07.01.2013, 17:33
@ Boulder-Andreas:
Hier mal vollständig:
- schleichende Symptome: seit ca. 1994
- endgültiger Ausbruch Borreliose: nach FSME-Impfung Juli 2011
- erste sinnlose Antibiose: Aug. 2011 Doxy-100 über 19 Tg. *grrrrrr*, kurz danach Doxy-200 über 28 Tg.
- nach wie vor pos. im ELISA + WB
- nonstop-Antibiose seit Okt. 2011: Azi + Mino + Quensyl / Azi + Quensyl / Azi + Artemisia / Ceftriaxon / Metro / Clari + Cotrim + Oxy / Clari + Cotrim / Clari + Cotrim + Quensyl / Metro / zur Zeit wieder Clari + Cotrim + Oxy
- in dieser Zeit (inzwischen > 14 Monate) viele symptomfreie/fastsymptomfreie Tage: Mai - Sept. 2012
- SpiroFind: Sept. 2012
Solange meine Beschwerden noch da sind, werde ich weitertherapieren. Bis ich zwei Monate symptomfrei bin. Möchte auch meinen Untermietern keine Verschnaufpause gönnen. ;-))
Einen erneuten SpiroFind-Test kann ich mir finanziell nicht leisten. Und ich denke, da bin ich nicht die Einzige.
Wieso "mehr als fragwürdig"?
Bei mir geht's nicht um eine Frischinfektion. Wenn man bedenkt, daß die Borrelien in intrazellulärer Form die gleiche Lebensdauer haben können wie die Zellen, in denen sie sich aufhalten, kann man davon ausgehen, dass sie wieder "in die Umgebung entlassen" werden, wenn diese Zellen absterben. Dort wandeln sie sich zu Spirochäten zurück und teilen sich wieder munter. Die meisten Antibiotika wirken auf die Borrelien in dieser Teilungssphase. Deshalb sollte man die Therapiedauer doch mindestens den Zellen mit der längsten Lebensdauer anpassen - Makrophagen leben bis zu 8 Monate! Doch wer weiß schon genau, wann welche Borrelie zwischendurch doch noch - zum Beispiel in Sehnen/Gelenken/Fettgewebe/Lymphknoten oder Danke des Biofilms - überlebt hat? Also sollte man sich, um sicher zu gehen, nach dem Generationszyklus der Borrelien richten. Streptokokken beispielsweise vermehren sich alle 20 bis 30 Minuten. Mit der üblichen Therapie von mind. 10 Tagen werden im Schnitt 600 (!) Reproduktionszyklen abgedeckt. Borrelien vermehren sich seeehr viel langsamer, alle 7 bis 20 Stunden. Würde man also genauso viele Generationszyklen wie bei den Streptokokken abdecken wollen...
Da finde ich es eher "mehr als fragwürdig", daß mir mein Hausarzt damals Doxy-100 für sage und schreibe 19 Tage gegeben hat.
Zitat:Wie lange ist es her, dass der Test gemacht wurde?
Hier mal vollständig:
- schleichende Symptome: seit ca. 1994
- endgültiger Ausbruch Borreliose: nach FSME-Impfung Juli 2011
- erste sinnlose Antibiose: Aug. 2011 Doxy-100 über 19 Tg. *grrrrrr*, kurz danach Doxy-200 über 28 Tg.
- nach wie vor pos. im ELISA + WB
- nonstop-Antibiose seit Okt. 2011: Azi + Mino + Quensyl / Azi + Quensyl / Azi + Artemisia / Ceftriaxon / Metro / Clari + Cotrim + Oxy / Clari + Cotrim / Clari + Cotrim + Quensyl / Metro / zur Zeit wieder Clari + Cotrim + Oxy
- in dieser Zeit (inzwischen > 14 Monate) viele symptomfreie/fastsymptomfreie Tage: Mai - Sept. 2012
- SpiroFind: Sept. 2012
Zitat:eventuell käme ein erneuter Test, jetzt nach der Therapie, in Frage.
Solange meine Beschwerden noch da sind, werde ich weitertherapieren. Bis ich zwei Monate symptomfrei bin. Möchte auch meinen Untermietern keine Verschnaufpause gönnen. ;-))
Einen erneuten SpiroFind-Test kann ich mir finanziell nicht leisten. Und ich denke, da bin ich nicht die Einzige.
Zitat:Hinsichtlich der Dauer der Antibiotikabehandlung ist mir bekannt, dass von einigen Stellen Antibiotikabehandlungen über viele viele Monate durchgeführt werden, was aus klinischer Sicht zur Behandlung einer Borreliose mehr als fragwürdig ist.
Wieso "mehr als fragwürdig"?
Bei mir geht's nicht um eine Frischinfektion. Wenn man bedenkt, daß die Borrelien in intrazellulärer Form die gleiche Lebensdauer haben können wie die Zellen, in denen sie sich aufhalten, kann man davon ausgehen, dass sie wieder "in die Umgebung entlassen" werden, wenn diese Zellen absterben. Dort wandeln sie sich zu Spirochäten zurück und teilen sich wieder munter. Die meisten Antibiotika wirken auf die Borrelien in dieser Teilungssphase. Deshalb sollte man die Therapiedauer doch mindestens den Zellen mit der längsten Lebensdauer anpassen - Makrophagen leben bis zu 8 Monate! Doch wer weiß schon genau, wann welche Borrelie zwischendurch doch noch - zum Beispiel in Sehnen/Gelenken/Fettgewebe/Lymphknoten oder Danke des Biofilms - überlebt hat? Also sollte man sich, um sicher zu gehen, nach dem Generationszyklus der Borrelien richten. Streptokokken beispielsweise vermehren sich alle 20 bis 30 Minuten. Mit der üblichen Therapie von mind. 10 Tagen werden im Schnitt 600 (!) Reproduktionszyklen abgedeckt. Borrelien vermehren sich seeehr viel langsamer, alle 7 bis 20 Stunden. Würde man also genauso viele Generationszyklen wie bei den Streptokokken abdecken wollen...
Da finde ich es eher "mehr als fragwürdig", daß mir mein Hausarzt damals Doxy-100 für sage und schreibe 19 Tage gegeben hat.
Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...
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