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Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
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Malwasneues Offline
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Beitrag #21
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Update nach 4 Wochen

Heute Abend war meine vorerst letzte Cefotaxim Infusion.

Mehr bekomme ich von meinem Arzt nicht und ich habe auch niemanden gefunden, der mich weiter therapieren würde.
Ärztin A meinte, das Antibiotikum hätte wohl einen Placeboeffekt gehabt und Ärztin B meinte ich solle doch mal in die Psychosomatische Klinik in XY gehen.

Ich muss also gezwungenermaßen pausieren, auch wg. eines Hautpilzes / Candida, den ich gern erst wieder loswerden möchte.

Der Hautpilz, ein Scheidenpilz (überwunden) und zerstochene Venen sind übrigens die Nebenwirkungen, die ich durch die Therapie hatte.
Blutwerte (inkl. Nierenwerte) wurden gecheckt und sind ok.
Ansonsten habe ich das AB gut vertragen.
Blöd war die Rennerei in die (Bereitschafts-)Praxen, unfähige Ärzte oder Helferinnen (stümperhafte, Mehrfach-"Stechversuche" Dodgy) und unerträglich waren am Ende die doofen Fragen und Bemerkungen ("wo wollen Sie denn jetzt im Winter eine Borreliose her haben"). Ich weiß da sollte man weghören, aber es zermürbt einen mit der Zeit.

Wie es mir geht:
BESSER!! Ich bin nach wie vor überglücklich, nicht mehr mit Handgelenksschiene rumlaufen/schlafen zu müssen. Meinen Alltag kann ich "ohne" wieder recht normal meistern.
Dennoch sitzt die Entzündung noch drin, ich kann das Gelenk noch nicht belasten und die Zeit wird zeigen, was nun wird.
Die Herzsymptome sind weg.
Das Knacken und Zwicken ab und an in den anderen Gelenken habe ich nach wie vor. Ich glaube auch nicht, dass es weggehen wird. Das Kollagen/der Knorpel dort ist eben weg und das ist irreversibel.

Ich fühle mich recht fit. Mal sehen wie lange es anhält.

Viele Grüße
17.01.2018 22:22
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johanna cochius Offline
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Beitrag #22
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Zitat:Ich fühle mich recht fit. Mal sehen wie lange es anhält.

Das freut mich das es dir besser geht! Icon_winken3
Gibt es bei dir wirklich keinen Spezi zu dem du gehen kannst?
Hattest du nicht auch einen Vater als Arzt, sorry hab jetzt nicht mehr alles im Kopp....?
Ich fände es schade jetzt mit der Therapie aufzuhören und darauf zu warten, wann es wieder schlechter wird...Besser wäre es, jetzt wirklich eine längere Zeit durch zuziehen.
Gut, mit dem Pilz ist das natürlich blöde, aber kann man den nicht nebenbei in Schach halten?
Ich bekam durch mehrere Wochen Metro schlimmen Candida, die ganze Speiseröhre war voll. Nach 3 Wochen Amphomoronal war es wieder ganz gut...

LG Jo

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.
18.01.2018 11:07
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Malwasneues Offline
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Beitrag #23
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Hi Jo

ja ich bin auch unsicher welcher der bessere Weg ist.
Pause möchte ich wg dem Pilz schon machen allerdings gern so kurz wie möglich. vllt habe ich Glück und nach 1 Woche ist er weg?? Nystatin Creme und Tabletten nehme ich schon.

Danach starte ich nochmal einen Versuch mit oralen ABs aber bislang habe ich wirklich kein einziges vertragen und ich habe lieber schmerzende Gelenke als einen kaputten Magen und Darm. Ich suche auch weiter nach einem Arzt (mein Vater ist leider im Ruhestand)

Ich berichte!

Viele Grüße
18.01.2018 13:47
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Beitrag #24
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Hallo zusammen

hier wieder ein Update gut 4 Wochen später.

Es geht mir recht gut.

Das schlimme Gelenk hat sich noch etwas gebessert, ich kann es schmerzfrei bewegen, aber noch nicht belasten.
Hoffe es geht weiter voran.
Ich nehme keinerlei Medikamente mehr.

Allgemeinbefinden ist gut, wobei ich noch nicht wieder Vollzeit arbeite, aber immerhin schon 6 h täglich.

Einen Arzt, der die AB i.v. Therapie wiederaufnehmen würde oder auch nur bei Wiederverschlechterung der Symptome erneut therapieren würde, habe ich noch immer nicht gefunden.

Suche weiter.

VG
Malwasneues
22.02.2018 22:07
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Beitrag #25
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Hallo mal was Neues!
Das hört sich erst mal supi an, freut mich das es dir besser geht und die Therapie etwas gebracht hat.
Nach meiner letzten AB Therapie konnte ich auch meine Kanaltunnel Schiene, die ich Nachts getragen habe weg legen.
Es ist immerwieder ein Ding was Bakterien anrichten können und immerzu schade wie wenig die Mediziner darüber Wissen.
Ich habe auch eine weile AB hinter mir und mir hilft es weiter alternativ zu therapieren, ich meine unterstützende Maßnahmen. div .Nems auf die Krankheit und den eigene Defiziten abgestimmt z. B. Magnesium,NAC, usw....!
Auch nehme ich 2x täglich 30 Tropfen Samento und Rizol Zeta 3x 10 Tropfen und unterstütze mein Immunsystem wo ich kann( Sauna,Sport, Yoga uvm.)
Ich denke wenn man einmal so lange aus dem Gleichgewicht war wie wir, ist eine vorerst Dauerunterstützung unumgänglich.
L.G.
23.02.2018 08:19
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Beitrag #26
RE: Nach 10 Jahren Lyme-Arthritis?
Hallo Ratte

Danke, ich bin sehr froh über meinen Zustand verglichen mit dem vor 3 Monaten.
Ich hatte mit Wobenzym und Kardenextrakt plus diverser NEMs nach den Antibiose weitergemacht aber wg meines empfindlichen Magens habe ich vor 2 Wochen fast alles abgesetzt. Ich möchte aber wieder beginnen.

Leider gehen sogar viele "gute Sachen" wie Wobenzym, ACC, Zink, Vit C auf den Magen obwohl ich all das sehr gut gebrauchen könnte. Auch mit Artemisia wollte ich eigtl einen Versuch machen...

Es ist immer ein abwägen bei mir bzw ein on und off. Sobald der Magen zickt, setze ich ab und wenn's wieder gut ist, nehme ich meine NEMs wieder.

Was ich am meisten genieße und was mir wahnsinnig gut tut ist schlafen. Ich habe den Luxus momentan ausschlafen zu können und mein Schlaf ist wieder tief und erholsam. das war das ganze letzte Jahr nicht der Fall.

Ich möchte nicht mehr wieder in den Zustand von 2017 geraten und ich werde auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen müssen (weniger Wochenarbeitsstunden) aber das ist es mir wert.

Viele Grüße!
23.02.2018 11:09
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