Widerspruch wegen GdB
#21

Ja, Claudia,

Depression mag häufig sein bei uns. Aber wenn ich eines nicht hatte, dann eine Depression und ähnliche Probleme. Doch was Ärzte teilweise machen bzw. von sich geben, spottet mittlerweile jeder Beschreibung: Orthopäden-Gutachten wie gesagt, unterschlagen, massive, von mir eindeutig benannte Sehprobleme nicht notiert usw. - Nun, ich könnte Bücher darüber schreiben bzw. hab das in gewisser Weise bereits getan. Doch es ist müßig, an dieser Stelle noch mehr darüber zu berichten. Jedenfalls wünsch ich dir (wie allen anderen Betroffenen) viel Glück.

Beste Grüße erneut von mari
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Thanks given by: claudianeff
#22

Sorry, ich bin nicht mehr so oft hier und es ist untergegangen bei mir...


Zitat:Ich habe schon gelesen, wie du für den gdb gekämpft hast.


Ach, im Vergleich zu anderen war es kein Kampf, aber eben ein Widerspruch. Das ist aber meist üblich...


Zitat:Was meint denn deine HÄ mit dem schwieriger geworden? Den gdb anerkannt zu bekommen?.



Einen höheren GdB zu bekommen und Merkzeichen. Warum das in Coronazeiten schwieriger ist, habe ich sie nicht gefragt...Vielleicht weniger Mitarbeiter und arbeiten schludriger? Ich weiß es nicht...



Zitat:ch habe jetzt neue Befunde vom Rheumatologen. Soll ich diese jetzt dem Widerspruch beilegen oder dem späteren Antrag auf Verschlimmerung?


Jetzt geht nur um Widerspruch.
Neue Befunde beim Verschlimmerungsantrag beilegen...

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

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Thanks given by: claudianeff
#23

Hallo Claudia,
ich habe auch Widerspuch damals eingelegt. Es gab einen Teilabhilfebescheid und auf meine Begründung 40% statt der bewilligter 30% auf Erstantrag. Im Endbescheid wurde das Merkzeichen dann per neuer Begründung nicht bewilligt. Schau hier

Hast du zur Begründung des Widerspruches  Kopien der vom Amt angeforderten Arztbefunde angefordert bzw. liegen die dir vor?
Hast du die tabellarische Begutachtung des Gutachters vom GdB-Amt erhalten?

(20.03.2018, 18:03)FreeNine schrieb:  PS. Diese tabellarische Bearbeitung/Übersicht des Gutachters (= Stellungnahme durch den Ärztlichen Dienst) wird dem Bescheid nicht beigelegt, die muss man dann zur Ansicht nachfordern, ggf. zur Widerspruchsbegründung.

Wenn dir außer dem Widerspruchsbescheid nichts weiter vorliegt, würde ich form- und fristgerecht Widerspruch einlegen und die Begründung nachreichen, dann wenn du Einsicht in die Dokumente hast, die das Amt angefordert oder selbst erstellt hat und damit sachlich begründen kannst.

Ich habe es damals so gemacht:

   

Als ich 4 Wochen später immer noch keine Kopien zugesendet bekommen habe, nochmalige Nachfrage meinerseits mit einer Fristsetzung von ca. 14 Tagen:
   

Lass dich nicht unter Zeitdruck setzen, mit den Einschränkungen durch CFS, bist du eben nicht so leistungsfähig, dass können sie ruhig sehen...! Ggf. mustt du dir für die Begründung auch die nötige Hilfe noch einholen. Also die Begründung kannst du jederzeit nachreichen, hauptsache der Widerspruch ist in der Frist gestellt! Die Begründung bei mir habe ich dann letztendlich erst ende Mai  nachgereicht.

Ich habe damals auch gedacht, dass ich überall nur 10 Punkte bekommme, welche nicht zusammengezählt werden.

Z.B. Habe ich meine Widerspruchsbegründung auch wie folgt zusammengefasst:
Zitat:Zusammenfassung - gesundheitlichen Beeinträchtigungen:

Nach meiner langen Ärzteodyssee seit dem Jahr 2000 mit den vielen gleichzeitig bestehenden (zeitlich überschneidenden) Erkrankungen und Diagnosen fällt es - nicht nur mir - schwer die Beschwerden und Auswirkungen einer jeweiligen Erkrankung zuzuordnen. Viele Krankheiten haben ähnliche Symptome. (Mit der obigen Tabelle habe ich versucht eine kleine Einteilung aus meiner Sicht darzustellen.) Bei der chronischen Borreliose (Spirochäteninfektion) genauso wie bei dem chronischem Erschöpfungssyndrom handelt es sich um eine Multisystem- bzw. Multiorganerkrankung. Leider gibt es auf Grund fehlender Forschung keine sicheren Nachweise und es können immer nur einzelne Krankheitssymptome behandelt bzw. gelindert werden. Selbst die Arzneimitteltherapie mit Einnahme mehrerer Medikamente bei verschiedenen Erkrankungen (Multimorbidität) kann zu Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Wirkstoffen führen. Es erfolg-ten bisher viele Differenzialdiagnosen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Trotz allem Behandlungsversuchen hat sich der Gesundheitszustand nur in einzelnen Bereichen stabilisiert. Insgesamt hat sich durch die sich langsam verstärkende Erschöpfung der allgemeine Gesundheitszustand verschlechtert.

