(12.02.2015, 02:53)Leon schrieb: Zitat:Der Hb ist jetzt auf 8,0 und dieses Problem scheint behoben.
Das ist immer noch erschreckend niedrig! Mein Hb taumelt gerade an der unteren Grenze von 12... Hast du deinen Ferritin-Wert checken lassen? Wenn der zu niedrig ist, kann das neben Erschöpfung, Kopfschmerzen, Herzproblemen, Atemnot auch zu verstärkter Schmerzwahrnehmung und Depressionen
führen. Evtl. könnte sogar eine Anämie vorliegen, wenn neben dem Hämoglobin- und Ferritin-Wert auch die Größe der roten Blutkörperchen / Erythrozyten (MCV) verringert ist.
Ich kann mich Leon (aus leidvoller Erfahung) nur anschliessen: wenn Hb grenzwertig niedrig ist, dein Eisenspeicher (Ferritin) niedrig normal ist (wie hoch?), dann liegt bei dir mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mangel an Funktionseisen, das fuer die Hormonbildung, die Bildung von Neurotransmittern (Serotonin, Dopamin), von Energie (ATP Bildung in den Mitochondrien) notwendig ist.
Niedrige Eisenspeicher kann eine Eisenmangeldepression ausloesen, die auf SSRI nicht anspricht. Das erklaert Dr.Beat Schaub hier sehr gut:
https://www.youtube.com/watch?v=T6HQJJ5kNnA
Das Problem: die Schulmedizin kann nur die Eisenmangelanaemie diagnostizieren , aber nicht der Mangel an Funktionseisen (oder nur indirekt ueber Ferritin, MCV, usw.). Und erkennt nicht die Symptome des Eisenmangels. Sprich: ist Hb in der Norm, dann hat der Patient eine Depression.
Und die optimalen Werte fuer Ferritin sind IMMER individuell, entsprechen also nicht zwangslauefig der Labornormen, welche statistisch willkuerlich (5-95% Perzentile) festgelegte Werte sind, die anhand der Werten von Patienten, also kranken Menschen, gerechnet werden. Daraus ergibt sich ein viel zu niedriger unterer Normwert (der, je nach Labor, zwischen 5 und 30 ng/ml schwankt), denn es gehen ja zwangslaufig mehr Patienten mit einem Eisenmangel zum Arzt als in der gesunden Bevoelkerung (die ja nicht zum Arzt geht, weil sie sich wohl fuehlen).
Das Problem: wenn Frau X bereits bei Ferritin unter 50 ng/ml Symptome eines Eisenmangels hat, die Norm des Labors aber bei 5 ng/ml anfaengt (wenn man Pech hat), dann hat sie fuer 99,99% aller Aerzte keinen Eisenmangel, sondern eine Depression.
Ich hatte selber Depressionen bei Ferritin unter 50 ng/ml ( 24, bzw. 37 ng/ml), dazu unschoene Symptome wie Muedigkeit/Schlappheit, Schwindel, Konzentrationsschwaeche, die ALLE nach ein paar Eiseninfusionen mit je 200 mg Eisen verschwunden sind.
Hier uebrigens die optimalen Werte fuer Ferritin nach Dr.Thierry Hertoghe:
http://www.coaching-for-health.net/eisen...rtoghe.pdf
Alles gute Oolong. Habe selber bei Ferritin 78 ng/ml (minus 22 ng/ml innerhalb 2 Monaten) einen leichten depressiven Rueckfall und weiss nicht so Recht, ob es an meiner schwierigen familiaeren Situation liegt oder an einem Ungleichgewicht der Neurotransmittern wegen eines fuer mich zu niedrigen Eisenspeichers. Ich ueberlege jetzt ernsthaft, mir 1-2 Eiseninfusionen von meinem HA geben zu lassen (privat), denn vielleicht habe ich danach bessere Nerven, um diesen Stress besser aushalten zu koennen. Eigentlich wollte ich noch warten, bis Ferritin weiter sinkt oder die Eisenmangelsymptome richtig erkennbar werden, aber die Eiseninfusionen werde ich bei diesem Verlusttempo sicher noch heuer benoetigen, also jetzt oder in 6 Monaten, dann lieber jetzt, bevor es richtig schlimm wird. Dafuer gibt es heuer kein Winterschluss-und kein Sommerschlussverkauf (ausser fuer die Kids

).
Ich weiss, wie es dir geht, glaube mir. Habe gerade 2 Tage hintereinander geheult, heute Morgen wieder (und dazu Aerger mit dem Spediteur der IR Kabine gehabt, der A*** war so unhoeflich, dass ich am Tel. geweint habe!), habe dann kurzentschlossen eine Tab. Cipralex (10 mg) eingeworfen.
Ich werde aber meinen HA bei naechsten Termin fragen, ob er mir eine Eiseninfusion geben koennte, um die Speicher auf meinen optimalen Level (ueber 100 ng/ml) zu bringen.
Bon courage!