15.05.2019, 08:27
Mai ist Lyme Disease Awarness Monat. Lyme Disease ist im deutschsprachigen Raum bekannt unter Borreliose. Borreliose wird von Zecken übertragen. Bloggen wir mal weiter zu diesem Fiasko. Tag 2.
Wo ist das Problem? Auf der einen Seite haben wir "Experten", die behaupten, Borrelioseinfektionen seien selten, die Diagnose und Therapie sei einfach und chronische Verläufe seien selten. Dann haben wir die "Experten", die behaupten, Borrelioseinfektionen seien häufig, Diagnose und Therapie schwierig und chronische Verläufe häufig.
Weder die einen noch die anderen Experten können ihre Behauptungen auf eine solide Basis stellen, da die Epidemiologie aufgrund fehlender zuverlässiger Diagnostik keine wirkliche Basis liefert. Die sichere Diagnose ist nur beim Auftreten einer typischen Wanderröte möglich. Die Wanderröte tritt aber lange nicht bei allen auf. Schon hier beginnt der Expertenstreit. Es wird, je nach "Experte", eine Häufigkeit von 30 bis 90 Prozent angegeben. Es wird also ein bisschen in den Tag geschätzt, derweil der Eindruck entstehen soll, es bestünden belastbare Daten. So schätzte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit vor der Datenerhebung mittels Sentinella Statistik die Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz auf 3000 pro Jahr. Mit der Sentinella Statistik sind sie nun auf durchschnittlich 9000 angestiegen. In der Statistik werden aber zu 90 % Patienten mit Wanderröte gemeldet. Je nachdem, welchem Experten ich glauben will, kann ich diese Zahl hinnehmen oder mit zwei bis drei multiplizieren. So funktioniert Wissenschaft. So funktioniert die Erhebung der Epidemiologie für die Borreliose.
Die Diagnose im Frühstadium ohne Wanderröte kann nicht gesichert werden. Diagnosen im Spätstadium können nur ganz selten in speziellen Fällen gesichert werden. Die Herausforderung sind die gängigen Tests und der Umstand, dass ausser der Wanderröte kein einziges klinisches Symptom beweisend für eine Borreliose ist. Die Tests messen Antikörper, die nicht zwischen aktiver und früher durchgemachter Infektion unterscheiden können. Die Tests sind nicht standardisiert. Es sind zig Tests auf dem Markt, über deren Sensitivität (Häufigkeit falsch negativer Resultate) oder Spezifität (Häufigkeit falsch positiver Resultate) absolut nichts ausgesagt werden kann.
Erkennst du langsam das Problem?
Fortsetzung folgt......
Wo ist das Problem? Auf der einen Seite haben wir "Experten", die behaupten, Borrelioseinfektionen seien selten, die Diagnose und Therapie sei einfach und chronische Verläufe seien selten. Dann haben wir die "Experten", die behaupten, Borrelioseinfektionen seien häufig, Diagnose und Therapie schwierig und chronische Verläufe häufig.
Weder die einen noch die anderen Experten können ihre Behauptungen auf eine solide Basis stellen, da die Epidemiologie aufgrund fehlender zuverlässiger Diagnostik keine wirkliche Basis liefert. Die sichere Diagnose ist nur beim Auftreten einer typischen Wanderröte möglich. Die Wanderröte tritt aber lange nicht bei allen auf. Schon hier beginnt der Expertenstreit. Es wird, je nach "Experte", eine Häufigkeit von 30 bis 90 Prozent angegeben. Es wird also ein bisschen in den Tag geschätzt, derweil der Eindruck entstehen soll, es bestünden belastbare Daten. So schätzte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit vor der Datenerhebung mittels Sentinella Statistik die Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz auf 3000 pro Jahr. Mit der Sentinella Statistik sind sie nun auf durchschnittlich 9000 angestiegen. In der Statistik werden aber zu 90 % Patienten mit Wanderröte gemeldet. Je nachdem, welchem Experten ich glauben will, kann ich diese Zahl hinnehmen oder mit zwei bis drei multiplizieren. So funktioniert Wissenschaft. So funktioniert die Erhebung der Epidemiologie für die Borreliose.
Die Diagnose im Frühstadium ohne Wanderröte kann nicht gesichert werden. Diagnosen im Spätstadium können nur ganz selten in speziellen Fällen gesichert werden. Die Herausforderung sind die gängigen Tests und der Umstand, dass ausser der Wanderröte kein einziges klinisches Symptom beweisend für eine Borreliose ist. Die Tests messen Antikörper, die nicht zwischen aktiver und früher durchgemachter Infektion unterscheiden können. Die Tests sind nicht standardisiert. Es sind zig Tests auf dem Markt, über deren Sensitivität (Häufigkeit falsch negativer Resultate) oder Spezifität (Häufigkeit falsch positiver Resultate) absolut nichts ausgesagt werden kann.
Erkennst du langsam das Problem?
Fortsetzung folgt......
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz