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Schwerpunkt Fingergelenke - bei welcher Co-Infektion?
#11

(26.02.2014, 09:48)Orchidea schrieb:  Hmmm ... Der Elisa war ja bei mir wie gesagt eh immer negativ ...

Beim Test zum EBV stand, dass die Serotologie für eine abgelaufene Infektion spreche. Allerdings meinte die Heilpraktikerin, sie hätte Herpesviren im Dunkelfeld gesehen. Und ich hatte auch zwischendurch mal Phasen mit Schmerzen in der Lebergegend, geschwollenen Lymphknoten, Schlappheit, Vitamin B12-Mangel ...

Klingt kompliziert bei dir. Sad

Ich war eigentlich schon so weit, für mich deutlich sagen zu können, dass ich zumindest auf jeden Fall IRGENDEINE chronische Infektion mit Bakterien habe. Denn:

- Bakterien im Dunkelfeld
- zu niedriger CD57+-Wert, wenig NK-Zellen
- Herxheimer Reaktionen durch das Minocyclin (stechende Schmerzen, besonders im Kopf, kribbelnde rechte Körperhälfte, Kribbelschwindel, Gelenk- und Muskelschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Herzschmerzen - fängt gerade alles wieder an ...) - spricht das nicht dafür, dass irgendwelche Bakterien da sind, die abgetötet werden? ...

Hallo Orchidea,

Die Rötungen sind bei mir sehr dezent, dafür sind die Schwellungen ziemlich eindeutig erkenn- und spürbar.

Der niedrige CD57 - Wert und die niedrigen Killerzellen sprechen allerdings für ein infektiöses Geschehen - leider aber ist das nicht für Borrelien spezifisch. Dem Dunkelfeld traue ich leider als diagnostisches Mittel auch nicht allzu sehr. Irgenwelche Viren und Bakterien sagen ja noch nichts über deren pathologische Wertigkeit aus.

Herxheimer-Reaktionen, Nebenwirkungen von Minocyclin und Reaktivierung von EBV, das lässt sich schwer differenzieren, konnte ich bei mir zumindest auch damals unter Minocyclin beobachten. Interessant ist dann, was übrigbleibt, wenn du die Antibiose längere Zeit durchführst und das Immunsystem möglicherweise durch die Senkung bakterieller Erregerlast besser mit dem Rest zurechtkommt.

Das zumindest war bei mir der Fall, von daher hatte ich füher durchaus von den Antibiosen profitiert aber die Viren sind eben irgendwo doch geblieben. Ich hoffe, du bist in gutem Kontakt mit deinem Spezi, ansonsten wäre es gut, wenn du dich in Zweifelsfall mit ihm darüber absprichst.


LG Urmel

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#12

Hallo orchidea,

bei mir ist es ähnlich wie bei dir, aber hauptsächlich ist mein linker ZF betroffen, das vordere und mittlere Gelenk. Manchmal waren auch die anderen Knöchel rot, das verging dann aber wieder.
Verschlimmert hat sich nur mein Zeigefinger, er brennt, auch die Haut, das vordere Gelenk ist immer rot und heiß und inzwischen total verformt, und ich kann den Finger so gut wie nicht mehr benutzen.
Mein HA meint, das sei eben Arthrose, da könne man nicht viel machen.

Ich denke, daß das sehr wohl auch von der Borreliose sein kann, bei mir ist das wahrscheinlich.
Ob ich auch EBV habe, weiß ich gar nicht, hatte aber als 16- jährige eine massive Gürtelrose.
M.M. nach können bei Viren- oder Bakterienbelastung immer Entzündungen entstehen, so auch arthroseähnliche etc.

LG

Amrei

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#13

(26.02.2014, 10:09)urmel57 schrieb:  Hallo Orchidea,

Die Rötungen sind bei mir sehr dezent, dafür sind die Schwellungen ziemlich eindeutig erkenn- und spürbar.

Hmm ... Der "Rheuma-Orthopäde" hatte bei mir im September festgestellt, dass die Gelenkkapseln geschwollen sind. (Und mir Funktionstraining empfohlen - haha ... Dodgy)

(26.02.2014, 10:09)urmel57 schrieb:  Der niedrige CD57 - Wert und die niedrigen Killerzellen sprechen allerdings für ein infektiöses Geschehen - leider aber ist das nicht für Borrelien spezifisch. Dem Dunkelfeld traue ich leider als diagnostisches Mittel auch nicht allzu sehr. Irgenwelche Viren und Bakterien sagen ja noch nichts über deren pathologische Wertigkeit aus.

