Hallo Axel,
deine Anregungen sind sicherlich sehr interessant und ich bin für innovative Ansätze offen.
Zitat:Denn dieses System mit Forschung, Ärzten, Unternehmen, Krankenkassen, etc. werden wir nicht ändern können. Viel mehr gilt es doch sich genau dieses System zunutze zu machen, um seine eigenen Interessen / Bedürfnisse verfolgen zu können: d.h. Aufklärung, Prävention, Diagnostik und Behandlung von Borreliose & Co.
Zum einen sehe ich das Schwimmen und Lenken im Fluss und nicht gegen den Fluss schwimmen durchaus auch als eher geeigneten Weg als nur "gegen"etwas zu sein. Vom Kayakfahren weiß ich allerdings, dass dazu auch eine gewisse Geschwindigkeit, sprich Power, nötig ist.
Für deinen Überblick, Aufklärung zur Prävention betreibt unser Verein ja durchaus nicht nur im Forum sondern eine Reihe anderer Selbsthilfegruppen arbeiten mit uns zusammen. Es gibt nicht nur jährliche Stände sondern auch regionale Veranstaltungen sowie von Mitgliederen initiierte mediale Berichte, die nicht nur auf die Problematik aufmerksam machen sollen, sondern auch der Aufklärung dienen können. Material ist bei uns kostenlos erhältlich.
Diagnostik und Behandlung ist eine Sache, die den Ärzten vorbehalten ist. Hierzu gibt es jährlich durch die deutsche Borreliosegesellschaft zwei mal im Jahr Kongresse, die auch mit Fortbildungsangeboten verknüpft sind.
Desweiteren sind die Deutsche Borreliosegesellschaft und auch wir als Verein selbstverständlich auch an den Punkten vertreten, wo unsere Meinungen gehört werden. Inwieweit sie dann berücksichtigt werden, ist auch eine Frage der persönlichen Ressourcen, wie schon oben erwähnt.
Zitat: Mein Ansatz wäre: von allen "Stakeholder", am besten selbst betroffene Leute, zu involvieren um hieraus ein "Modell" zu entwickeln, so dass es für genau diese Stakeholder attraktiv ist, bzgl. Borreliose etwas zu unternehmen.
Gibt es denn im Forum Ärzte, Forscher, Mitarbeiter von Pharmakonzernen, Mitarbeiter von Krankenkassen, etc.? der Fokus muss hier nicht Borreliose sein, sondern nur gutes Wissen wie das System funktioniert.
Die Frage solche Stakeholder-Modelle zu entwickeln gab es durchaus auch schon in der Vergangenheit und sähe ich durchaus als attraktiv. Ich würde auch "Lobby" dazu sagen. Wenn du dazu weitere Ideen dazu hast - nur ran an die Bouletten. Mit der Idee alleine ist es dann leider auch nicht getan, das müsste auch mit Leben gefüllt werden. Wir, ich für meinen Teil und auch bereits eine Reihe von anderen tun da schon einiges im Rahmen unseres Vereins, da wäre aber noch viel Luft nach oben. Wenn du da also was machen willst, wäre dieser Rahmen ja durchaus der, in dem das eine Möglichkeit wäre.
Bin schon gespannt. Ein innvovativer neuer Ansatz wäre sicherlich wünschenswert, wenn die alten Ansätze der letzten 35 Jahre nichts gebracht haben. Zu verlieren gibt es nicht viel dabei - außer eigene Lebenszeit.....
Was mich allerdings umtreibt, ist, wie unsere Vereinsaktivitäten stärker in den Fokus rücken können - denn anscheinend wird das oft (auch von dir?) übersehen, dass dieses Forum hier nur ein Ausschnitt unserer Vereinsaktivität zeigen kann. Zwar ein wichtiger, denn der Austausch kommt direkt allen Patienten zu Gute - allerdings fehlt mir leider manchmal die Wertschätzung (und manchmal auch die Unterstützung) der Organisation, die dahintersteht.
Da du ja ein kritischer Mensch bist und innovative Ideen entwickeln magst, hast du dazu ja vielleicht auch deine Gedanken, an denen ich interessiert wäre. Unser Vereinsleben findet dann auch nicht nur hier im öffentlichen Teil des Forums statt, sondern auch in anderen Gruppen, die Vereinsmitlgiedern offen stehen, wo Aktionen geplant werden könnten, deren Detaills nicht immer in aller Öffentlichkeit ausgebreitet werden müssen.
Liebe Grüße Urmel