Beiträge: 3.851
Themen: 173
Registriert seit: Sep 2012
Thanks: 1168
Given 2809 thank(s) in 1373 post(s)
08.09.2013, 08:46
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.09.2013, 09:02 von
Rosenfan.)
Zitat: Und außerdem sind bei einer alten Borreliose in der Regel nur IgG, aber keine IgM vorhanden.
Donald, könntest Du für diese Behauptung mal Belege einstellen?
Im Laborlexikon, das es im übrigen schon seit Jahren gibt, steht ganz klar, das IgM trotz ausreichender AB-Therapie jahrelang persistiren kann.
@Mutter, wann hatte Dein Sohn die Probleme mit Herpes? Vor oder nach dem Zeckenkontakt?
Und wenn er vor Jahren schon einmal eine Zecke hatte, ist es durchaus möglich, dass sich Antikörper gebildet haben, die Krankheit aber nicht zum Ausbruch kam, weil er genügend Abwehrstoffe hatte.
Fazit: bei Borreliose ist alles möglich.
Gruß - Rosenfan
PS.: habe nachgelesen - Herpes vor 4 Monaten. Herpes bringt das Immunsystem ziemlich durcheinander, durchaus möglich, dass sich dadurch die alte Infektion bemerkbar gemacht hat. Im übrigen ist meine Borreliose auch erst Jahre später ausgebrochen.
Älter werden ist die einzige Möglichkeit länger zu leben!
Aber alt werden ist nichts für Feiglinge...
Beiträge: 3.851
Themen: 173
Registriert seit: Sep 2012
Thanks: 1168
Given 2809 thank(s) in 1373 post(s)
Ich möchte hier noch einen Abschnitt eines anderes Labors einstellen:
Antikörperbildung bei einer Infektion mit Borrelien
Die Frühphase der Infektion (Stadium I: Erythema migrans, Lymphozytom) ist zunächst durch Bildung von IgM-Antikörpern gekennzeichnet. Hier werden vor allem Antikörper gegen das Osp C gebildet. Je nach Testsystem werden auch p41-Antikörper gefunden, die jedoch nicht so spezifisch sind wie die Immunantwort gegen OspC. Weitere relevante Banden sind gegen BmpA und Osp17 gerichtet, kommen jedoch deutlich selterner vor. IgM-Antikörper sind nach 36 Wochen zu erwarten. Die IgG-Antikörperbildung beginnt in der Regel später. Abweichend davon sind VlsE-IgGs oft schon zeitgleich mit IgM-Antikörpern nachweisbar.
In der Phase der frühen Dissemination (Stadium II) werden zunehmend auch IgG-Antikörper gegen weitere Antigene gebildet. Die Kriterien für einen positiven IgG-IB werden zunehmend erfüllt. IgM-Ak sind häufig noch nachweisbar.
Im Stadium der chronischen (disseminierten) Infektion (Stadium III) sind IgG-Antikörper in der Regel eindeutig positiv nachweisbar. Häufig finden sich IgG-Blots mit sehr vielen spezifischen Banden (siehe Abbildung 3). Es sind auch sog. Spätbanden (siehe Tabelle 1) nachweisbar. IgM-Antikörper können nachweisbar sein müssen aber nicht.
Nach erfolgreicher Therapie fallen IgG- (und IgM-) Antikörper nur langsam ab. Eine kurzfristige Therapiekontrolle mittels Serologie ist deshalb nicht sinnvoll. http://www.labor-enders.de/423.html
Rosenfan
Älter werden ist die einzige Möglichkeit länger zu leben!
Aber alt werden ist nichts für Feiglinge...
Beiträge: 18
Themen: 2
Registriert seit: Sep 2013
Thanks: 6
Given 14 thank(s) in 5 post(s)
LIA ist nicht die Abkürzung von ELISA. Diese Test verwendet Labor Schottdorf im Bochum wo Test gemacht wurde . Ich habe sonst keine andere Labor gefunden wer mit solchen Test arbeitet.
