Hallo Klarinette,
sei mir nicht böse, aber du fängst an dich bissle im Kreis zu drehen und dadurch wirds dir vielleicht grad bissle schwindelig
Du suchst nach der perfekten Lösung und verzweifelst dran, dass es die nicht gibt.
Aber es führen viele Wege nach Rom. Vielleicht musst du dich auch einfach mal auf ein Konzept einlassen. Such dir einen Arzt, dem du Vertrauen schenkst. Egal - auch wenn der weiter weg ist. Du hast nämlich das große Glück einen Hausarzt vor Ort zu haben, der bereit ist unterschiedliche Therapien mit dir durchzuziehen. Indem du anfängst selber zu recherchieren - bei ehrlich gesagt mehr oder weniger zuverlässigen Quellen - und versuchst das iwie in deine Behandlung einzuwursteln, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zum gewünschten Ziel kommen.
Versteh mich bitte nicht falsch...es ist gut, sich zu informieren, aber ohne einen spezialisierten Arzt wird es sehr schwierig.
Auch muss man in der Borreliose-Therapie vor allem eins haben - Geduld. Ich weiß selbst, dass das aber unwahrscheinlich schwierig ist. Aber das ist auch mit der Schlüssel zu einer Verbesserung.
Nun zu deinen Fragen....
Frage 1....Metro sowie auch Tinidazol ist ohne Probleme mit den Tetracyclinen zu kombinieren. Das ist ein gängiges Therapieschema, das viele Ärzte anwenden.
Frage 2...Wenn ein Regime nicht wirklich anspricht lohnt sich ein Wechsel, man muss einer Therapie aber auch eine Chance geben (das sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen, denn Patienten interpretieren das oftmals falsch). ....Inwieweit aber ein dauernder schneller Wechsel gerechtfertigt ist, wenn man derzeit nicht mal genau sagen kann, ob es für manche Patienten DAS heilbringende Therapieregime überhaupt gibt? Meiner Meinung nach muss man da über die Pathogenese des Erregers mehr wissen. Und da ist jetzt nicht Kunst, sondern Wissenschaft gefragt. Aber vielleicht kann man da ja in näherer Zeit mit neuen Infos rechnen.
Man muss sich bei solchen Therapien auch immer bewusst sein, dass das reine Versuche sind. Und meiner Meinung nach sollte man da immer hinterfragen, wie schwer bin ich überhaupt betroffen. Bei ganz schweren Fällen haben solche Therapie sicherlich ihre Daseinsberechtigung.
Frage 3....auch die Pausen sollten in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Pausen können Sinn machen, aber auch kontraproduktiv sein. Bei sehr langer Therapie macht eine Pause Sinn, weil man Nebenwirkungen oftmals von Borreliose-Symptomen nicht mehr unterscheiden kann. Bei manchen Patienten tritt eine Verbesserung auch erst nach Absetzen der Therapie ein.
Frage 4....Eine Lymphozytendifferenzierung bzw. generell der Besuch bei einem Immunologen macht meiner Meinung nach Sinn. Das Immunsystem hat bei einer Infektion eine ganz zentrale Rolle. Und je nach Verschiebungen im Lymphozytenstatus kann man auch Indizien für die Entstehung der Erkrankung finden. Ob z.b. autoimmune Prozesse mit eine Rolle spielen oder generell das Immunsystem nicht in der Lage ist, sich gegen Erreger zu Wehr zur setzen.
Mein Lymphozytenstatus ist mit einer chronischen Infektion vereinbar. Ich habe z.B. ein sehr gut funktionierendes Immunsystem, dass aber dauerhaft im Sinne der Auseinandersetzung mit einem intrazellulären Erreger stimuliert ist. Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage zurückzufahren und das ist dann quasi die Basis für weitere autoimmune Prozesse.
zwecks der Borreliose-Liste...so viel ich weiß, kommt man da drauf, wenn man angibt, Borreliose nach den Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft zu behandeln. Das wird aber von manchen Ärzten recht unterschiedlich ausgelegt und es lohnt sich immer, zu einem Arzt auf der Liste Erkundigungen einzuholen. Am besten bei der nächsten SHG oder aber auch hier im Forum.
