27.12.2012, 13:49
Mit den Panikattacken und den Ängsten ist das so eine Sache.
Nach meiner Infektion waren diese Dinge die Hauptsymptome. Nur, dass damals niemand, auch ich nicht, an eine Borrelioseinfektion gedacht hat, und das trotz ausgeprägtem Erythem. Danke Ärzte!
Die Herzprobleme, die ich dann bekam, passten zu einer Angststörung ideal.
Ängste haben, egal aus welchem Grund sie entstehen, die fatale Eigenschaft, sich zu verselbstständigen.
D.h., nach einiger Zeit ist die eigentliche Ursache ( bei mir die Borreliose) nicht mehr allein der Auslöser für Angst, Phobien, usw. sondern der Prozess, bzw. der ganze Ablauf ist ein Automatismus, der neben dem Hauptproblem eine eigenständige Stellung einnimmt.
Also, übersetzt heißt das: auch wenn die Borreliose erfogreich behandelt würde, bleibt paralell dazu die Angststörung bestehen. Das trifft meist dann zu, wenn zuviel Zeit vergangen ist und dieser Angstlernprozess wie ein Programm die Möglichkeit hatte, sich in unserem unbewußten Erfahrungsgedächtnis zu verankern.
Auch trotz behandelter Borreliose oder anderer beseitigter Auslöser, bleibt dieses Erfahrungsgedächtnis unberührt.
Bei mir war die Reihenfolge: ohne Wissen von der Infektion habe ich 2 Konfrontationstherapien gegen die Ängste gemacht. Sie waren sehr professionell und auch in vielfältiger Weise hilfreich. Mein Umgang mit der Angst hat sich kolossal zum positiven geändert, aber es war ein täglicher Kampf und alles mit unendlich anstrengender Kopfarbeit verbunden. Die Ängste waren nicht weg, aber ich hatte gelernt, sie mich nicht beherrschen zu lassen.
An meinen anderen Problemen, die damals aus ärztlicher Sicht aus der Angststörung resultierten, hatte sich absolut nichts verändert.
Meine Verzweiflung wurde immer größer.
Erst, als nach 20 Jahren die Borreliose endeckt und behandelt wurde, verschwanden auch die Ängste. ( Das ist eine kurz, kurz Form)
Heute versucht mein Erfahrungsgedächtnis, mir immer noch ab und zu einen Streich zu spielen. Durch das Handwerkszeug, dass mir damals in den Konfrontationstherapien mitgegeben wurde, hat es kaum eine Chance und ich merke, dass der Umlernprozess immer größeren Raum einnimmt.
hier
http://www.borreliose-lorenz.de/oxidativer_stress.html
und an andern Stellen sind diese Vorgänge unter wissenschaftlicher Berücksichtigung der paralell zum Lernprozess stattfindenden chemischen Prozesse gut nachzulesen:
"Diese Zusammenhänge könnten erklären, wie es zu zahlreichen psychischen Funktionsstörungen kommen kann. Die chronische Borreliose macht auch die Psyche krank!
Die Neuroborreliose ist eine Entzündung, die sich direkt im ZNS abspielt.
Borrelien können aber indirekt über Immunreaktionen und Stoffwechselstörungen das Gehirn negativ beeinflussen.
Immer wieder konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden, dass Infektionserkrankungen wie die Syphillis, Hepatitis C, die Borrelien, das Epstein-Barr-Virus, das Borna-Virus, Mycoplasmen etc. psychiatrische Erkrankungen auslösen können."
Mein persönliches Resümee hieraus ist: Antibiotika allein helfen vielleicht ganz zu Anfang einer Panikstörung, solange Angstverhalten noch Ausnahme und nicht Regel ist.
Therapien allein helfen dann, wenn Panikstörungen allein durch Erfahrungslernen und ohne bakterielllen Hintergrund entstanden sind.
Trifft beides zu, bakterieller Auslöser und Erfahrungslernen, hilft nur eine Kombination dieser Therapien und zwar umgekehrt wie bei mir: Erst AB und dann Therapie, oder für die ganz Harten beides paralell.
Aber das ist nur meine persönliche Ansicht und Erfahrung und mein Schluß aus theroretischen Recherchen über Angst.
Ich wünsche dir, dass du die richtigen Ärzte und Therapeuten findest, die dir einen Ausweg aus diesem Hamsterrad zeigen. Es gibt ihn tatsächlich, habe ich auch nicht mehr geglaubt, dafür wünsche ich dir viel Kraft.