Beiträge: 18
Themen: 2
Registriert seit: Sep 2013
Thanks: 6
Given 14 thank(s) in 5 post(s)
Vielen Dank an alle für zahlreiche Rückmeldungen, es sieht alles leider ziemlich eindeutig aus
Nur seit dem Stich sind wirklich nur 6 Tagen vergangen . Ich kann sicher ausschließen das er schon einige Wochen davor eine Zecke gehabt hat da er ganze 5 Wochen davor nur im Großstadt war und nicht mal im Park oder Garten. Na ja . Mir hilft es auch nicht weiter sich an einem Strohalm zu Klammern und hoffen das es doch nicht so ist wie es aussieht. Ich werde aber trotzdem nächste Woche in einem anderen Labor sämtliche Tests machen unter anderen auch auf Co. Infekten da ich gelesen habe das z.b. Doxi nicht auf alle von Zecken übertragende Bakterien wirkt. Ich bin auf der Seite von Dr. Hop Seidel gestoßen wo sie Empfehlungen gibt mit welcherAB man Borreliose. Bekämpfen kann . Sie schreibt das von vielen Ärtzen verschriebene Doxyciclin wirkt NUR wenn die Bakterien sich noch nicht eingekapselt haben . Sie empfiehlt. Minocyclin. Hat jemand Erfahrung mit Minocyclin ?
Nur eins verstehe ich nicht WIE könnte meine Ärtztin und mit so einem, auf jeden Fall beunruhigendem Befund einfach weg schicken ??? Mit Worten machen sie sich keine Sorgen Befunde sind oft falsch. Sehr traurig. Hätte ich ihr einfach so geglaubt und nicht weiter im Internet geforscht währe die kostbare Zeit verloren
Beiträge: 3.699
Themen: 70
Registriert seit: Oct 2012
Thanks: 6539
Given 6765 thank(s) in 2143 post(s)
08.09.2013, 10:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.09.2013, 10:04 von
Niki.)
Hallo Mutter,
ich möchte dir einfach mal schreiben, wie es bei uns in einem sehr stark von Borreliose betroffenen Gebiet gehandhabt wird.
Wenn Kinder nur einmalig einen Zeckenstich haben, ist auf Wunsch der Erziehungsberechtigten - meist auch ohne Laboruntersuchung - eine Behandlung möglich und wird favorisiert. (Wenn die Zecke nicht mehr vorhanden ist) Gerade bei Kindern ist die Behandlung sehr einfach und sehr Erfolg versprechend.
Wir haben hier sehr viele Kinder, die schon behandelt wurden im Anfangsstadium, und keines, das ich kenne, hat bis jetzt was zurück behalten.
Wenn jetzt der Laborwert auch noch positiv war - und meiner Meinung sieht das alles schon nach einer frischen Infektion aus - würde ich ehrlich gesagt gar nicht lange überlegen. Würde da auch keinen LTT machen lassen, denn es kann gut sein, dass du damit keinen Deut schlauer bist.
Die Indizien für eine Infektion würden mir reichen und ich würde das nach Nutzen-Risiko abwägen.
Schlimmstenfalls hat dein Kind 2 bis 3 Wochen Antibiotika umsonst eingenommen - auf der anderen Seite wird die Streuung einer möglichen Infektion verhindert.
Im Idealfall wird es so gemacht, dass man gleich die Zecke im Labor untersucht. Wenn die positiv war, wird gleich therapiert unabhängig von irgend welchen Tests.
Kinderärzte verschreiben oft wegen jeder Kleinigkeit Antibiotika (auch oft nur prophylaktisch), und wenn jetzt tatsächlich eine Borreliose-Infektion im Raum steht, würde ich persönlich mein Kind therapieren lassen. Und vor allem aus dem Grund, weil es jetzt so unkompliziert behandelt werden kann wie nie mehr. Bei Kindern ist die Behandlung eh viel einfacher, und es kann auch mit gut verträglichen Antibiotika behandelt werden, die auch bei anderen Infektionen eingesetzt werden.
Du schreibst immer von deinem Hausarzt - ist das ein Allgemeinmediziner? Versuch es mal bei Kinderärzten, die kennen sich in der Regel besser aus.
LG Niki
Gehört zu den
Onlyme-Aktivisten:
www.onlyme-aktion.org