ALS als "getarnte Borreliose"?
#1

Borrelien: können sie eine ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) oder Multiple Sklerose vortäuschen?

So stellte man in einem Fall fest , dass ein Mann eine schnell fortschreitende Polyradikulopathie mit verbreiteter Schwäche, Atrophie (Gewebeuntergang) und weiteren typischen Symptomen entwickelte, die eher für eine ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) oder das Guillain-Barre Syndrom sprechen. Doch im Blut konnten Antikörper gegen Borrellien gefunden werden. Eine entsprechend eingeleitete Behandlung brachte dann auch den gewünschten Erfolg.

In einer anderen Veröffentlichung untersuchte man 19 mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) diagnostizierte Patienten. Fast die Hälfte wies Antikörper gegen Borrelien auf!
http://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de/...taeuschen/

Lyme Disease - Induced Polyradiculopathy Mimicking Amyotrophic Lateral Sclerosis: Case Report
http://www.greenmedinfo.com/article/lyme...-scleros-0

Immunnologic reactivity against Borrelio burgdorferi in patiens with motor neuron disease
http://www.greenmedinfo.com/article/immu...tor-neuron
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#2

(09.11.2015, 14:55)landei schrieb:  ...

In einer anderen Veröffentlichung untersuchte man 19 mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) diagnostizierte Patienten. Fast die Hälfte wies Antikörper gegen Borrelien auf!

...

Vielleicht hätte die andere Hälfte einen positiven Borrelien LTT gehabt? Wer weiß?
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Thanks given by: Hydrangea , Luddi
#3

Aber Antikörper sagt doch nicht so viel aus - ausser das man mal eine Infektion durchgemacht hat, oder ............
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#4

(09.11.2015, 17:53)linus schrieb:  Aber Antikörper sagt doch nicht so viel aus - ausser das man mal eine Infektion durchgemacht hat, oder ............

Borreliose heilt ja nicht von selbst aus, also kann man die Infektion ja auch nicht durchgemacht haben, oder?
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Thanks given by: Luddi
#5

ICH DACHTE WENN DAS iMMUNSYSTEM STARK GENUG IST .............
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#6

(09.11.2015, 18:06)linus schrieb:  ICH DACHTE WENN DAS iMMUNSYSTEM STARK GENUG IST .............

nee das reicht nicht, das IS kann die Infektion längere Zeit zurückdrängen, aber irgendwann bricht es dann immer aus ...
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Thanks given by: Hydrangea
#7

Naja, da streiten sich die Gelehrten ob es IMMER ausbricht. Antikörper können aber dauerhaft nur bestehen bleiben, wenn sich das Immunsystem mit dem Erreger auseinandersetzt.

Wie dann ALS, Alzheimer oder sonstwas in dieser Konstellation ausbricht, ist unklar. Es passiert ja nicht bei allen Patienten. Dann kann es natürlich auch sein, dass die Auswahl der Patienten nicht so ganz repräsentant ist. Auch ein Kollektiv mit 19 Patienten ist zu klein - leider ein großes Problem sehr sehr vieler medizinischer Studien.

Bei Einzelfällen oder zu kleinen Kollektiven kann man keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Ob es nun zufällig oder kausal ist, geben Einzelfallberichte oder Studien mit zu kleinen Fallzahlen leider nicht her.

Solchen Berichten kann man aber durchaus mal nachgehen, bevor man sich in scheinbar unabwendbare Schicksale fügt.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

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Thanks given by: leonie tomate , landei
#8

wenn 50 % seropositiv sind und diese Zahl höher ist als der normale Durchseuchungstiter, dann sagt das sehr wohl was aus, nämlich dass es einen auffallenden Zusammenhang gibt.

Macht mit bei: www.onlyme-aktion.org

Alle meine Aussagen sind persönliche Meinungen und ersetzen keinen Arztbesuch!


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Thanks given by: KeyLymePie
#9

(09.11.2015, 18:15)KeyLymePie schrieb:  nee das reicht nicht, das IS kann die Infektion längere Zeit zurückdrängen, aber irgendwann bricht es dann immer aus ...

Es gibt da meines Wissens nur die Kraichtal-Studie, wo das untersucht wurde. Mir sind aber ehrlich einige Personen bekannt, die einen igg-Titer und -Blot haben, aber über lange Zeiträume keine Symptome entwickelt haben.

Ebenso würde ich es nie ausschließen, dass die Infektion von selbst ausheilt. Auch mit Ebola kann man ohne Behandlung fertig werden.

Eine Borreliose-Infektion mit der Erkrankung ALS in kausalen Zusammenhang zu bringen, finde ich sehr gewagt. Es gibt bei Borreliose Symptome, die einer ALS sehr ähneln, dann bei einer Therapie oftmals auch auf Antibiotika reagieren. Aber das sind sehr seltene Manifestationen.
Aber beim direkten Zusammenhang ist es wie bei der MS auch noch vollkommen ungeklärt.

Bei ALS ist es sehr unwahrscheinlich, dass es da einen direkten Grund dafür gibt. Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Bei ALS-Patienten werden in der Regel unterschiedlichste Infektionen gefunden. Viren waren da auch mal im Gespräch.

LG Niki

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Thanks given by: urmel57
#10

(09.11.2015, 19:06)Niki schrieb:  Eine Borreliose-Infektion mit der Erkrankung ALS in kausalen Zusammenhang zu bringen, finde ich sehr gewagt.

ich fände es auch besser, wenn es keinen gibt (gäbe ??). Falls die Zahlen allerdings stimmen sollten, dann gibt es einen (rein statistisch gesehen). Wobei ich nicht beurteilen kann, wie sauber diese Zahlen erhoben wurden (Menge der Probanden etc.) Es bleibt spannend.

lg luddi

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Thanks given by: urmel57 , Petronella


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