(21.12.2015, 16:17)berndjonathan schrieb: @klarinette: Könntest du das mit der Entgiftung im Allgemeinen und Methylierung im Besonderen näher erklären?
Entgiftung im Allgemeinen – was ist damit gemeint:
Ich meinte jetzt keine alternativen Behandlungsformen, wie die von Dir angesprochene Rife-Maschine, obwohl ich die durchaus für eine Option halte, vor allem wenn man mit AB nicht mehr zurecht kommt. Nein, ich meinte ganz banal die Fähigkeit unseres Körpers, Abfallstoffe oder toxische Stoffe auszuscheiden, zu entgiften.
Unsere Entgiftungsorgane sind:
Leber, Nieren, Darm, das Lmyphsystem, die Haut und die Lungen.
D.h. diese Organe müssen gut funktionieren.
z.B. Darm: Stuhlgang muß regelmäßig stattfinden. Einläufe können sehr hilfreich sein zum Entgiften. Flohsamenschalen helfen gegen Verstopfung.
Leber: Es gibt sehr gut beschrieben Leberreinigungs-Programme, die man in Abständen von einigen Wochen durchführen kann, und die eine Menge Toxine aus Leber und Gallenwegen schaffen. Sehr erprobt z.B. die Leberreinigung nach Hulda Clark. Oder auch einfach alle paar Wochen morgens eine Portion Rhizinus nehmen.
Lymphsystem: alles, was die Lymphe in Bewegung bringt, hilft Gifte abzutransportieren: Gehen, gymnastische Übungen, Massagen, oder regelmäßiges Trockenbürsten des Körpers.
Wenn man im Netz sucht, findet man zu allen Stichworten viel Info.
Bindemittel für Toxine sind phasenweise immer wieder sehr sinnvoll, weil sie die Wiederaufnahme aus dem Darm in den Körper über den Enterohepatischen Kreislauf verhindern: Kohle, Zeolith, Bentonit, feine Heilerde, Cholestyramin.
Wannenbäder z.B. in Magnesiumsulfat entgiften über die Haut und entspannen wunderbar. Oder auch regelmäßige Fußbäder mit Mineralien.
Fern-Infrarot Sauna soll sehr effektiv sein.
Dazu immer wieder phasenweise wechselnd pflanzliche Mittel, die die Ausleitorgane gezielt unterstützen: z.B. Präparate mit Mariendistel für die Leber, Präparate mit Goldrute für die Nieren oder auch als Tee ect. z.B. Firmen wie Dr. Loges oder andere haben lange Erfahrung mit der Herstellung solche Phytotherapeutika.
Manchmal sind auch Antihistaminika kurze Zeit hilfreich und sinnvoll, wenn viel Histamin ausgeschüttet wurde.
Ein eigenes Entgiftungsthema ist, wenn man eine Metallbelastung (z.B. Quecksilber) hat, was nicht selten der Fall ist, da viele Leute, die an B erkrankt sind, Amalgam in den Zähnen hatten oder haben.
Unser größtes Entgiftungsorgan ist die Leber.
Entgiftung in der Leber bedeutet: Stoffe werden mit Hilfe von Enyzmen
ausscheidungsfähig gemacht.
Die Entgiftung läuft in 2 Phasen ab, Phase 1 und Phase 2, mit jeweils eigenen Enzymsorten. Im Labor kann man diese Enzyme z.T. messen lassen oder auch die individuelle Funktion beider Entgiftungsphasen.
In Phase 1 werden toxische Substanzen verändert (reduziert, hydrolysiert, oxidiert), und in Phase 2 werden sie dann mit hydrophile Molekülen wie Glutathion, Cystein, Sulfat ect. konjugiert, wodurch sie erst
wasserlöslich werden und über die Nieren oder die Galle ausgeschieden werden können.
Die Produkte der Phase I sind durch die Umwandlung zunächst meist noch „toxischer“ als die Ausgangssubtanz (das Ausgangstoxin), so dass es auf eine gute und schnelle Phase 2 ankommt. Oder anders ausgedrückt: wenn die Phase 1 besonders gut funktioniert, aber die Phase 2 träge ist und die anfallenden Stoffe nicht schnell genug weiterverarbeitet werden können, dann hat man ein ziemliches Problem. Und weil das so wichtig ist, daß bei chronischen Erkrankungen beide Phasen gut aufeinander abgestimmt arbeiten, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, wenn jeder die Stärke oder Schwäche der eigenen Leberentgiftungs-Phasen kennen würde, um gegebenenfalls gegensteuern zu können. Von dieser Problematik können nicht nur Arzneimittel oder Erreger-Toxine betroffen, sondern genauso „Natureilmittel“.
Zitat:Von anderen Naturheilmitteln ging es oft wochenlang deutlich schlechter, da traue ich mich gar nicht mehr ran.
Die Phasen lassen sich regulieren: Es gibt Nahrungsmittel und pflanzliche Mittel die gezielt auf Phase 1 oder Phase 2 wirken. Was ich im Moment nicht weiß (bin selber auf der Suche), wie der Test heißt, den man da anfordern muß und welches Labor die nötige Erfahrung hat. Jedenfalls gibt es solche Untersuchungen schon sehr lange.
Biotransformation
Soweit erst mal. Vielleicht steht das auch schon alles in den Tiefend es Forums – hatte keine Zeit, danach zu suchen. Was die Methylierung angeht, das muß bis nach Weihnachten warten.
Was ich bei Dir noch gedacht habe, Du hast ja auch eine langjährige SD-Erkrankung, dabei sind oft die NN in Mitleidenschaft gezogen. 1) Weil SD und NN grundsätzlich zusammen arbeiten/voneinander abhängig sind, 2) weil die NN bei chron. Infektionen Schwerstarbeit leisten und nicht selten Unterstützung brauchen. Sei es, daß sie zu viel Cortisol machen oder zu wenig. Cortisol ist ja stark entzündungshemmend, dämpft überschießende Immunreaktionen. Wenn die NN nun ausgepowert sind und wenig Cortisol bilden, dann fehlt eine wichtige dämpfende Komponente, die ein hochgefahrenes Immunsystem, das gegen Erreger gekämpft hat, wieder bremst. Zum Beispiel. D.h. kennst Du die Leistung Deiner Nebennieren?