Ebenso erlaube ich mir Informationsmaterial beizufügen, aus dem hervorgeht, das sich eine Borreliose, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird, zu einer schweren Multiorgan-Erkrankung entwickeln kann, die sich nicht nur in vielfältigen körperlichen Beschwerden, sondern auch in neurologischen und kognitiven Störungen sowie psychischen Problemen äußert. Siehe Anlage B3

Schlussfolgerung:
Ich beantrage daher, den angefochtenen Bescheid zu ändern und erneut über die Höhe des Grades der Behinderung und die Feststellung eines Merkzeichens zu entscheiden.


Erklärung zum Widerspruchsbegründung:

Die Zusammenstellung der Anlage zum Fragebogen wurde - wie schon im Vorfeld bei anderen Stellungnahmen - mit Hilfe und in Zusammenarbeit mit Herrn XXX erstellt, da mir die Aufgabe selbst teils zu komplex war.
Vielleicht hilft dir der ein oder andere Gedankengang von mir.

LG FreeNine

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” Mahatma Ghandi

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Thanks given by: micci , mari , claudianeff , Waldgeist
#24

Ja, das hilft!   Icon_weckruf2  Rolleyes Vielen Dank für die Rückmeldungen!
CFS... Das hat die junge Dame vom Amt schon bemerkt, als ich bei ihr meine Akte abfotografierte. Und jetzt fängt sie an, mich zu mobben. Ist halt ihr Job. Icon_klimpern04 Wie die Ämter vorgehen, habe ich 2014 erfahren, mit der DRV. Ich habe damals die Widerspruchsbegründung (wegen der EMR) nicht nachgereicht. Es ging einfach körperlich nicht (ich konnte damals fast keine Nahrung, keine Medikamente vertragen, Essens-, schlafentzug unter starken schmerzen und die Sorge, in der unaufgeräumten Wohnung allein zu sterben). Unterstützung hatte ich keine, umgkehrt – kein Verständnis im Familien- und Bekanntenkreis, die beste Freundin verabschiedete sich zwar freundlich, aber mit klaren Worten. Eigentlich kann ich das nachvollziehen – ich war schon viele Jahre zuvor ständig krank und brauchte tagelang Bettruhe. Zu den Ärzten habe ich irgendwann aufgehört zu gehen, es machte alles nur schlimmer. Diese Auseinandersetzungen mit der “Außenwelt” 2014 – 16 gaben aber den Anstoß zu vielen radikalen Entscheidungen: Ich musste alles von mir fernhalten, was mich daran hinderte, an mein Ziel zu kommen – wieder einigermaßen auf eigenen Beinen zu stehen. Das bedeutet: eine Therapie zu erkämpfen, zu bekommen, diese zu vertragen und durchzustehen. Die DRV habe ich deshalb “in die Wüste geschickt”, zumindest für einige Zeit... Vor einem Jahr habe ich dann gewagt, die Anerkennung des GdB zu beantragen. So die Vorgeschichte, den Gdb betreffend.
Aus dieser Erfahrung – und aus euren Erfahrungen hier - habe ich gelernt, dass man die Diagnose chron. Borreliose bei solchen Anträgen nicht angeben sollte. Die Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit...” habe ich gründlich studiert und versuche jetzt, mit der Argumentation bei diesen Punkten zu bleiben. Das Problem ist, dass man die Behinderung durch CFS so auslegen/begutachten kann, dass sie gerade noch gdb von 30 erreicht (FMS und Depression genauso). Kein Nachweis kann vorgelegt werden. Und mein Ex HA sagte dazu, Gdb von 30 ist dafür okey (der neue HA ist eine neue Katastrophe, ich halte ihn nur für ganz simple Aufgaben, so lange er diese noch erfüllt).
Um die Sache etwas komplizierter zu machen, haben beide Spezi in Befunden geschrieben: chronische Lyme Borreliose als Grunderkrankung. Der eine schrieb sogar, er zweifle an der Diagnose FMS und für den CFS seien bei mir die Kriterien “nur teilweise erfüllt” (er hat danach aber nie gefragt). Ich versuche, dieser schizophrenen Lage zu entkommen, aber man wird geradezu zurück gestoßen.  
Trotzdem will ich die Begründung auf der Diagnose CFS aufbauen. Es würde dazu passen, dass das Zusammenwirken der drei anerkannten GS/Erkrankungen (CFS, FMS, Depression) nicht berücksichtigt wurde. Das widerspricht dem § 152 Abs. 3 SGB IX : “Liegen mehrere Beeinträchtigungen am Leben in der Gesellschaft vor, ist der GdB nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festzustellen.
Mal schauen, wie weit ich komme. Ideen dazu?..

FreeNine, was meinst du mit der tabellarischen Begutachtung des Gutachters vom GdB-Amt? In meiner Akte sind in der Tabelle “Feststellungen zu Behinderungen, GdB, Diagnoseschlüssel” die Behinderungen aufgeschlüsselt. Soll noch etwas anderes dazu stehen, vom Gutachter geschrieben?.. 

Danke euch nochmals!  Heart
L.G.
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Thanks given by: FreeNine , micci , Filenada , Waldgeist
#25

   
Das meinte ich zu deiner letzten Frage. Ein Beispiel der ersten Seite von 5 . Die Begründungen stimmten teils nicht mit n den Arztbefunden Überein, worauf ich auch den Widerspruch aufbauen konnte.

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Thanks given by: claudianeff


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