Vielen Dank. Tja irgendwie habe ich so das Gefühl die Wahl ist zwischen Pech und Schwefel...
Frühzeitige Antibiose verhindert demnach ggf. Antikörperbildung, umgekehrt wird empfohlen, wenn lange Saugzeit, falsche Entfernung so früh wie möglich mit der AB Gabe zu beginnen. ILADS / Burrascano:
"Recommendation 1b
Clinicians should promptly offer antibiotic prophylaxis for known Ixodes tick bites in which there is evidence of tick feeding, regardless of the degree of tick engorgement or the infection rate in the local tick population. The preferred regimen is 100–200 mg of doxycycline, twice daily for 20 days. Other treatment options may be appropriate on an individualized basis (Recommendation, very low-quality evidence)"
Am besten wäre es eben man hätte gar keine Borellien...
Frühzeitige Antibiose verhindert sehr sehr oft auch Borreliose, wie wir alle wissen und dann braucht man hinterher gar keine Tests mehr, vielleicht hast Du ja sogar dieses Glück. Ich finde Du hast auf jeden Fall allen Grund zur Hoffnung.
Am besten wäre es, es gäbe gar keine Zecken oder Borrelien
liebe Grüße borrärger Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
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Da ich die ABs in meiner Behandlung einigermassen zu vertragen scheine, möchte ich nochmal allgemeiner bei den Experten im Forum nachfragen:
Hintergrund
Aufgrund der Anamnese meines Zeckenstiches habe ich sehr früh AB bekommen (wg. Stichdauer / Saugzeit unbekannt, Zecke schlecht entfernt vgl. Burrascano Leitlinien), d.h. schon gleich nach dem Entfernen (Doxy).
Wenn ich die Einträge richtig gelesen habe, bedeutet das mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass mein Körper nie wirklich Antikörper gegen Borrelien entwickelt - stimmt das? => serogenativ (Annahme, von früher gibt es bei mir keine Antikörper).
Was wäre in dem Fall die beste Möglichkeit nach Abschluss der Antibiose zu schauen, inwiefern diese gewirkt hat (klinische Symptome aussen vor). LTT & CD57?
Angenommen, ich hätte weiterhin Probleme, gibt es eine Möglichkeit das Immunsystem zur besseren Immunreaktion stimulieren? Ich hatte im Forum von Immunstimulanz gelesen. Wo würde man hierfür hingehen und was würde man testen lassen?
Axel, es gibt keinen Test mit dem man den Erfolg der Behandlung überprüfen kann.....
Man kennt die Mechanismen nicht, warum manche Antikörper bilden und andere nicht, von daher weiß man auch nicht was man stimulieren soll oder auch besser nicht....
Immunmodulation ist eigentlich das, was man machen kann. Dafür muss man sich aber auch gut auskennen, wie es im Immunsystem ausschaut. Immunologen wären da die Ansprechpartner.
Wenn du nur testen lassen willst, nutzt es ja auch nichts, wenn du keinen hast, der hinterher nichts macht.
Vielleicht wartest du auch nach der Behandlung einfach mal ab und schaust, was passiert, um einen Überblick zu bekommen ob weitere Maßnahmen überhaupt notwendig sind.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.06.2016, 12:06 von Markus.)
(20.06.2016, 09:21)Aber01 schrieb: Angenommen, ich hätte weiterhin Probleme, gibt es eine Möglichkeit das Immunsystem zur besseren Immunreaktion stimulieren? Ich hatte im Forum von Immunstimulanz gelesen. Wo würde man hierfür hingehen und was würde man testen lassen?
Es gibt eine Reihe von Kräutern, die Immunadaptogene sind, d.h. Teile des Immunsystems die überaktiv sind werden gedämpft, andere stimuliert. Wenn du Buhner liest, wirst du da ja fündig. Es sind z.B. Eleutherococcus, Cordyceps, Ashwagandha, Rhodiola, Cats Claw.
Das Geld für Laboruntersuchungen würde ich mir sparen, da kommt aus eigener Erfahrung nichts bei rum. Einen Immunologen, der die Lymphozytenpopulationen auf Kasse macht, kannst du dir ja trotzdem suchen.
Zitat:Andererseits belegen
zahlreiche Publikationen und Fallstudien, dass bei der Lyme
Borreliose im Stadium III bis zu 50% der Patienten keine Antikörper aufweisen, es besteht also bei der Hälfte der Patienten Seronegativität
(20.06.2016, 12:06)Markus schrieb: Das Geld für Laboruntersuchungen würde ich mir sparen, da kommt aus eigener Erfahrung nichts bei rum. Einen Immunologen, der die Lymphozytenpopulationen auf Kasse macht, kannst du dir ja trotzdem suchen.
Hallo Markus, vielen Dank. Hättest Du einen Tipp (als PN) welcher Immunologe so etwas macht und was ich diesem sagen muss / soll.
Nochmal etwas anderes in dem Zusammenhang: Wie schon beschrieben nehme ich ja seit relativ früh nach dem Stich AB. Trotzdem hat sich meiner Ansicht nach ein EM entwickelt (Durchmesser ca. 7cm - siehe Bild).
Ist das normal? Ist das gut/schlecht (weil z.B. Immunantwort)?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.06.2016, 14:02 von urmel57.)
Hallo Axel, also da stimmt was nicht. Entweder die Diagnose oder die Therapie ist nicht richtig für diese Entzündung. Es wäre sinnvoll damit zu einem Hautarzt zu gehen, um das genauer untersuchen zu lassen.
Unter geeigneter Antibiose sollte sich kein Erythema migrans bilden oder vergrößern. Denkbar wären da auch andere Erreger, die nicht auf das Antibiotikum ansprechen. Ich würde das unbedingt abklären lassen und auch den Spezi drauf ansprechen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.06.2016, 14:55 von Aber01.)
Liebe Urmel,
vielen Dank - ich habe gerade den Spezi kontaktiert, hoffe mal ihn morgen sprechen zu können, habe ihm das Bild auch geschickt. Zum Hautarzt gehe ich morgen früh.
Anfangs war gar nichts an der Stichstelle, so wie jetzt sieht es vielleicht seit einer Woche aus. Ach so, was sollte ich beim Hautarzt am besten sagen/wollen - irgendetwas bestimmtes (z.B. Erregernachweis PCR)?
An welche Erreger würdest Du denken, die nicht auf das AB ansprechen (nehme derzeit Mino/Tini). Laut Zecken PCR waren Borreliose positiv, Rickettsiose / Fleckfieber negativ, Ehrlichiose / Anaplasmose negativ.