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IgM positiv nach NUR 6 Tagen nach Zeckenstich . Est dasMöglich ???
#31

(07.09.2013, 17:30)rat-suchende-mutter schrieb:  Mit falsch positiv meine ich das zum Beispiel die Ergebnisse nicht korrekt interpretiert worden sind oder LIA Test Verfahren nich die richtige ist für solche Fälle oder Kreuzreaktion mit anderen Bakterien oder Viren. Und wie gesagt die Labor war nicht die sich auf Borrelien spezialisiert ist . Ich weis das eher unwahrscheinlich ist aber Hoffnung stirbt zuletzt . Kann so ein Ergebnis IgM LIA positiv 1.89 Index
IgM BLOT positiv Banden OspC Bg (OspC Ba) auch auf sehr alte unbehandelt ungeheizte Borreliose???
Hallo, Borreliose heilt wahrscheinlich nie unbehandelt aus. (Es gibt eine größere Studie dazu). Und außerdem sind bei einer alten Borreliose in der Regel nur IgG, aber keine IgM vorhanden.
LIA ist was anderes als der häufig angewandte ELISA, dürfte aber auch ein grober Suchtest sein, welcher häufig falsch positiv ist.

Beim Bestätigungstest, dem Blot mit OSP C, ist ein falsch-positives Ergebnis deutlich unwahrscheinlicher, aber eben auch nicht sicher auszuschließen. Nur eine einzige Bande ist nicht viel, aber auch durch die sehr kurze Infektionszeit zu erklären.
Gruß
Donald
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#32

Bei einem positiven Ergebnis nach nur 6 Tagen glaube ich auch eher an einen unbemerkten Zeckenstich paar Wochen zuvor.

(07.09.2013, 16:18)rat-suchende-mutter schrieb:  Das er von kurzei zeit von einer unbemerkter Zecke gestochen worden halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Ich nicht. Guck Dir mal an, wie winzig klein die Larven sind. Auch wenn man sich vermeintlich gründlich absucht - wer kontrolliert täglich wirklich ALLE Körperstellen, wie zum Beispiel auch die Poritze usw.?

Und da OspC eine hochspezifische Bande ist, würde ich nicht noch zig andere Tests machen, die nur wertvolle Zeit kosten, in der sich die Viecher ganz in Ruhe im ganzen Körper ausbreiten können, sondern so schnell wie möglich eine Antibiose machen. (Das ist jetzt KEINE Behandlungsempfehlung, sondern MEINE Meinung, wie ICH handhaben würde, wenn es mich selbst betreffen würde!!)
Klar, man muß abwägen, wie hoch WÄRE das Risiko der Nebenwirkungen einer eventuell unnützen Antibiose gegenüber dem, was alles kommen KANN, wenn ich nichts tue. Wenn ich meine Krankengeschichte oder die vieler anderen hier im Forum lese, gäbe es für mich kein Überlegen mehr, wofür ich mich entscheiden würde...

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#33

Zitat:Es gibt keine Test´s die eine aktive von einer inaktiven Borreliose unterscheiden kann, geschweige denn eine Erkrankung voraussagen können.

Doch, eigentlich schon. Der LTT (Lymphozytentransformationstest) kann das schon. Aber er ist halt keine Kassenleistung. Da einige Labore in der Zeit seiner Einführung ungenau gearbeitet haben, wurde er verhängnisvollerweise aus dem Leistungsverzeichnis der Krankenkassen gestrichen. Mittlerweile gibt es längst ausreichend Literaturquellen und seit 2012 auch eine Validierungsstudie von Dr. von Baehr und seinem Team. Aber all dies wird oftmals ignoriert, damit man sich hinter antiquiertem Wissen und Unbelesenheit verschanzen kann. Einige Labore, die ihn durchführen können, wurden ja hier bereits genannt. Und, mal ehrlich, Mutter, wenn Du die 150 € aufbringen kannst, dann würde ich das auch tun. Auch er ist umstritten - wie alles in der Borrelioseszene - aber es gibt etliche Betroffene, wie mich, zu deren Diagnose er entscheidend beigetragen hat. Wobei auch ein negativer LTT eine aktive Borreliose nicht hundertprozentig ausschließen kann. Aber ein dierartiges Ergebnis erbringt leider kein Test.

LG Claire

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Thanks given by: urmel57 , Waldgeist
#34

Zitat: Und außerdem sind bei einer alten Borreliose in der Regel nur IgG, aber keine IgM vorhanden.

Donald, könntest Du für diese Behauptung mal Belege einstellen?

