30.01.2016, 05:59
Es ist bei der diagnostischen Lage extrem schwierig, eine Borreliose sicher nachzuweisen. Die Forschung lässt uns im Stich. Wenn die Borreliose praktisch jedes Organ befallen kann, dann dürfte sie einiges mehr an Symptomen verursachen als im eng gefassten Katalog allgemein anerkannter Leitlinien beschrieben. Aber alle Symptome der späteren Stadien können ihre Ursache in einer anderen Krankheit haben. Dass die Tests nichts taugen und die Borreliose lange latent verlaufen kann, macht die Sache nicht einfacher sondern es ist die Ursache, dass Experten sich nicht einigen können, was jetzt Sache ist. Dass Leute, die sich für die Selbsthilfe engagieren, öffentlich ihre unbewiesenen Verschwörungstheorien zum Besten geben, schadet den Betroffenen auch mehr als es hilft.
Es bleibt einem schlussendlich nur der Therapieversuch. Wenn ein Therapieversuch überhaupt keine Besserung bringt, würde ich persönlich die Finger von weiteren AB-Therapien lassen. Allerdings müsste für mich ein Therapieversuch nach Leitlinien der DGB oder ILADS stattfinden (höher und länger dosiert). Und ich würde die Flinte nicht ins Korn werfen, bevor ich nicht drei unterschiedliche Wirkstoffklassen (z.B. Tetracyclin, Makrolid, Cefalosporin) versucht hätte. Allenfalls müsste man die Wahl der AB an allfällig verdächtige Ko-Infektionen anpassen. Alles eine Rumpröbelei.
Wenn du nicht weisst, was zu tun ist, dann frag dich, wie gut andere mögliche Ursachen ausgeschlossen wurden. Frag dich, ob AB dir helfen. Wenn AB dir mehr Lebensqualität verschaffen, bist du eher auf der richtigen Fährte. Ob das dann Dauer- oder Pulstherapien sind, sollte meiner Meinung deinem individuellen Verlauf angepasst werden.
Die Situation ist für die Betroffenen frustierend, aber nicht zu ändern. Experten können da noch lange ihren Stuss zum Vortrage bringen. Die kochen alle nur mit Wasser und bedienen sich mehr oder minder belastbarer Literatur, die in ihre Wahrheit passt.
LG, Regi
Es bleibt einem schlussendlich nur der Therapieversuch. Wenn ein Therapieversuch überhaupt keine Besserung bringt, würde ich persönlich die Finger von weiteren AB-Therapien lassen. Allerdings müsste für mich ein Therapieversuch nach Leitlinien der DGB oder ILADS stattfinden (höher und länger dosiert). Und ich würde die Flinte nicht ins Korn werfen, bevor ich nicht drei unterschiedliche Wirkstoffklassen (z.B. Tetracyclin, Makrolid, Cefalosporin) versucht hätte. Allenfalls müsste man die Wahl der AB an allfällig verdächtige Ko-Infektionen anpassen. Alles eine Rumpröbelei.
Wenn du nicht weisst, was zu tun ist, dann frag dich, wie gut andere mögliche Ursachen ausgeschlossen wurden. Frag dich, ob AB dir helfen. Wenn AB dir mehr Lebensqualität verschaffen, bist du eher auf der richtigen Fährte. Ob das dann Dauer- oder Pulstherapien sind, sollte meiner Meinung deinem individuellen Verlauf angepasst werden.
Die Situation ist für die Betroffenen frustierend, aber nicht zu ändern. Experten können da noch lange ihren Stuss zum Vortrage bringen. Die kochen alle nur mit Wasser und bedienen sich mehr oder minder belastbarer Literatur, die in ihre Wahrheit passt.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz

