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Macht's gut und Danke für den Fisch
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Valtuille Offline
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Beitrag #1
Macht's gut und Danke für den Fisch
Nach einigem Zögern ist mal Zeit für einen positiven Zwischenbericht, den ich jedoch nicht unbedingt als abschließenden Erfolgsbericht verstehe. Ich weiß zu gut, wie schnell sich Dinge ändern können.

Knapp 10 Jahre nach Zeckenstich und Krankheitsbeginn kann ich sagen, dass sich mittlerweile gesundheitlich einiges positiv entwickelt hat, auch wenn die Krankheit Spuren hinterlassen hat.
Ich bin natürlich keinesfalls der Mensch, der ich vor 10 Jahren war, aber das ist nach der Zeit und bei relativ jungem Krankheitsbeginn auch nicht zu erwarten. Symptommäßig ist es seit mehreren Monaten in einem akzeptablen Bereich, der im Vergleich zu akuten Krankheitsphasen durchaus hinnehmbar ist. Ganz beschwerdefrei bin ich nicht und eine chronische Erkrankung habe ich parallel entwickelt, die ich nie wieder ganz loskriege, die aber zumindest unter Kontrolle ist (vermutlich durch eine Kombi-Antibiose oder eine Strep-Infektion getriggert). Müdigkeit ist stärker als bei normalen Personen, aber erträglich. Die verbliebenen Beschwerden sind knapp unter der Schmerzgrenze, wenn ich meine eigenen Grenzen berücksichtige (manches geht halt nicht mehr... Sport im normalen Ausmaß kann ich wieder machen).
Medikamente und Heilkräuter habe ich abgesetzt (bzw. Kräuter nur noch bei Bedarf), ohne erneuten Krankheitseinbruch, der auch durch einen stressigen Vollzeitjob glücklicherweise noch nicht eingetreten ist.

Ratschläge möchte ich explizit keine geben, da mir dies nicht zusteht. In diesen Jahren habe ich gelernt, dass die Unterschiede zu groß, in Verzweiflung begonnene Experimente nicht immer klug und Lösungen sehr individuell sind. Der einzige Ratschlag, den ich geben kann: Was bei anderen wirkt, wirkt bei euch vielleicht (oder vermutlich?) nicht. Manches davon kann sogar schaden und manches was anderen schadet, kann euch helfen. An Experimenten werden einige leider kaum vorbei kommen, für die es keine einfachen Antworten gibt, denkt jedoch gut über diese nach, bevor ihr euch auf diese einlasst. Schaut auch über den Tellerrand der Ärzte, wenn ihr nicht weiterkommt, oder auch zuvor (egal ob "Spezi" oder nicht... hätte ich auf einige "Spezis" gehört, wäre ich ziemlich sicher schlechter dran).

Zu den verwendeten Therapien möchte ich nicht viel sagen, da das zu subjektiv und individuell ist. Ich würde auch niemandem raten, das zu tun, was ich alles getan habe...
Bei Antibiotika ist meine Erfahrung: Weniger ist mehr (dafür das richtige Antibiotikum). Bei Kräutern: Lieber mit Beratung und eher nicht in den akutesten Krankheitsphasen.

Allen Betroffenen viel Kraft und Erfolg

"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
Bertrand Russell
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.05.2017 22:31 von Valtuille.)
29.05.2017 22:22
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