Im Laborlexikon, das es im übrigen schon seit Jahren gibt, steht ganz klar, das IgM trotz ausreichender AB-Therapie jahrelang persistiren kann.

@Mutter, wann hatte Dein Sohn die Probleme mit Herpes? Vor oder nach dem Zeckenkontakt?

Und wenn er vor Jahren schon einmal eine Zecke hatte, ist es durchaus möglich, dass sich Antikörper gebildet haben, die Krankheit aber nicht zum Ausbruch kam, weil er genügend Abwehrstoffe hatte.

Fazit: bei Borreliose ist alles möglich.

Gruß - Rosenfan

PS.: habe nachgelesen - Herpes vor 4 Monaten. Herpes bringt das Immunsystem ziemlich durcheinander, durchaus möglich, dass sich dadurch die alte Infektion bemerkbar gemacht hat. Im übrigen ist meine Borreliose auch erst Jahre später ausgebrochen.

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Thanks given by: leonie tomate , Rosa45 , Waldgeist
#35

Ich möchte hier noch einen Abschnitt eines anderes Labors einstellen:

Antikörperbildung bei einer Infektion mit Borrelien

Die Frühphase der Infektion („Stadium I“: Erythema migrans, Lymphozytom) ist zunächst durch Bildung von IgM-Antikörpern gekennzeichnet. Hier werden vor allem Antikörper gegen das Osp C gebildet. Je nach Testsystem werden auch p41-Antikörper gefunden, die jedoch nicht so spezifisch sind wie die Immunantwort gegen OspC. Weitere relevante Banden sind gegen BmpA und Osp17 gerichtet, kommen jedoch deutlich selterner vor. IgM-Antikörper sind nach 3–6 Wochen zu erwarten. Die IgG-Antikörperbildung beginnt in der Regel später. Abweichend davon sind VlsE-IgGs oft schon zeitgleich mit IgM-Antikörpern nachweisbar.

In der Phase der frühen Dissemination („Stadium II“) werden zunehmend auch IgG-Antikörper gegen weitere Antigene gebildet. Die Kriterien für einen positiven IgG-IB werden zunehmend erfüllt. IgM-Ak sind häufig noch nachweisbar.

Im Stadium der chronischen (disseminierten) Infektion („Stadium III) sind IgG-Antikörper in der Regel eindeutig positiv nachweisbar. Häufig finden sich IgG-Blots mit sehr vielen spezifischen Banden (siehe Abbildung 3). Es sind auch sog. „Spätbanden“ (siehe Tabelle 1) nachweisbar. IgM-Antikörper können nachweisbar sein müssen aber nicht.

Nach erfolgreicher Therapie fallen IgG- (und IgM-) Antikörper nur langsam ab. Eine kurzfristige Therapiekontrolle mittels Serologie ist deshalb nicht sinnvoll.
http://www.labor-enders.de/423.html

Rosenfan

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Thanks given by: Rosa45 , rat-suchende-mutter , Waldgeist
#36

Zitat:LIA ist was anderes als der häufig angewandte ELISA

Der Elisatest wird von einigen Laboren auf ihren Befundberichten mit LIA, oder auch EIA abgekürzt.

Um die Sache aber noch ein wenig "interessanter" zu gestellten, gibt es aber auch noch einen LIA Test (Lumineszenz-Immunoassay).

Ich vermute aber mal stark, dass dieser Test nicht im der Rahmen der Zweistufendiagnostik, bei dem Sohn von Rat-suchende-Mutter angefertigt wurde.

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Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.
 

Platon
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Thanks given by: Rosa45
#37

Zum Vortrag von Donald -

Zitat:Und außerdem sind bei einer alten Borreliose in der Regel nur IgG, aber keine IgM vorhanden.

Donald, dann muss der gerichtlich bestellte Gutachter einer renomierten großen Unfallklinik wohl kein grundlagenbasiertes Wissen haben?

Zitat:
Hier sprechen die spater abgenommenen Laborwerte (Borrelia Burgdorferi-Serologie: IgA-AK: 5,7 VE
(normal bis 9,O); IgM-AK: 11,7 VE (normal bis 9,O); IgM-Blot: schwach positiv), wenn dann
sowohl fur eine frische als auch fur einen chronischen Infekt, womit sie fur die rechtliche Klarung......


Zitat:Beim Bestätigungstest, dem Blot mit OSP C, ist ein falsch-positives Ergebnis deutlich unwahrscheinlicher, aber eben auch nicht sicher auszuschließen. Nur eine einzige Bande ist nicht viel, aber auch durch die sehr kurze Infektionszeit zu erklären.

