapi denke ich, daß diese Persisterformen mit hoher Wahrscheinlichkeit (mit der langen Teilungszeit) für die hohe Therapieversagerquote im chronischen Stadium verantwortlich sind und wahrscheinlich für die Therapieversagen im akuten Frühstadium.

Langzeitbeobachtungsstudien mit den "klassischen AB" (Tetrazykline und Makrolide vor Allem) und Tinidazole oder Metronidazole wären sicher interessant, da damit das ganze Spektrum der Erregerformen abgedeckt wäre (unter dem Punkt, daß HCQ laut Sapi doch nicht gegen Zysten wirken soll und auch nicht gegen Biofilme, bisherige Kombinationen Tetrazykline+ HCQ oder Makroliden + HCQ also womöglich nicht gegen Zysten wirken und sicher nicht gegen Biofilme).

Ja, die Co-Infektionen...ein Thema für sich.Leider sind hier aussagekräftige Studienergebnisse schwierig, da Co-Infektion ebenfalls schwer zu diagnostizieren sind...dann besteht die Gefahr, daß diese Co-Infektionen in den Studien (wie in der Praxis) unbemerkt bleiben und somit das Ergebnis der Antibiosen verfälschen, da manche Co-Infektionen ja nicht auf die Antibiotika ansprechen, die gegen Borrelien wirken.

Um "reine" Studienergebnisse mit AB gegen Borrelien zu erzielen, müsste man Patienten auswählen, die sicher nur Borrelien haben, keine weiteren Co-Infektionen. Dies ist aber praktisch aufgrunde der wenige aussagekräftigen Tests auf Co-Infektionen so gut wie unmöglich.

Wahrscheinlich tragen die vorliegenden aber unbemerkten und nicht behandelten Co-Infektionen zu den Versagen im chronischen Stadium (aber auch im Frühstadium, da Doxycycline ja nicht auf alle Co-Erreger wirkt, z.B. Babesien).

[Zu deiner Anmerkung: ich habe die Studie über die Makroliden zitiert, weil Donta dort eben die Wirkung von HCQ auf Makrolide beschrieben hat.]

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Thanks given by: leonie tomate , Filenada


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