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Britta, diese Tests sind sowas von aussagelos, da kannst du gar nichts dran festmachen, weder eine Bestätigung noch einen Ausschluss.
Interessant wären die Ergebnisse des dritten Tests schon, aber so wahnsinnig neue Erkenntnisse wird es daraus wahrscheinlich auch nicht geben.
Ich fände da die Idee mit dem LTT nicht so schlecht auch wenn er umstritten ist, kann er Anhaltspunkte geben.
Liebe Grüße Urmel
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@ urmel57: Kannst du bitte erklären, welche Erkenntnisse der LTT dazu bringen soll?
Mir wurde immer gesagt, dass er sehr, sehr empfindlich ist, deshalb viel mehr anzeigt, aber eben auch mehr falsch anzeigt - auch falsch positiv. Somit wäre nach meiner derzeitigen Annahme das bisherige Ergebnis mit schwach positiv aussagekräftiger.
Viele Grüße, Christina
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16.07.2014, 19:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.07.2014, 20:00 von
urmel57.)
Hallo Christina,
ich sehe ehrlichgesagt wirklich ein sehr sehr schwaches positiv bei den Tests, die Britta hier eingestellt hast. Der LTT funktioniert nach einem komplett anderem System. Bei mir war zum Beispiel nur der LTT positiv und nach Antibiose wurde er negativ. Er ist nur ein weitere Baustein in der Diagnostik und kann ggf. unterstützen, dass man überhaupt eine antibiotische Behandlung bekommst, wenn man diese anstrebst. Der Vorteil am LTT sehe ich darin, dass man Tendenzen eher erkennen kann, ob Antibiotika was bringen oder nicht - aber da gehen die Ansichten auseinander. Wenn man sich das sparen möchtest, kann ich das verstehen, aber es wird wenig geben, was labortechnisch einen Diagnoseverdacht ansonsten bestätigen kann, vielleicht noch das empfohlene Dunkelfeld.
Den Goldstandard gibt es eben nicht.
Schulmedizinisch werden isolierte IgM-Werte, wenn es sich nicht um eine Neuinfektion handelt, fast immer als falsch positiv oder Seronarbe gewertet ! Der Gegenbeweis ist ebenso schwer anzutreten.
Letztendlich wird man ohne einen Behandlungsversuch nicht wissen, ob ggf. Antibiotika was bringen oder nicht. Letzte Gewissheit, ob Borreliose aktiv ist oder was anderes, ist nie zu bekommen. Die Frage ist eben auch was man versuchen will und ob ein Arzt bereit ist, alleine aufgrund der Symptome auf Borreliose zu behandeln.
Alternativ könnte man natürlich auch noch alle möglichen anderen Erreger abklopfen lassen , wozu dann auch noch einige Viren dazugehörten etc. aber auch das würde keine Klarheit letztendlich geben. Es ist zum Schluss nur die Wahrscheinlichkeit, was für die Beschwerden verantwortlich ist aber nie die Gewissheit.
Vielleicht sind auch noch ganz andere Faktoren, wie die individuelle Genetik, Umwelteinflüsse wie Schwermetallbelastung etc. für denZustand verantwortlich, das Ganze ist so wahnsinnig komplex.
Was richtig oder falsch für jeden einzelnen ist, können wir hier daher leider nicht wissen.
Liebe Grüße Urmel
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17.07.2014, 11:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.07.2014, 11:05 von
britta123.)
Hallo Urmel,
was für Erreger sollte ich denn noch konkret überprüfen lassen?
Heißt schwach positiv im Umkehrschluss das meine Beschwerden gar nicht daher kommen könnten?
LG Britta
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24.07.2014, 08:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.07.2014, 09:16 von
britta123.)
Gestern bei einer Ärztin in Köln gewesen und das erste mal seit langem das Gefühl gehabt das mich ein Arzt mal wieder ernst nimmt. Blutdunkelfeld und LTT sind unterwegs. Die Untersuchung war sehr gründlich und ich bin sehr gespannt ob die Suche nun endlich ein Ende hat. Ich denke, dort bin ich sehr gut aufgehoben.
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Mein Blutdunkelfeld-Ergebnis ist heute angekommen. Es wurden Spirochäten gefunden, die Belastung des Blutes liegt bei den Borrelien mit ++ ( Skala von 0-++++) im mittleren Bereich. Außerdem wurde noch Candida albicans, Belastungen mit Metallen wie Quecksilber und Aluminium, eine generelle Übersäuerung und andere Pilzbelastungen festgestellt. Irgendwie bin ich froh und erleichtert mir den ganzen Blödsinn nicht eingebildet zu haben. Wenn einen der fünfte Arzt zum weißichnichtwievielten mal fragt ob man nicht vielleicht doch gerade Stress hat, glaubt man den Mist ja fast selber schon. Ich habe das Gefühl es geht in die richtige Richtung. Den LTT gibt es Mitte August wenn die Ärztin aus dem Urlaub wieder da ist. Ich bin weiterhin gespannt...
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21.08.2014, 23:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.08.2014, 23:08 von
Klaus.)
Die serologische Diagnostik von Borrelieninfektionen ist immer noch nicht optimal und höchstens zusätzlich für einen Spezi mal interessant.
Die Diagnose muß klinisch gestellt werden.
Bei mir war AK auf B. 2006 schwach positiv, eine Nachkontrolle nach 2 Wochen negativ, bei bereits seit Monaten bestehenden Beschwerden !
Der Verdacht wurde von den Ärzten daraufhin verworfen, sehr schlimm.
Erst ein erneuter Test auf eigene Kosten 2010 war dann hoch positiv.
Ein bekanntes Labor Berlin hat kürzlich eine bestehende B.-Infektion aufgrund des Titer und wenige Banden ausgeschlossen, bei derzeit immer stärkeren Beschwerden... eine unmögliche Interpretation des Labors.
Ich weiß mittlerweile ja, was ich habe und brauche keine weiteren Tests mehr.
Dr. Klinghardt hält den Westernblot übrigens auch für wenig brauchbar.