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Ich habe, weil es mir mit der Neuroborreliose jahrelang ziemlich schlecht ging, Metronidazol schon recht hoch dosiert und auch vor allen Dingen sehr lang genommen. Und auch mehr als nur ein Mal...
Mit der Borreliose geht es mir nun ganz gut, dafür habe ich aber Krebs bekommen. Lymphdrüsenkrebs, der sich im Abwehrsystem des Körpers abspielt. Ob ein Zusammenhang besteht? Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass Metro bei Mäusen Krebs auslöste, weiß aber leider nicht, welchen. ich hoffe mal nicht, dass es Non Hodgkin war...
LG, Helena
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Die Tatsache, dass es kaum epidemiologische Studien gibt, obwohl Metronidazol sehr verbreitet und sehr lange im Einsatz ist, lässt mich skeptisch werden. An der Sache ist was faul, würde ich mutmaßen.
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16.02.2015, 08:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.02.2015, 08:03 von
Niki.)
@Markus
bei den ganzen Überlegungen darf man aber nicht vergessen, dass auch eine chronische Infektion wie die Borreliose Krebs begünstigen kann, da ein geschwächtes Immunsystem eventuell nicht mehr auf entartete Zellen reagieren kann.
Wenn du vor längerer Zeit einmal mit Metro behandelt wurdest, sehe ich keine extreme Gefahr, wenn die Behandlung wieder für 10 Tage wiederholt wird.
Anders sieht die Überlegung aus, wenn man sich für eine hochdosierte Langzeitbehandlung - vor allem ohne Pausen entscheidet.
Insgesamt würde ich das aber immer vom aktuellen Krankheitsgeschehen abhängig machen. Bei nur geringen Beschwerden würde ich eine solche Behandlung für mich z.B. nicht in Betracht ziehen.
LG Niki
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Kurz Vorneweg....im Prinzip kann niemand für irgend etwas einen Maßstab darstellen.
Wenn ich Waschzettel oder ähnliches lese,kann man im Grunde auch-selbst bei näherem hinsehen- gleich alles vergessen und man läßt am besten die Finger davon.
Ich persönl.habe Metro mehrere monate in hohen Dosen genommen,wie mir auch bekannt,auch andere. Selbst wann sich ein Krebs jetzt einstellen würde,wäre es aus meiner Sicht kaum nachweisbar oder auch änderlich,auf voraus gegangenem sich zu beziehen,man bleibt am besten Gsund. Wer A sagt,kann nicht nur ein kleines b sagen. Hundertprozentiges gibts nich- aufn silbernen Tablett schon garnich...- anfang -
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Diese Diskussion ist durchaus berechtigt, wir werden aber nicht zu einer "Lösung" kommen! Wie Niki schon sagt, bei "geringen Beschwerden" ist Metro sicher nicht das Mittel der Wahl. Wo aber der Leidensdruck so groß wird, dass man auf diesen Wirkstoff zurückgreift, das ist sicher individuell verschieden. Es ist richtig, gut abzuwägen - wenn man aber zu der Entscheidung gekommen ist, dass man Metro (bzw. Tini) nehmen möchte, dann hilft es nicht weiter, sich permanent verrückt zu machen. Auch wir standen vor der Entscheidung, noch einmal "eine Runde Metro" zu fahren. Nach 10 Tagen Metro-Infusionen (mit heftiger Herx) geht es unserer Tochter jetzt momentan richtig gut. Ob es das wert ist???? Ich weiß es nicht, sah aber keine andere Möglichkeit. Auch sie selbst wollte es unbedingt...
Schwierig, so eine Entscheidung für sich selbst zu treffen - manchmal unerträglich, für mein Kind zu entscheiden :-(
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Ob wir zu einer Lösung kommen, weiß ich nicht - wahrscheinlich nicht. Ich stehe immer noch auf dem Standpunkt, dass man ohne konkrete Zahlen keine Entscheidung treffen kann bzw. ist es dann russisch Roulette.
Ich habe mir die relevanten Studien zusammengesucht. Leider kann man nur die Zusammenfassung einsehen und das vollständige Paper würde dann kosten. Falls Interesse besteht kann ich hier jeweils die Links einstellen.
Unabhängig davon messe ich solchen Untersuchungen nur ein Minimum an Glaubwürdigkeit bei. Ich gehe davon aus, dass dort nicht nur mit mathematisch-statistischen Tricks gearbeitet wird, sondern auch routinemäßig Zahlen gefälscht werden. Es wird eben das Ergebnis geliefert, das der Geldgeber gerne sehen will. Es gibt genügend Fälle in der Vergangenheit, wo sowas aufgeflogen ist.
Wenn man genauer nachforscht, weshalb das Metro denn nun höchstens 10 Tage genommen werden sollte und nicht etwa 20 oder nur 3 Tage, wird man vermutlich finden, dass einfach eine beliebige Zahl genommen wurde. Das werde ich versuchen zu prüfen; und wenn es sich so darstellen sollte, wäre das Thema Metro für mich erledigt.
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Hallo Marcus,
an viele Studien kommt der Ottonormalverbraucher erst gar nicht ran. Ebenso ist es für einen Laien relativ schwierig eine medizinische Studie auf deren Wissenschaftlichkeit zu prüfen und zu bewerten.
Vielleicht musst du da deine Gedankengänge ein bisschen umstellen....die Borreliose-Behandlung ist und bleibt eine Rumpröbelei und basiert viel auf Erfahrungswerten. Genauso vielfältig wie die Symptome sind, hilft dem einen ein Medikament, dem anderen wieder nicht.
Wichtig für die Patienten ist aber vor allem die Behandlungsoption, etwas ausprobieren zu dürfen, ob es eventuell hilft.
Und wenn du Studien eh generell nur ein Minimum an Glaubwürdigkeit beimisst, dann macht es aus meiner Sicht gar keinen Sinn, wenn du dich da überhaupt mit beschäftigst.
LG Niki
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Hallo Niki,
du hast Recht, es macht keinen Sinn mich mit meiner Sicht überhaupt näher mit diesen Studien zu beschäftigen. Ich versuche jetzt auch nur noch zu klären, wie man auf diese 10-Tagesregel gekommen ist. Damit ist für mich das Thema dann vorerst erledigt.
Übrigens geht es mir an dieser Stelle gar nicht um die Borreliosebehandlung. Ich weiß, dass das eine Rumprobiererei ist. Mir geht es nur um die Frage Metronidazol und Kanzerogenität.
Ich stehe auch nicht allen Studien skeptisch gegenüber. Es hängt sehr von den Personen ab, die da involviert sind. Ich habe kein Problem damit, z.B. den Studien von Prof. Sapi Glauben zu schenken. In dem Fall von Metronidazol sieht die Sache für mich anders aus. In der Vergangenheit gab es leider oftmals Fälle in denen Studien gefälscht wurden und Ergebnisse unterschlagen wurden. Als Laie bleibt mir im wesentlichen nur, auf Studienergebnisse zu vertrauen oder eben nicht. In dem Fall von Metro kann ich das Vertrauen nicht aufbringen.