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Rifampicin und Schilddrüse TSH: Alternative Ciprofloxacin
#31

berndjonathan, kenne deine Krankengeschichte jetzt nicht, aber du hast wohl schon sehr lange und hochdosiert ABs bekommen, wenn ich richtig weiß. Man sollte halt auch daran denken, dass ABs die Mitochondrien schädigen können, und da wird man sicher nicht innerhalb von 1-2 Tagen eine Besserung erreichen können, falls das der Fall ist.

Nach 2 Monaten Rifa + Minocyclin wurde meine Fatigue immer heftiger, sodass ich im Juni entschied die Medikation abzusetzen. Letztlich weiß ich auch nicht, was mir fehlt, ich habe aber mittlerweile in zunehmendem Maße auch Virusreaktivierungen im Verdacht. Die Spezies hauen ja oftmals mit AB drauf ohne Ende und Viren werden komplett ignoriert.

Wurde bei dir schonmal ein Cortisol-Tagesprofil im Speichel gemacht? Candida untersucht? Was sind aktuell deine Beschwerden?
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Thanks given by: berndjonathan
#32

Lieber Markus,

ich fühle mich extrem müde, schlafe 18 Stunden, bin sehr Benommen und depressiv (Schilddrüse). Nebenbei Tinnitus, Atemnot, usw. Das kann sich immer über Nacht (buchstäblich!) wieder ändern, ich kann mich dann plötzlich wieder nahezu gesund sein. Leider hat sich diese Verbesserung, die meist nach 1-4 wochen Schlechtgehen kommt, aktuell nicht wieder eingestellt.
Zumindest wurde von meinem Spezi, der da sehr genau ist mit -leider sehr teuren Labortests- ATP und Q-10 gemessen. Q 10 war sehr gut (ich substituiere) und das ATP auch. Die Mitochondrien scheinen also eher in Ordnung. Das wundert mich auch bei der jahrelangen Antibiose (grob geschätzt zuerst 4 Jahre, dann 1 Jahr Pause, jetzt 6 Monate Rifa und Azi). Zudem stand bei mir immer auch eine metabolische Myopathie im Raum, diese sei aber schwer zu diagnostizieren und es gäbe auch keine Therapie. Das würde ja auch Richtung Mitochondrien gehen. Nehme jetzt vorsichtshalber Acetyl-glutathion (ACC alleine hat keine Besserung gebracht) und organisches Germanium 132 für die Mitochondrien.

Viren und Pilze sind natürlich auch Kandidaten, mein Spezi hat sich eher auf Borre und Chlamydien festgelegt, aber ich denke jetzt auch daran, mal ein paar Wochen Fluconazol gegen Candida zu nehmen, nehme jetzt schon Nystatin (frei verkäuflich, aber das wirkt ja nur im Darm).

Diese Selbstmedikation finde ich eigentlich nicht gut, aber mein Spezi ist zwar sehr verständnisvoll, aber auch nur alle 2 Monate greifbar und rät dasnn eher nur zu "Augen zu und durch". Der Punkt ist ja gerade, dass ich nicht mehr durchhalte. Fluconazol habe ich noch da, es wurde vor Jahren mal verschrieben.
Ach ja, dann noch ein teures Nahrunsmittelscreening (350,- EUR), Nahrungsumstellung ebenso ohne Erfolg. Gute Blutdruckeinstellung, ebenfalls ohne Besserung.

In Deinem Fall, ohne jede Kenntnis Deiner Problematik, kann ich aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass eine Verschlechterung unter Antibiose kein schlechtes Zeichen sein muß, auch kein Signal geschädigter Mitochondrien. Mir ging es unter höchstdosierten AB schon blendend.....die Ungewissheit ist ja gerade das Schlimme. Nie weiss man, was es nun ist, ob man nun durchhalten soll oder abbrechen.

Toller Spruch: Wann´s genug ist, merkt man erst, wenn´s MEHR als genug ist...