Na ja, okay, wenn wenn die Symptome passen? Ich meinte den CD57+-Wert usw. auch allgemein als Indiz für eine chronische Infektion, nicht für speziell Borrelien.
Im Dunkelfeld gab es Bilder, wo ich dachte, das in den Zellen KÖNNTEN evtl. Borrelien sein ... Huh

(26.02.2014, 10:09)urmel57 schrieb:  Herxheimer-Reaktionen, Nebenwirkungen von Minocyclin und Reaktivierung von EBV, das lässt sich schwer differenzieren, konnte ich bei mir zumindest auch damals unter Minocyclin beobachten. Interessant ist dann, was übrigbleibt, wenn du die Antibiose längere Zeit durchführst und das Immunsystem möglicherweise durch die Senkung bakterieller Erregerlast besser mit dem Rest zurechtkommt.

Ja, mal gucken ... Dauert ja noch ein bisschen ...

(26.02.2014, 10:09)urmel57 schrieb:  Ich hoffe, du bist in gutem Kontakt mit deinem Spezi, ansonsten wäre es gut, wenn du dich in Zweifelsfall mit ihm darüber absprichst.

Confused Undecided Blush

Alsoooo ... Ich bin schon froh, wenn er mich übermorgen nicht gleich wieder rauswirft ... Das Rezept für das Mino habe ich nämlich schon länger von meinem Hausarzt bekommen und damit mehr als Eigenbehandlung angefangen ... Der Spezi weiß das bislang nicht; er meinte ursprünglich, er wollte mich nur behandeln, wenn ich Antikörper habe. Habe ich ja wieder nicht. Beim letzten Termin sagte er, er wollte erst den LTT abwarten und dann vielleicht etwas ausprobieren mit Antibiotika (aber dann Azithromycin und Quensyl). VIELLEICHT ... Mit Mino hätte er nicht so gute Erfolge.

Na ja - ich habe letzten Freitag dann überlegt, ob ich jetzt warte, ob er mich vielleicht ( ... Confused ...) behandelt, oder ob ich schon anfange. Und weil es mir so schlecht ging und ich unbedingt zu Semesterbeginn wieder gesund sein muss, habe ich mir dann gedacht, ich möchte keine Zeit mehr verlieren, in der es mir vielleicht schon eher wieder besser gehen kann, und habe angefangen, ohne dass er das weiß.
Ich fand auch für das Mino sprechend, dass es die hohe Liquorgängigkeit hat. Und die kognitiven Probleme sind das, was mich am meisten belasten, vor allem halt bei der Arbeit - die müssen wieder verschwinden!

Tja, nun werde ich ihm das übermorgen beichten müssen und habe so gar keine Ahnung, wie er darauf reagiert ... Huh Confused Icon_xmas_kilroy
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#14

Hallo Amrei,

danke für deine Antwort!

(26.02.2014, 10:22)Amrei schrieb:  bei mir ist es ähnlich wie bei dir, aber hauptsächlich ist mein linker ZF betroffen, das vordere und mittlere Gelenk. Manchmal waren auch die anderen Knöchel rot, das verging dann aber wieder.
Verschlimmert hat sich nur mein Zeigefinger, er brennt, auch die Haut, das vordere Gelenk ist immer rot und heiß und inzwischen total verformt, und ich kann den Finger so gut wie nicht mehr benutzen.
Mein HA meint, das sei eben Arthrose, da könne man nicht viel machen.

Hast du denn Rheumawerte oder irgendwelche Entzündungswerte?

LG orchidea
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#15

(26.02.2014, 08:44)Niki schrieb:  Fakt ist nur, dass bei mir mit gesicherter Borreliose auch nicht die großen Gelenke betroffen sind, sondern mein Hauptproblem liegt auch in Händen und Füßen (reaktive Arhtritis).

Diese Beschwerden sind bei mir auch erst nach vielen Jahren Infektion aufgetreten. Die ersten Jahre konnte man überhaupt nix sehen oder im Blut feststellen (außer die positive Borreliose-Serologie und diffuse Beschwerden).

Ist bei mir genauso, bei gesicherter Borreliose, (Co.- Infektionen fraglich).
Erst seit kurzem sind mal Schmerzen in den Knien.
Die Schmerzen in den Fingergelenken kamen über Nacht, ebenso in den Zehen !
Unter Ceftriaxon und Doxy. gingen sie mehrmals wieder weg.
Rheumawerte o.B.
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#16

(26.02.2014, 10:32)Orchidea schrieb:  Hast du denn Rheumawerte oder irgendwelche Entzündungswerte?

LG orchidea

Hallo orchidea,

nein, ich habe eben keinerlei Entzündungswerte, die Rheumatologin stellte nur fest, daß ich Fibromyalgie habe.
Damals hatte ich allerdings noch keinen so schlimmen Finger.
Mein HA ( ein Internist ) hat das auch vor kurzem mal wieder bei der Blutuntersuchung mittesten lassen, nix.
Deshalb denke ich schon, daß alles von der Borre herrührt. Was sollte sonst der Grund sein?