Ospc hat verschiedene "Banden" für verschiedener Erreger

Borrelia afzelii [Ba], Borrelia garinii [Bg], somit ist Ospc für afzelii postiv und für garinii leicht positiv (Laborbefund Rats...) und damit mit einer starken und einer leichten Bande gegen zwei Genosp. positiv.
Es ist nicht nur eine Bande!

LG Rosa
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Thanks given by: leonie tomate , Filenada , urmel57 , Nala
#38

LIA ist nicht die Abkürzung von ELISA. Diese Test verwendet Labor Schottdorf im Bochum wo Test gemacht wurde . Ich habe sonst keine andere Labor gefunden wer mit solchen Test arbeitet.
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#39

Vielen Dank an alle für zahlreiche Rückmeldungen, es sieht alles leider ziemlich eindeutig aus
Nur seit dem Stich sind wirklich nur 6 Tagen vergangen . Ich kann sicher ausschließen das er schon einige Wochen davor eine Zecke gehabt hat da er ganze 5 Wochen davor nur im Großstadt war und nicht mal im Park oder Garten. Na ja . Mir hilft es auch nicht weiter sich an einem Strohalm zu Klammern und hoffen das es doch nicht so ist wie es aussieht. Ich werde aber trotzdem nächste Woche in einem anderen Labor sämtliche Tests machen unter anderen auch auf Co. Infekten da ich gelesen habe das z.b. Doxi nicht auf alle von Zecken übertragende Bakterien wirkt. Ich bin auf der Seite von Dr. Hop Seidel gestoßen wo sie Empfehlungen gibt mit welcherAB man Borreliose. Bekämpfen kann . Sie schreibt das von vielen Ärtzen verschriebene Doxyciclin wirkt NUR wenn die Bakterien sich noch nicht eingekapselt haben . Sie empfiehlt. Minocyclin. Hat jemand Erfahrung mit Minocyclin ?
Nur eins verstehe ich nicht WIE könnte meine Ärtztin und mit so einem, auf jeden Fall beunruhigendem Befund einfach weg schicken ??? Mit Worten machen sie sich keine Sorgen Befunde sind oft falsch. Sehr traurig. Hätte ich ihr einfach so geglaubt und nicht weiter im Internet geforscht währe die kostbare Zeit verloren
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#40

Hallo Mutter,

ich möchte dir einfach mal schreiben, wie es bei uns in einem sehr stark von Borreliose betroffenen Gebiet gehandhabt wird.

Wenn Kinder nur einmalig einen Zeckenstich haben, ist auf Wunsch der Erziehungsberechtigten - meist auch ohne Laboruntersuchung - eine Behandlung möglich und wird favorisiert. (Wenn die Zecke nicht mehr vorhanden ist) Gerade bei Kindern ist die Behandlung sehr einfach und sehr Erfolg versprechend.

Wir haben hier sehr viele Kinder, die schon behandelt wurden im Anfangsstadium, und keines, das ich kenne, hat bis jetzt was zurück behalten.

Wenn jetzt der Laborwert auch noch positiv war - und meiner Meinung sieht das alles schon nach einer frischen Infektion aus - würde ich ehrlich gesagt gar nicht lange überlegen. Würde da auch keinen LTT machen lassen, denn es kann gut sein, dass du damit keinen Deut schlauer bist.
Die Indizien für eine Infektion würden mir reichen und ich würde das nach Nutzen-Risiko abwägen.
Schlimmstenfalls hat dein Kind 2 bis 3 Wochen Antibiotika umsonst eingenommen - auf der anderen Seite wird die Streuung einer möglichen Infektion verhindert.

Im Idealfall wird es so gemacht, dass man gleich die Zecke im Labor untersucht. Wenn die positiv war, wird gleich therapiert unabhängig von irgend welchen Tests.

Kinderärzte verschreiben oft wegen jeder Kleinigkeit Antibiotika (auch oft nur prophylaktisch), und wenn jetzt tatsächlich eine Borreliose-Infektion im Raum steht, würde ich persönlich mein Kind therapieren lassen. Und vor allem aus dem Grund, weil es jetzt so unkompliziert behandelt werden kann wie nie mehr. Bei Kindern ist die Behandlung eh viel einfacher, und es kann auch mit gut verträglichen Antibiotika behandelt werden, die auch bei anderen Infektionen eingesetzt werden.

Du schreibst immer von deinem Hausarzt - ist das ein Allgemeinmediziner? Versuch es mal bei Kinderärzten, die kennen sich in der Regel besser aus.


LG Niki

Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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