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
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Thanks given by: Sabine
#33

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  Lieber Markus,

ich fühle mich extrem müde, schlafe 18 Stunden, bin sehr Benommen und depressiv (Schilddrüse). Nebenbei Tinnitus, Atemnot, usw. Das kann sich immer über Nacht (buchstäblich!) wieder ändern, ich kann mich dann plötzlich wieder nahezu gesund sein. Leider hat sich diese Verbesserung, die meist nach 1-4 wochen Schlechtgehen kommt, aktuell nicht wieder eingestellt.
Nochmal die Frage: Wurde bei dir mal ein Cortisol-Tagesprofil im Speichel gemacht oder Cortisol im 24h Urin bestimmt? Ich nehme an kardiologisch, neurologisch, etc. bist du schon durchgecheckt? Wie sieht deine aktuelle Medikation aus (neben den ABs)? Welche "schulmedizinischen" Diagnosen hast du bisher bekommen?

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  Zumindest wurde von meinem Spezi, der da sehr genau ist mit -leider sehr teuren Labortests- ATP und Q-10 gemessen. Q 10 war sehr gut (ich substituiere) und das ATP auch. Die Mitochondrien scheinen also eher in Ordnung.
Aus diesen Werten kann man m.E. keine Rückschlüsse auf die Mitochondrien ziehen. Das Q10 ist hoch, weil es substituiert wurde; was soll man auch sonst erwarten?

Die ATP-Bestimmung ist m.E. gefährlich, weil man falsche Schlüsse daraus zieht. Es gibt überhaupt keine Untersuchung darüber, ob und inwiefern das ATP im Blut mit dem ATP z.B. im Muskel korreliert ist. Die Bestimmung von ATP ist zumindest beim IMD noch nicht einmal akkreditiert und Hr. v. Baehr erwähnte mir gegenüber, dass nur das ATP in Leukozyten gemessen wird und auch nur darüber eine Aussage gemacht werden kann. Die ATP-Bestimmung als generellen Mitochondrien-Marker zu nutzen ist somit nicht zulässig, auch wenn das von vielen Ärzten so gehandhabt werden dürfte.

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  Das wundert mich auch bei der jahrelangen Antibiose (grob geschätzt zuerst 4 Jahre, dann 1 Jahr Pause, jetzt 6 Monate Rifa und Azi).
Die Laboranalytik (ATP-Bestimmung) kann bei dieser Fragestellung nicht weiterhelfen.

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  Zudem stand bei mir immer auch eine metabolische Myopathie im Raum, diese sei aber schwer zu diagnostizieren und es gäbe auch keine Therapie.
Nimmst du Statine?

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  Viren und Pilze sind natürlich auch Kandidaten, mein Spezi hat sich eher auf Borre und Chlamydien festgelegt,
Die Realität richtet sich aber nicht nach den Vorlieben eines Spezis, sondern wir müssen uns nach der Realität richten; und da scheint es noch viele andere Einflußfaktoren zu geben (neben Erregern v.a. umweltmedizinische/toxikologische). Hast du Amalgam? Wurzelfüllungen oder Entzündungen im Kieferbereich?

(24.10.2015, 13:37)berndjonathan schrieb:  aber ich denke jetzt auch daran, mal ein paar Wochen Fluconazol gegen Candida zu nehmen, nehme jetzt schon Nystatin (frei verkäuflich, aber das wirkt ja nur im Darm).

Diese Selbstmedikation finde ich eigentlich nicht gut, aber mein Spezi ist zwar sehr verständnisvoll, aber auch nur alle 2 Monate greifbar und rät dasnn eher nur zu "Augen zu und durch". Der Punkt ist ja gerade, dass ich nicht mehr durchhalte. Fluconazol habe ich noch da, es wurde vor Jahren mal verschrieben.
Flucanozol würde ich nicht auf Verdacht nehmen. Ich würde eine Candida-Serologie auf Kasse veranlassen; eine systemische Candidose im Sinne der Schulmedizin ist sehr selten und in der Regel lebensbedrohlich. Ich denke nicht, dass das bei dir der Fall ist.