LG

Amrei

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#17

(26.02.2014, 08:20)Orchidea schrieb:  Weiß jemand, ob das für eine Co-Infektion spezifisch ist? (Laut Elispot biete ich noch Ehrlichien, Yersinien und Chlamydien, aber vielleicht gibt es ja noch etwas, das gar nicht kontrolliert wurde.)

Ich hab/hatte Borrelien, Bartonellen, Yersinien, Brucellen, beide Chlamydienarten und Mycoplasmen im Angebot. (Wer von denen jetzt noch da ist nach mehr als 2jähriger nonstop-Antibiose, weiß ich nicht.) Auf jeden Fall können die alle meines Wissens nach Gelenkprobleme machen.
Meine Finger/Hände sahen seit ca. 2005 jeden Winter so aus wie auf Deinem Foto. Knallrote Gelenke, die teilweise geschwollen waren (mal hier, mal dort, mal jenes) und übelst schmerzten. Diagnose vom Rheumatologen: Rheumatische Polyarthritis. Ist ja auch logisch - jeder, der zum Rheumatologen geht, hat schließlich auch Rheuma. Auch wenn nicht ein einziger Wert dafür spricht und oben genannte Erreger positiv getestet wurden....
Jetzt ist der zweite Winter OHNE diese Fingergelenkprobleme. Keine Schmerzen mehr, keine Rötung. Dafür ist "es" vor zwei Jahren in die Sehnen gekrochen, was ich persönlich schlimmer finde. Diagnose von zwei Rheumatologen: Logischerweise immer noch Rheuma... *röchel*
Also wie gesagt, bei mir ist's durch die Langzeitantibiose weggegangen (wie auch alle anderen Gelenkschmerzen/-schwellungen). Und bleibt hoffentlich auch weg!!!!

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...

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#18

@Amrei: Fibromyalgie ... Wie wurde das bei dir denn genau diagnostiziert?

Bei mir steht der Besuch beim Rheumatologen noch aus - ich durfte nur vorab die Blutwerte machen lassen und habe sie bekommen (alle okay).
Vor der Diagnose mit chronischen Infektionen dachte ich, ich hätte sicherlich Fibromyalgie - aber da wollte keiner was davon hören und alle meinten, das hätte ich sicher nicht. Die haben mich aber gar nicht darauf untersucht - nicht mal die Tenderpoints gedrückt. Das würde aber heutzutage eh nicht mehr gemacht werden, hieß es. Die Frage ist nur: Was wird denn gemacht? ...

@Filenada: Das ist ja immerhin erfreulich, dass die Gelenkschmerzen weg sind - aber dass es dann in die Sehnen weitergeht ... :-(

Irgendwie ist es doch mit den Diagnosen eigentlich echt lächerlich ... Ohne Werte Diagnosen zu stellen - oder ohne jegliche Untersuchung.

Bei mir meldet sich jetzt seit gestern Abend mein linkes Schultergelenk (mal ein großes Gelenk!) - der Spezialist, der mich aber nun dank Eigentherapieversuch nicht mehr behandelt ( .... Confused ...), sagte, ohne sich das anzugucken oder sich die Schmerzen beschreiben zu lassen, das käme nicht von Infektionen, ich sollte mal zum Orthopäden gehen .... Dodgy
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#19

(28.02.2014, 14:58)Orchidea schrieb:  @Amrei: Fibromyalgie ... Wie wurde das bei dir denn genau diagnostiziert?

Hallo orchidea,

Fibro.... wurde bei einer Rheumatologin diagnostiziert, da werden ja ziemlich viele Punkte (= Tenderpoints )getestet, und wenn die positiv erscheinen, dann soll das Fibromyalgie bestätigen. Blut wurde damals auch noch abgenommen.
Allerdings wurden meine Beschwerden und schlimmste Schmerzen später nach einigen Antibiosen weniger bzw. blieben ganz aus. Schmerzmittel hatten da vorher nicht geholfen.
Trotzdem kam man damals noch nicht darauf, daß es noch von (m)einer nicht ausgeheilten Borre herrühren könnte.
Inzwischen weiß ich das, Schmerzen in Gelenken ( Finger und Schulter ), Nervenschmerzen, Schlafstörungen usw. sind ja bei mir immer noch vorhanden.

Aber auch für meinen jetzigen HA spielt Borreliose keine Rolle, obwohl ich immer wieder unterschiedlich hohe Werte im Elisa habe und vor allem im Westernblot und Vlse immer positiv bin.


Liebe Grüße

Amrei

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#20

Hallo Amrei,

ach so, dann ist das schon länger her? Meine neueste Information war eben, dass man die Tenderpoints heute gar nicht mehr für die Diagnostik testet.
Ich bin mal gespannt, was bei mir gesagt/getestet wird ...

Ich kapiere wirklich nicht, wie die Ärzte die positiven Borreliose-Werte derart ignorieren können ...

Liebe Grüße
Orchidea
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