LG Niki
sei mir nicht böse, aber du fängst an dich bissle im Kreis zu drehen und dadurch wirds dir vielleicht grad bissle schwindelig

Du suchst nach der perfekten Lösung und verzweifelst dran, dass es die nicht gibt.
Aber es führen viele Wege nach Rom. Vielleicht musst du dich auch einfach mal auf ein Konzept einlassen. Such dir einen Arzt, dem du Vertrauen schenkst. Egal - auch wenn der weiter weg ist. Du hast nämlich das große Glück einen Hausarzt vor Ort zu haben, der bereit ist unterschiedliche Therapien mit dir durchzuziehen. Indem du anfängst selber zu recherchieren - bei ehrlich gesagt mehr oder weniger zuverlässigen Quellen - und versuchst das iwie in deine Behandlung einzuwursteln, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zum gewünschten Ziel kommen.
Versteh mich bitte nicht falsch...es ist gut, sich zu informieren, aber ohne einen spezialisierten Arzt wird es sehr schwierig.
Auch muss man in der Borreliose-Therapie vor allem eins haben - Geduld. Ich weiß selbst, dass das aber unwahrscheinlich schwierig ist. Aber das ist auch mit der Schlüssel zu einer Verbesserung.
Nun zu deinen Fragen....
Frage 1....Metro sowie auch Tinidazol ist ohne Probleme mit den Tetracyclinen zu kombinieren. Das ist ein gängiges Therapieschema, das viele Ärzte anwenden.
Frage 2...Wenn ein Regime nicht wirklich anspricht lohnt sich ein Wechsel, man muss einer Therapie aber auch eine Chance geben (das sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen, denn Patienten interpretieren das oftmals falsch). ....Inwieweit aber ein dauernder schneller Wechsel gerechtfertigt ist, wenn man derzeit nicht mal genau sagen kann, ob es für manche Patienten DAS heilbringende Therapieregime überhaupt gibt? Meiner Meinung nach muss man da über die Pathogenese des Erregers mehr wissen. Und da ist jetzt nicht Kunst, sondern Wissenschaft gefragt. Aber vielleicht kann man da ja in näherer Zeit mit neuen Infos rechnen.
Man muss sich bei solchen Therapien auch immer bewusst sein, dass das reine Versuche sind. Und meiner Meinung nach sollte man da immer hinterfragen, wie schwer bin ich überhaupt betroffen. Bei ganz schweren Fällen haben solche Therapie sicherlich ihre Daseinsberechtigung.
Frage 3....auch die Pausen sollten in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Pausen können Sinn machen, aber auch kontraproduktiv sein. Bei sehr langer Therapie macht eine Pause Sinn, weil man Nebenwirkungen oftmals von Borreliose-Symptomen nicht mehr unterscheiden kann. Bei manchen Patienten tritt eine Verbesserung auch erst nach Absetzen der Therapie ein.
Frage 4....Eine Lymphozytendifferenzierung bzw. generell der Besuch bei einem Immunologen macht meiner Meinung nach Sinn. Das Immunsystem hat bei einer Infektion eine ganz zentrale Rolle. Und je nach Verschiebungen im Lymphozytenstatus kann man auch Indizien für die Entstehung der Erkrankung finden. Ob z.b. autoimmune Prozesse mit eine Rolle spielen oder generell das Immunsystem nicht in der Lage ist, sich gegen Erreger zu Wehr zur setzen.
Mein Lymphozytenstatus ist mit einer chronischen Infektion vereinbar. Ich habe z.B. ein sehr gut funktionierendes Immunsystem, dass aber dauerhaft im Sinne der Auseinandersetzung mit einem intrazellulären Erreger stimuliert ist. Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage zurückzufahren und das ist dann quasi die Basis für weitere autoimmune Prozesse.
zwecks der Borreliose-Liste...so viel ich weiß, kommt man da drauf, wenn man angibt, Borreliose nach den Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft zu behandeln. Das wird aber von manchen Ärzten recht unterschiedlich ausgelegt und es lohnt sich immer, zu einem Arzt auf der Liste Erkundigungen einzuholen. Am besten bei der nächsten SHG oder aber auch hier im Forum.
LG Niki