Buhner beschreibt ein nettes Kräuter-Protokoll gegen Candida. Der Vorteil dabei ist, dass die antibakteriellen Kräuter auch gegen viele anderen Infektionen helfen und insgesamt den Körper stärken, anstatt ihn zusätzlich zu belasten.

Hast du keinen Hausarzt, der dich betreut? Ist schonmal in Erwägung gezogen worden, dich in ein Zentrum für seltene Erkrankungen zu überweisen?
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Thanks given by: Filenada , Katie Alba , johanna cochius , Heinzi , Sabine
#34

Lieber Markus,

vielen Dank für die ausführliche Beschäftigung. Mir ist neu, dass die ATP-Werte mit Vorsicht zu genießen sind. Sie waren einmal sehr erniedrigt, das korrelierte dann auch mit meinem Befinden, sind aber jetzt eher gut...

Statine nehme ich nicht, obgleich sie angezeigt wären, da ich die Muskelnebenwirkungen fürchte. Ich erwäge jetzt Colestyramin, hat mir mein Spezi schon verschreiben.

Ansonsten habe ich neben SD-Carzinom, Thymom, Adipositas und Bluthochdruck und ständiger CK-Erhöhung unklarer Genese (V.a. Myopathie), permanent subfebrile Temperaturen, zahlreichen Allegien keine Krankheiten, eben nur die Chlamydien AK recht hoch trotz jahrelanger Therapie, dazu Bornavirus, EBV, Mycoplasmen. Sonst nichts. Neurologisch, Endokrinologisch alles abgeklärt (nur der Adron-Index war stark erhöht, kommt aber von Adipositas, wurde gesagt).

Ein Cortisol Tagesprofil hat mein Spezi vor Jahren einmal gemacht, wo würdest Du denn nochmal eines machen lassen? Scheint mir sinnvoll, damals war es auffällig, mein Spezi meinte aber, da sei keine Behandlung angezeigt.

Amalgam etc. hatte ich vor Jahren in Verdacht (ich habe seit 30 Jahren Symptome!!), ich habe es ausleiten lassen, dann durch Gold ersetzen lassen, dann durch Kunststoff (wegen Palladium im Gold). Aktuell hat mir mein Spezi DMPS mitgegeben, soll ich einmal wöchentlich nehmen, allerdingst will ich meine Verwirrung nicht noch vergrößern. Denn wovon Verbesserungen / Verschlechterungen dann kommen, weiss ich dann auch nicht.

Einen Spezi für seltene Erkrankungen (meinst Du Marburg) hat noch niemand ins Auge gefasst. Mein Hausarzt hält alles eher für psychogen, aber das halte ich (und auch meine Psychotherapeutin) für Verlegenheitsdiagnose. Mein Spezi ist sich sicher, dass es (neben anderen Nebenkriegsschauplätzen) die Borre ist. Ich werde ihn in 4 Wochen auf jeden Fall danach fragen, auch zum Tagesprofil, welches ich aber schonmal selbst in Auftrag geben würde, wenn Du ein gutes Labor weist (ist doch nur Sputum, oder?). Muss man eh selbst bezahlen.

Von Fluconazol nehme ich dann wohl Abstand und bitte den Spezi um Candida-AK im Blut. Das meintest Du doch, oder? Im Stuhl ist eh alles drin, eben durch die lange AB, das sagt wohl wenig aus.

