Ärzte glauben meiner Tochter nicht
#11

@Shelly306
Deine Schilderungen versetzen mich in eine Zeit, an die ich mich nicht erinnern möchte, weil es so anstrengend war, dass ich mich heute noch frage, wie ich "das" habe schaffen können.

Wenn Du selbst betroffen bist, kennst du den normalen Wahnsinn im Alltag ja schon gut.
Was macht Du jetzt?
Huh Huh Huh
Uns hat damals sehr geholfen, einen Borreliose-Arzt zu finden, der ein Kind behandelt. Das ist uns - obwohl schon länger infiziert und mit starken Beschwerden versehen - genau in dem Alter Deiner Tochter erst richtig gelungen. Das war sehr wichtig!

Eine Gegebenheit, die das besonders zeigt ist z.B.: Ein Kinderarzt hat unserem Kind keine Befreiung vom Sportunterricht ausgestellt, obwohl es bei Trampolinspringen (das wurde gerade über mehrere Wochen in der Schule im Sportunterricht gemacht) keine ausreichende Festigkeit im Rücken und auch den anderen Gliedmaßen hatte und danach unter sehr starken Schmerzen litt, wenn es nur kurz mitgemacht hatte.Icon_barbar
Ob der Kinderarzt das Kind für gesund oder für einen Simulanten hielt? Huh

Welches Kind sollte simulieren nicht trampolin springen zu können? Jedes normale Kind würde das doch sicher stundenlang machen wollen. Und wenn es eben nicht will, dann wird es seine Gründe haben!!!

Nein eine Befreiung würde er nicht ausstellen, zuvor müssten wir zu einem Kinderorthopäden gehen, zu einer Untersuchung des Rückens!!!

Da wir bereits genügend an Arztrennerei teilgenommen hatten und auf weitere grottig schlechte und das Gesagte nur wenig wahrheitsgemäß beinhaltende Anamnesen keine "Lust" hatten, wären wir nicht ein weiteres mal zu einem Kinderfacharzt gegangen oder gar in eine Kinderklinik. Da hätten schon andere Beschwerden als "Rückenschmerzen bei Sport" auftreten müssen.

Das natürlichste der Sache ist bei gesundem Menschenverstand meiner Meinung nach, dass man etwas, was einem nicht gut tut eben sein lässt. Und schon hat sich die Sache. Aber bei Schulsport ist das nicht so einfache. Ja und dann noch die Sportfeste Undecided

Ein Kinderarzt, der bei einem Kind, das eine langwierige Borreliose-Infektion hat, unbedingt weitere Untersuchungen anstellen lassen möchte, anstatt eine Sportbefreiung auszustellen, war für uns nicht hilfreich.
Wenn man mit dieser Infektion unerfahren ist, dann denkt man vielleicht, was für ein toller Arzt, der geht auf Nummer sicher und will allem auf den Grund gehen.
Aber eigentlich braucht man nur einen Arzt, der sich einmal wagt auch Einschätzungen abzugeben und Beschwerden zu relativieren, damit diese Ärzterennerei einmal ein Ende hat, denn sie bringt oft nichts, wie Du schön beschrieben hast.
Oft wird man nur als Simulant hingestellt wenn nichts gefunden wird.
Und die Konsequenz ist dann, das man auch keine Sportbefreiung bekäme.
Im Gegenteil, wenn das öfter passiert, dann wird man auf die Psychoschiene geschoben und in der entsprechenden Klinik erst recht zu Sport "angeregt". Kinder in dem Alter hätten vermutlich nicht das Standing dem zu entgehen.

So ist es nützlich, einen Arzt zu haben, der eben die Situation so bewertet, dass einmal eine Sportbefreiung für einige Zeit möglich ist.

Viel Erfolg bei eurer Suche. Oder habt ihr schon gefunden?

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Thanks given by: mari , borrärger
#12

leider noch keinen gefunden, der sich darauf einlässt, dass es von einer "vererbten" borreliose kommen könnte.
Es ist einfach nur traurig und macht mich wütend. Meine Tochter war immer sehr aktiv und liebte es zu rennen, springen und toben. Jetzt spielt sie zu 90% nur noch im sitzen und bei Spaziergängen (sofern sie für mich möglich sind) im Wald war sie auch sehr aktiv, jetzt vermeidet sie dies alles.

~~Nur Gibs gibt's nicht!~~
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#13

Gut, das ist auch sehr spekulativ mit Borreliose übertragen in der Schwangerschaft. Hatte sie mal einen Borreliosetest? Was wurde sonst so untersucht an Blutwerten?
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Thanks given by: borrärger
#14

@ Markus:

Das Spekulative an der Borreliose-Übertragung Mutter-Fötus ist allerdings m. E., dass eine gewisse Ärzteschaft spekuliert, dieses Risiko sei gering. Bei Syphilis wird das ganz anders gesehen...

Ich finde erschreckend, was sogar die Kinder schon leiden müssen mit "Arztrennerei" wie oben. Es wäre an der Zeit, dass nochmals eine größere Aktion folgt in Form von offenen Briefen usw. Denn mehr können wir leider nicht tun momentan.
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#15

(22.04.2019, 05:57)mari schrieb:  Ich finde erschreckend, was sogar die Kinder schon leiden müssen mit "Arztrennerei" wie oben. Es wäre an der Zeit, dass nochmals eine größere Aktion folgt in Form von offenen Briefen usw. Denn mehr können wir leider nicht tun momentan.

wird wohl nur so gehen, traurig aber leider wahr.

~~Nur Gibs gibt's nicht!~~
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#16

Ist dein Spezie denn nicht wenigstens bereit Tests bei deiner Tochter zu veranlassen die etwas mehr Aufschluss bringen, das würde ich auf alle Fälle nochmal mit nachdruck probieren, hat ja noch nichts mit Behandlung zu tun ?? Du könntest Dir dann später einen anderen Behandler suchen, wenn der Verdacht weiter in die Richtung geht.
Am besten ein Western Blot und wenn negativ kann man einen LTT nachschieben, evtl. auch CD 57 testen.
Ich habe warscheinlich selbst von meiner Mutter Borreliose bekommen, da ich nie einen Zeckenstich erinnerlich hatte und später rauskam dass bei meiner Mutter Borreliose im Liquor IGM positiv ist. Ich war auch schon als Kind reichlich unfit. Natürlich kann es sein, dass ich später einen Zeckenstich nicht bemerkt habe. Ich wäre froh gewesen früher behandelt worden zu sein.
Auch Rheuma würde ich abklären.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.


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Thanks given by: Hydrangea


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