LG
Anita
Nach meiner Infektion waren diese Dinge die Hauptsymptome. Nur, dass damals niemand, auch ich nicht, an eine Borrelioseinfektion gedacht hat, und das trotz ausgeprägtem Erythem. Danke Ärzte!
Die Herzprobleme, die ich dann bekam, passten zu einer Angststörung ideal.
Ängste haben, egal aus welchem Grund sie entstehen, die fatale Eigenschaft, sich zu verselbstständigen.
D.h., nach einiger Zeit ist die eigentliche Ursache ( bei mir die Borreliose) nicht mehr allein der Auslöser für Angst, Phobien, usw. sondern der Prozess, bzw. der ganze Ablauf ist ein Automatismus, der neben dem Hauptproblem eine eigenständige Stellung einnimmt.
Also, übersetzt heißt das: auch wenn die Borreliose erfogreich behandelt würde, bleibt paralell dazu die Angststörung bestehen. Das trifft meist dann zu, wenn zuviel Zeit vergangen ist und dieser Angstlernprozess wie ein Programm die Möglichkeit hatte, sich in unserem unbewußten Erfahrungsgedächtnis zu verankern.
Auch trotz behandelter Borreliose oder anderer beseitigter Auslöser, bleibt dieses Erfahrungsgedächtnis unberührt.
Bei mir war die Reihenfolge: ohne Wissen von der Infektion habe ich 2 Konfrontationstherapien gegen die Ängste gemacht. Sie waren sehr professionell und auch in vielfältiger Weise hilfreich. Mein Umgang mit der Angst hat sich kolossal zum positiven geändert, aber es war ein täglicher Kampf und alles mit unendlich anstrengender Kopfarbeit verbunden. Die Ängste waren nicht weg, aber ich hatte gelernt, sie mich nicht beherrschen zu lassen.
An meinen anderen Problemen, die damals aus ärztlicher Sicht aus der Angststörung resultierten, hatte sich absolut nichts verändert.
Meine Verzweiflung wurde immer größer.
Erst, als nach 20 Jahren die Borreliose endeckt und behandelt wurde, verschwanden auch die Ängste. ( Das ist eine kurz, kurz Form)
Heute versucht mein Erfahrungsgedächtnis, mir immer noch ab und zu einen Streich zu spielen. Durch das Handwerkszeug, dass mir damals in den Konfrontationstherapien mitgegeben wurde, hat es kaum eine Chance und ich merke, dass der Umlernprozess immer größeren Raum einnimmt.
hier
http://www.borreliose-lorenz.de/oxidativer_stress.html
und an andern Stellen sind diese Vorgänge unter wissenschaftlicher Berücksichtigung der paralell zum Lernprozess stattfindenden chemischen Prozesse gut nachzulesen:
"Diese Zusammenhänge könnten erklären, wie es zu zahlreichen psychischen Funktionsstörungen kommen kann. Die chronische Borreliose macht auch die Psyche krank!
Die Neuroborreliose ist eine Entzündung, die sich direkt im ZNS abspielt.
Borrelien können aber indirekt über Immunreaktionen und Stoffwechselstörungen das Gehirn negativ beeinflussen.
Immer wieder konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden, dass Infektionserkrankungen wie die Syphillis, Hepatitis C, die Borrelien, das Epstein-Barr-Virus, das Borna-Virus, Mycoplasmen etc. psychiatrische Erkrankungen auslösen können."
Mein persönliches Resümee hieraus ist: Antibiotika allein helfen vielleicht ganz zu Anfang einer Panikstörung, solange Angstverhalten noch Ausnahme und nicht Regel ist.
Therapien allein helfen dann, wenn Panikstörungen allein durch Erfahrungslernen und ohne bakterielllen Hintergrund entstanden sind.
Trifft beides zu, bakterieller Auslöser und Erfahrungslernen, hilft nur eine Kombination dieser Therapien und zwar umgekehrt wie bei mir: Erst AB und dann Therapie, oder für die ganz Harten beides paralell.
Aber das ist nur meine persönliche Ansicht und Erfahrung und mein Schluß aus theroretischen Recherchen über Angst.
Ich wünsche dir, dass du die richtigen Ärzte und Therapeuten findest, die dir einen Ausweg aus diesem Hamsterrad zeigen. Es gibt ihn tatsächlich, habe ich auch nicht mehr geglaubt, dafür wünsche ich dir viel Kraft.
LG
Anita