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
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#35

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Statine nehme ich nicht, obgleich sie angezeigt wären, da ich die Muskelnebenwirkungen fürchte.
Das ist vermutlich auch eine vernünftige Entscheidung. Cholesterin ist nur deshalb gefährlich, weil es Cholesterinsenker gibt. Hier ab 4:30 ein Zitat von Dr. Müller: Cholesterin

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Ansonsten habe ich neben SD-Carzinom, Thymom, Adipositas und Bluthochdruck und ständiger CK-Erhöhung unklarer Genese (V.a. Myopathie), permanent subfebrile Temperaturen, zahlreichen Allegien keine Krankheiten, eben nur die Chlamydien AK recht hoch trotz jahrelanger Therapie, dazu Bornavirus, EBV, Mycoplasmen. Sonst nichts. Neurologisch, Endokrinologisch alles abgeklärt (nur der Adron-Index war stark erhöht, kommt aber von Adipositas, wurde gesagt).
Zu den Carzinomen kann ich nichts sagen, da kenne ich mich nicht aus. Bezüglich Adipositas: Hast du schon einmal LOGI-Kost probiert? Wenig und nur komplexe KH, dazu viel Fette (Nüsse, Öle, Butter, Sahne, etc.).

Wie ist dein Blutzucker, nimmst du da Medikamente, wenn ja: welche? Was nimmst du gegen den Bluthochdruck? Wie hoch ist er vor/nach Medikation?

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Ein Cortisol Tagesprofil hat mein Spezi vor Jahren einmal gemacht, wo würdest Du denn nochmal eines machen lassen? Scheint mir sinnvoll, damals war es auffällig, mein Spezi meinte aber, da sei keine Behandlung angezeigt.
Mein Arzt in Kempten hat es bei Ganzimmun in Auftrag geben lassen. Auf medivere kann man glaube ich auch ein Testset dafür anfordern, es geht dann auch ohne Arzt. Ist dann nur etwas teurer.

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Amalgam etc. hatte ich vor Jahren in Verdacht (ich habe seit 30 Jahren Symptome!!), ich habe es ausleiten lassen, dann durch Gold ersetzen lassen, dann durch Kunststoff (wegen Palladium im Gold).
Das mit dem Ausleiten ist glaube ich so eine Sache. Im Endeffekt bekommt man es wohl nicht mehr in nennenswertem Umfang aus dem Körper raus.

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Aktuell hat mir mein Spezi DMPS mitgegeben, soll ich einmal wöchentlich nehmen, allerdingst will ich meine Verwirrung nicht noch vergrößern. Denn wovon Verbesserungen / Verschlechterungen dann kommen, weiss ich dann auch nicht.
Ich kann dir nur sagen, was ich gemacht habe, als es mir immer dreckiger ging: Alle Medis abgesetzt und seither (bis auf weiteres) orthomolekulare Sachen und Kräuter (nach Buhner).

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Einen Spezi für seltene Erkrankungen (meinst Du Marburg) hat noch niemand ins Auge gefasst. Mein Hausarzt hält alles eher für psychogen, aber das halte ich (und auch meine Psychotherapeutin) für Verlegenheitsdiagnose.
Das gibt's glaube ich in einigen Unikliniken, z.B. Tübingen. Marburg selbst behandelt keine Patienten mehr, sondern gibt nur noch Tipps (nach Aktenlage), wenn andere Unikliniken nichts finden. Vorraussetzung ist aber, dass im Vorhinein ein Komplettcheck an einer Uniklinik gelaufen ist.

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Von Fluconazol nehme ich dann wohl Abstand und bitte den Spezi um Candida-AK im Blut. Das meintest Du doch, oder?
Im Prinzip ja, das geht aber auf Kasse. Privat würde ich das nicht machen wollen, weil da vermutlich nichts rauskommt. Es geht nur um Ausschluß.
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Thanks given by: Heinzi
#36

So, jetzt kann ich wohl abschließend über meine Rifampicin-Behandlung reden:

Es war ein Mißerfolg!

In Kombination mit Azithromycin ging es mir zu Behandlungsbeginn im Frühjahr ja extrem mies, das sah ich als gutes Zeichen.
Den Sommer über ging es dann für viele Monate recht gut, allerdings ging es im Herbst wieder extrem abwärts ohne jegliche äußere Einwirkung. Auf die eigentliche Dosis von 1200mg bin ich nie gekommen, da die Abstürze dann zu heftig waren. Zudem wird durch Rifa L-Thyroxin bei manchen extrem schneller abgebaut, so dass ich in eine deutliche Hypothyreose (TSH 28!) rutschte.

