21.07.2014, 07:26
Hallo uuu,
erstmal vorab, die meisten frühen Borrelien-Infektionen sind mit 200 mg Doxy über 3 Wochen eliminert. Da es aber Therapie-Versager gibt, empfiehlt die Deutsche Borreliose Gesellschaft eine längere und höher dosierte Therapie mit Doxy. Das liegt u.a. daran, dass mit den 200 mg nicht bei jedem garantiert ist, dass ein notwendiger Wirkspiegel im Blut erreicht wird. Vor allem, weil auch viele Ärzte das Gewicht des Patienten überhaupt nicht berücksichtigen.
Und auch mit der höheren Dosierung hat man nicht die 100-prozentige Sicherheit, den Schlamassel los zu sein. Die Gründe dafür sind noch nicht ausreichend geklärt.
Manche Patienten nehmen auf eigenes Risiko sehr hohe Dosen Doxy ein (bis 800 mg). Das sind aber vor allem Patienten im chronischem Stadium. Ziel des Ganzen ist, dass die eigentliche bakeriostatische Wirkung von Doxy in sehr hohen Dosen bakterizid wird. Das ist aber für eine Therapie im Frühstadium komplett irrelevant und auch für Chroniker meiner Meinung nach nicht unbedingt zu empfehlen, weil es da auch schlichtweg eine toxische Wirkung hat.
Im Prinzip stehen sehr viele ABs zumindest bei Versuchen im Reagenzglas im Verdacht, zystische Formen zu bilden. Oder besser ausgedrückt...es liegt nicht unbedingt am Medikament, sondern an den unglaublichen Fähigkeiten des Bakteriums sich Angriffen jeglicher Art zu entziehen (in diesem Fall durch Umwandlung). Darum wird bei chronischen Patienten derzeit Behandlungen mit Medikamenten empfohlen, die auch gegen die zystischen Formen wirken. Solche "Geschosse" sind aber während einer Frühinfektion nicht unbedingt indiziert.
Mit 400 mg Doxy für 6 Wochen würdest du eine relativ sichere Therapie für das Frühstadium bekommen. (Man muss dran denken, dass bei sehr vielen auch 200 mg in 3 Wochen ausreicht).
Die Gründe, warum manchmal die Therapie aber trotzdem versagt, sind nicht hinreichend geklärt. Daher muss man die Borreliose - auch nach anscheinend erfolgreicher Behandlung - immer im Hinterkopf behalten, dass man beim auch Jahre späteren Auftreten von komischen Symptomen auf der richtigen Fährte ist.
Im Frühstadium sind die Heilungschanchen aber sehr sehr gut und ich würde jetzt da mit Zuversicht rangehen.
LG Niki
erstmal vorab, die meisten frühen Borrelien-Infektionen sind mit 200 mg Doxy über 3 Wochen eliminert. Da es aber Therapie-Versager gibt, empfiehlt die Deutsche Borreliose Gesellschaft eine längere und höher dosierte Therapie mit Doxy. Das liegt u.a. daran, dass mit den 200 mg nicht bei jedem garantiert ist, dass ein notwendiger Wirkspiegel im Blut erreicht wird. Vor allem, weil auch viele Ärzte das Gewicht des Patienten überhaupt nicht berücksichtigen.
Und auch mit der höheren Dosierung hat man nicht die 100-prozentige Sicherheit, den Schlamassel los zu sein. Die Gründe dafür sind noch nicht ausreichend geklärt.
Manche Patienten nehmen auf eigenes Risiko sehr hohe Dosen Doxy ein (bis 800 mg). Das sind aber vor allem Patienten im chronischem Stadium. Ziel des Ganzen ist, dass die eigentliche bakeriostatische Wirkung von Doxy in sehr hohen Dosen bakterizid wird. Das ist aber für eine Therapie im Frühstadium komplett irrelevant und auch für Chroniker meiner Meinung nach nicht unbedingt zu empfehlen, weil es da auch schlichtweg eine toxische Wirkung hat.
Im Prinzip stehen sehr viele ABs zumindest bei Versuchen im Reagenzglas im Verdacht, zystische Formen zu bilden. Oder besser ausgedrückt...es liegt nicht unbedingt am Medikament, sondern an den unglaublichen Fähigkeiten des Bakteriums sich Angriffen jeglicher Art zu entziehen (in diesem Fall durch Umwandlung). Darum wird bei chronischen Patienten derzeit Behandlungen mit Medikamenten empfohlen, die auch gegen die zystischen Formen wirken. Solche "Geschosse" sind aber während einer Frühinfektion nicht unbedingt indiziert.
Mit 400 mg Doxy für 6 Wochen würdest du eine relativ sichere Therapie für das Frühstadium bekommen. (Man muss dran denken, dass bei sehr vielen auch 200 mg in 3 Wochen ausreicht).
Die Gründe, warum manchmal die Therapie aber trotzdem versagt, sind nicht hinreichend geklärt. Daher muss man die Borreliose - auch nach anscheinend erfolgreicher Behandlung - immer im Hinterkopf behalten, dass man beim auch Jahre späteren Auftreten von komischen Symptomen auf der richtigen Fährte ist.
Im Frühstadium sind die Heilungschanchen aber sehr sehr gut und ich würde jetzt da mit Zuversicht rangehen.
LG Niki

