28.11.2017, 12:01
Zitat:DIE FRAGE AUS DER PRAXISAus:
Gibt es auf Babesien, Ehrlichien, Bartonellen und Rickettsien einen LTT?
Nein,
weil bisher alle Versuche fehlgeschlagen sind, für diese Erreger analog zum LTT auf Borrelien, Chlamydien oder
Yersinien eine verlässliche LTT-Methodik zu entwickeln.
Das Problem ist die Spezifität. Mit allen kommerziell verfügbaren und bisher von uns untersuchten Testantigenen der
vier genannten Bakterien waren viel zu viele gesunde Testprobanden falsch positiv.
Des Weiteren besteht die Schwierigkeit darin, dass zur T-Zellimmunologie dieser Erreger kaum etwas bekannt und
publiziert ist. Der Stand der Forschung zu diesen Erregern ist geradezu verschwindend gering im Vergleich zu Borrelien
oder Chlamydien. Deshalb ist es leider so, dass nur die Serologie als diagnostische Methode für Babesien, Ehrlichien,
Bartonellen und Rickettsien zur Verfügung steht. Dies ist aber bei chronischen Infektionen wenig hilfreich, weil sie nicht
zwischen einer aktiven chronischen Infektion und einem Kontakt in der Vergangenheit unterscheiden kann.
Etabliert ist die Serologie auf diese Erreger nur zum Nachweis einer frischen Infektion. Mit Ausnahme von Bartonellen
wird nur auf IgG und IgM untersucht. Da IgM bei chronischen Infektionen regelhaft negativ ist, kann sie an Hand des IgGs
lediglich einen stattgefundenen Kontakt anzeigen, wobei auch hier die Sensitivität und Spezifität unbefriedigend sind.
Lediglich bei den Bartonellen, wo IgG in ca. 35 % der Patienten positiv ist, zeigt sie an, bei welchen Patienten eine aktive
Infektion zumindest zu erwägen ist. Am IMD wird deshalb intensiv an adäquaten Alternativen gearbeitet. Das VEGF ist
für die Bartonellen ein erster Lichtblick, denn hohe Werte sprechen für eine aktive Infektion
http://www.inflammatio.de/fileadmin/user...r_2017.pdf