Habe daher im Herbst Rifa abgesetzt in der Hoffnung, nun könnte ich die Früchte ernten und es ginge wieder aufwärts. Die Schilddrüsenwerte wurden inerhalb sechs Wochen wieder erträglich, nur: Der Absturz dauert auch noch mehr als 3 Monate nach Absetzen an. Es geht schlimmer denn je, der LTT auf Chlamydien (deshalb hatte ich Rifa+Azi genommen) hat sich verdoppelt. Mein Spezi ist ratlos.

Da mein Blutdruck plötzlich entgleist (nach 145/100 unter Candesartan und HCT) stieg er plötzlich auf 180/120, ohne jeglichen Grund und über Wochen. Habe dann 1 Woche Strophantin genommen, machte alles nur noch schlimmer, seitdem liege ich im Bett und hoffe, dass nach einer Woche das Strophantin ausgescheiden ist und es aufwärts geht.

Gerade gelesen:
Das Schlimmste, was Menschen passieren kann, ist Fehlen einer Selbstwirksamkeit. Er braucht das Gefühl, dass er mit bestimmten Handlungen seine Situation verbessern/ändern kann. Fehlt diese Selbstwirksamkeit, ist die psychische gesundheit gefährdet.

Daran fehlt es gerade und auch schon seit 30 Jahren (Ausbruch der Krankheit): Egal ob Antibiose, Psychotherapie, Rauchen aufgeben, Ernährung umstellen, Alternativmedizin, Orthomolekulare Medizin, Blutdruckmittel wechseln, Geistheiler, AB gegen Borre, Chlamydien, Antivirale Mittel, ..... der Körper macht, was er will, ich kann eigentlich von KEINER Handlung von mir sagen, dass ich damit was zum Guten bewegt habe. Beispiel: mit Azi ging es schon toll und beschissen, mit rifa auch, mit Tinidazol, mit Doxy, mit Ceftriaxon, mit Penicillin, mit Cotrim, mit Roxithromycin, mit.....

Ich könnte kotzen (Sorry). Oder besser heulen.

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
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#37

Hallo Berndjonathan,

das sind sehr bedrückende Erfahrungen, die Du schilderst. Ich wünsche Dir, daß Du trotzdem den Mut nicht verlierst. Was sagt denn Dein Arzt, wie es weitergehen soll.

Das Einzige, was mir allgemein auffällt, ist, daß im Forum sehr wenig über Entgiftung gesprochen wird, dabei gehört das Thema doch unbedingt zur antibiotischen Behandlung dazu. Durch die Antibiotika sterben Massen an Mikroben ab, die alle entsorgt werden müssen, dazu die freiwerdenden Toxine. Und auch die Medikamente selbst müssen ja verstoffwechselt werden. Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest Du immer Besserungen mit unterschiedlichen AB, aber irgendwann kippte das immer. Vielleicht braucht es zwischendurch Phasen intensiver Entgiftung des Körpers.

Entgiftung ist ein eigenes Thema: z.B. weißt Du, wie Phase 1 und Phase 2 Deiner Leber-Entgiftung aussehen? Gibt es Polymorphismen bei den Entgiftungsenzymen? Oft spielt die sog. Methylierung mit hinein … Meiner Meinung nach lohnt es sich unbedingt, auch da hinzugucken. Ich selber lerne auch immer weiter.

Viele Grüße, Klarinette
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Thanks given by: johanna cochius , urmel57 , Pandabär
#38

Hallo,

habe zur Auscheidung Colestyramin hier liegen, aber da berichten ja auch fast alle, dass es wenig brachte. Habe es daher noch nie richtig ausprobiert.

