24.11.2019, 18:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.11.2019, 18:32 von Borrelienkriegsveteran.)
(24.11.2019, 17:48)Markus schrieb: In welchem Stadium waren die Patienten? Im Frühstadium wäre das auch nicht verwunderlich. Es macht keinen Sinn sich einige Aussagen aus Studien rauszupicken. Man müsste die Studien selbst durcharbeiten, damit man sieht, was da wirklich gemacht wurde. Ich würde weder der einen noch der anderen Seite da sonderlich vertrauen.Es wurden mehrere hundert Menschen, die berufsbedingt einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, untersucht. Bei 18 wurde per PCR Borrelien-DNA nachgewiesen, doch sieben davon hatten keine IgG-Antikörper.
Bei den IgM-Antikörpern ein ähnliches Bild:
"In parallel, 6 of the 18 (33.3%) subjects found positive
by the real-time PCR method were also positive
by ELISA/line blot IgM tests, but as much as 12 of
the 18 (66.6%) were positive for Borrelia spp. DNA
and negative in the serologic tests (Table 1)."
Um die These von der quasi nicht-existenten Seronegativität aufrecht zu erhalten, müsste die Borrelienübertragung also bei etwa der Hälfte der Probanten kurz vor den Tests stattgefunden haben. Das erscheint doch sehr unwahrscheinlich.
Und hinsichtlich der Klemannstudie müsste dann die fast absolute Pauschalaussage der Leitlinienautoren zumindest mit Blick auf das Thema antibiotische Behandlung im Frühstadium relativiert werden.
"Die willkürliche Klassifikation der LL DGN als S3-Leitlinien ist wahrheitswidrig und gereicht Patienten auf dem medizinischen und forensischen Bereich zu erheblichen Nachteilen. Die Sache ist strafrechtsrelevant."
(Homepage Praxis Berghoff)