Nun ja, die Rife-Maschine, fällt mir gerade ein, ist das Einzige, was ich noch nicht probiert habe. Und Artemisinin bzw Malarone. Da traut sich mein Doc ohne Nachweis der Babesien nicht ran, obwohl die Symptome (Schwitzen, subfebrile Temperaturen, Erschöpfung) passen.

Von anderen Naturheilmitteln ging es oft wochenlang deutlich schlechter, da traue ich mich gar nicht mehr ran. Nur AB waren zumindest von den Nebenwirkungen erträglich.

@klarinette: Könntest du das mit der Entgiftung im Allgemeinen und Methylierung im Besonderen näher erklären?

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
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#39

(21.12.2015, 16:17)berndjonathan schrieb:  @klarinette: Könntest du das mit der Entgiftung im Allgemeinen und Methylierung im Besonderen näher erklären?

Entgiftung im Allgemeinen – was ist damit gemeint:

Ich meinte jetzt keine alternativen Behandlungsformen, wie die von Dir angesprochene Rife-Maschine, obwohl ich die durchaus für eine Option halte, vor allem wenn man mit AB nicht mehr zurecht kommt. Nein, ich meinte ganz banal die Fähigkeit unseres Körpers, Abfallstoffe oder toxische Stoffe auszuscheiden, zu entgiften.

Unsere Entgiftungsorgane sind:
Leber, Nieren, Darm, das Lmyphsystem, die Haut und die Lungen.
D.h. diese Organe müssen gut funktionieren.

z.B. Darm: Stuhlgang muß regelmäßig stattfinden. Einläufe können sehr hilfreich sein zum Entgiften. Flohsamenschalen helfen gegen Verstopfung.
Leber: Es gibt sehr gut beschrieben Leberreinigungs-Programme, die man in Abständen von einigen Wochen durchführen kann, und die eine Menge Toxine aus Leber und Gallenwegen schaffen. Sehr erprobt z.B. die Leberreinigung nach Hulda Clark. Oder auch einfach alle paar Wochen morgens eine Portion Rhizinus nehmen.
Lymphsystem: alles, was die Lymphe in Bewegung bringt, hilft Gifte abzutransportieren: Gehen, gymnastische Übungen, Massagen, oder regelmäßiges Trockenbürsten des Körpers.
Wenn man im Netz sucht, findet man zu allen Stichworten viel Info.

Bindemittel für Toxine sind phasenweise immer wieder sehr sinnvoll, weil sie die Wiederaufnahme aus dem Darm in den Körper über den Enterohepatischen Kreislauf verhindern: Kohle, Zeolith, Bentonit, feine Heilerde, Cholestyramin.
Wannenbäder z.B. in Magnesiumsulfat entgiften über die Haut und entspannen wunderbar. Oder auch regelmäßige Fußbäder mit Mineralien.
Fern-Infrarot Sauna soll sehr effektiv sein.

Dazu immer wieder phasenweise wechselnd pflanzliche Mittel, die die Ausleitorgane gezielt unterstützen: z.B. Präparate mit Mariendistel für die Leber, Präparate mit Goldrute für die Nieren oder auch als Tee ect. z.B. Firmen wie Dr. Loges oder andere haben lange Erfahrung mit der Herstellung solche Phytotherapeutika.

Manchmal sind auch Antihistaminika kurze Zeit hilfreich und sinnvoll, wenn viel Histamin ausgeschüttet wurde.

Ein eigenes Entgiftungsthema ist, wenn man eine Metallbelastung (z.B. Quecksilber) hat, was nicht selten der Fall ist, da viele Leute, die an B erkrankt sind, Amalgam in den Zähnen hatten oder haben.

Unser größtes Entgiftungsorgan ist die Leber.
Entgiftung in der Leber bedeutet: Stoffe werden mit Hilfe von Enyzmen ausscheidungsfähig gemacht.
Die Entgiftung läuft in 2 Phasen ab, Phase 1 und Phase 2, mit jeweils eigenen Enzymsorten. Im Labor kann man diese Enzyme z.T. messen lassen oder auch die individuelle Funktion beider Entgiftungsphasen.

In Phase 1 werden toxische Substanzen verändert (reduziert, hydrolysiert, oxidiert), und in Phase 2 werden sie dann mit hydrophile Molekülen wie Glutathion, Cystein, Sulfat ect. konjugiert, wodurch sie erst wasserlöslich werden und über die Nieren oder die Galle ausgeschieden werden können.

Die Produkte der Phase I sind durch die Umwandlung zunächst meist noch „toxischer“ als die Ausgangssubtanz (das Ausgangstoxin), so dass es auf eine gute und schnelle Phase 2 ankommt. Oder anders ausgedrückt: wenn die Phase 1 besonders gut funktioniert, aber die Phase 2 träge ist und die anfallenden Stoffe nicht schnell genug weiterverarbeitet werden können, dann hat man ein ziemliches Problem. Und weil das so wichtig ist, daß bei chronischen Erkrankungen beide Phasen gut aufeinander abgestimmt arbeiten, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, wenn jeder die Stärke oder Schwäche der eigenen Leberentgiftungs-Phasen kennen würde, um gegebenenfalls gegensteuern zu können. Von dieser Problematik können nicht nur Arzneimittel oder Erreger-Toxine betroffen, sondern genauso „Natureilmittel“.

Zitat:Von anderen Naturheilmitteln ging es oft wochenlang deutlich schlechter, da traue ich mich gar nicht mehr ran.

Die Phasen lassen sich regulieren: Es gibt Nahrungsmittel und pflanzliche Mittel die gezielt auf Phase 1 oder Phase 2 wirken. Was ich im Moment nicht weiß (bin selber auf der Suche), wie der Test heißt, den man da anfordern muß und welches Labor die nötige Erfahrung hat. Jedenfalls gibt es solche Untersuchungen schon sehr lange.

Biotransformation

Soweit erst mal. Vielleicht steht das auch schon alles in den Tiefend es Forums – hatte keine Zeit, danach zu suchen. Was die Methylierung angeht, das muß bis nach Weihnachten warten.

Was ich bei Dir noch gedacht habe, Du hast ja auch eine langjährige SD-Erkrankung, dabei sind oft die NN in Mitleidenschaft gezogen. 1) Weil SD und NN grundsätzlich zusammen arbeiten/voneinander abhängig sind, 2) weil die NN bei chron. Infektionen Schwerstarbeit leisten und nicht selten Unterstützung brauchen. Sei es, daß sie zu viel Cortisol machen oder zu wenig. Cortisol ist ja stark entzündungshemmend, dämpft überschießende Immunreaktionen. Wenn die NN nun ausgepowert sind und wenig Cortisol bilden, dann fehlt eine wichtige dämpfende Komponente, die ein hochgefahrenes Immunsystem, das gegen Erreger gekämpft hat, wieder bremst. Zum Beispiel. D.h. kennst Du die Leistung Deiner Nebennieren?
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Thanks given by: Pandabär , Katie Alba , Sabine
#40

(24.10.2015, 15:28)berndjonathan schrieb:  Ansonsten habe ich Thymom

Von Fluconazol nehme ich dann wohl Abstand und bitte den Spezi um Candida-AK im Blut.

Hallo Berndjonathan,

wenn Du ein Thymom hast, wurde dann schon ein Test auf Myasthenia gravis gemacht? Das könnte die große Schwäche erklären. Mein Blut wurde von einer Uniklinik in ein Speziallabor in Kiel geschickt, um das zu testen (negativ).

Candida kannst Du auch im Urin testen lassen. Wenn der Test positiv ist, ist eine systemische Pilzinfektion wahrscheinlich (zumindest bei Männern, bei Frauen können sie auf aufsteigen).
Fluconazol habe ich gut vertragen auch zu AB.

Müde Grüße
Ursula
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Thanks given by: urmel57 , Sabine


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