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Dilemma mit dem Spezi
#1

Hallo!

Ich grübele schon seit Tagen und weiß nicht, wie ich das Problem angehen soll...
Mein Spezi stellt mir manchmal (oft?) in Rechnung die Posten, die nicht abgesprochen wurden. Z.b. jetzt (nach dem Telefongespräch) hat er einen Diätplan aufgelistet. Diesen habe ich von ihm vorher schon zwei mal bekommen, da gibt es keine Veränderungen oder den Bedarf, diesbezüglich etwas nochmals zu besprechen. Außerdem war im letzten Gespräch überhaupt keine Rede davon, steht aber in der Rechnung... Icon_nixweiss
Wie manche wissen, bin ich schon lange bei diesem Arzt in Behandlung. Und weil ich zum großen Teil von seiner Vorgehensweise überzeugt bin, würde ich ungern irgendwelche unnötigen Auseinandersetzungen anfangen wollen. Insbesondere weil er mich schon lange kennt. Aber eben da ist der Hacken: Es geht mir nicht (nur) um das Geld, sondern vor allem um das Vertrauen. Ich bekomme allmählich ein schlechtes Bauchgefühl – man hat als Borreliosekranke® eine ungünstige Vorerfahrung mit dem Vertrauen an die Ärzte... Mein Spezi setzt anscheinend voraus, dass ich alles mitmache, mitnehme... Denn wir wissen doch alle, dass man einen behandelnden Arzt nicht so leicht findet.
Mich würde interessieren, was ihr dazu denkt. Lösungsvorschläge?..

Viele Grüße von etwas deprimierter Claudia!
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#2

Schwieriges Thema. Ich würde jedoch anrufen und fragen und erklären, dass ich ein Verständnisproblem mit der Abrechnung habe. Da müsste er schon nachfragen, wod Problem liegt.  Du könntest erklären , dass du diesen Plan schon zweimal bekommen hattest, es könne sich sicherlich nur um ein Versehen handeln.  Du würdest das aus der Rechnung streichen und da habe er sicherlich Verständnis dafür. Falls er sagt, dass das ok ist, nochmal per E-Mail in einer Telefonnotiz das Telefonat zusammen fassen. Falls er damit nicht einverstanden ist, muß er dir erklären können, was da anders ist, falls du was übersehen haben solltest und wie man solche möglichen Missverständnis zukünftig vermeiden kann. 

Wäre meine Strategie. Vor allem Freundlichkeit bewahren egal wie, ist wichtig.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Like a bird on the wire
Like a drunk in a midnight choir
I have tried in my way to be free (Leonard Cohen)
 
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Thanks given by: Waldgeist , micci , claudianeff , hanni , Regi , berta , Filenada
#3

Mir geht es mit den Rechnungen meines Spezi leider auch so.
Du bist mit dieser Thematik nicht alleine.

Ich habe diese "bittere Pille" einfach geschluckt - weil es ja wenig Alternativen gibt und ich derzeit einfach keine Kraft habe, mich damit auseinander zu setzen.
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Thanks given by: claudianeff , berta
#4

Hallo Claudia, 

ich kann deine Bedenken verstehen, aber ich sehe es ähnlich wie Urmel. 
Eine freundliche Nachfrage kann dir keine Nachteile bringen. 
Es könnte auch sein, dass es wirklich irgendein Missverständnis ist, an das wir gar nicht gedacht haben, welches sich unkompliziert und ohne Auseinandersetzung klären lässt. 
Falls der Arzt wirklich anderes im Sinn hatte und es nicht mit rechten Dingen zugeht, finde ich es auch sehr wichtig, es anzusprechen. Auch wenn es nicht zum Erfolg führen würde - ich finde es ein ganz schlechtes Zeichen an die Ärzte, bei so etwas nicht nachzufragen. Denn das würde die Rolle des abhängigen und ausgelieferten Borreliose-Patienten nur mit hervorrufen und verstärken. Die Ärzte müssen merken, dass sie diesbezüglich nicht machen können, was sie wollen, weil die Patienten darauf achten. 
Irgendwie wäre es auch vielleicht unvorteilhaft für zukünftige Patienten, nicht nachzufragen, da sich sowas sonst einschleifen könnte.
Und wie gesagt, eine freundliche Nachfrage wird dir keine Nachteile bringen.
Vielleicht ist es ja sogar wirklich nur ein Missverständnis.

Alles Gute dir und liebe Grüße, 
Petersilie
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Thanks given by: berta , Filenada
#5

Verstehe Dein Problem gut.
In einem solchen Fall, dass ich eine Position nicht nachvollziehen konnte, bin ich so vorgegangen, dass ich mir überlegt habe, wie viel mir die Hilfe des Arztes wert war und welche Summe ich dafür für verhältnismäßig gehalten habe, vom Zeitaufwand her. Nicht, dass ich das tatsächlich abschätzen könnte (weil ich überhaupt keine Ahnung habe, was es kostet, eine Praxis ab laufen zu halten), aber eine Meinung habe ich trotzdem  Cool . Und da bin ich bisher immer zu dem Schluss gekommen, dass er eigentlich noch mehr hätte berechnen können!
Aber es könnte tatsächlich ein Fehler vorliegen bei Dir, sodass selbst bei einem Arzt, bei dem man sehr dankbar ist, eine Nachfrage doch gestattet sein müsste. Mir wäre ein entsprechender Schritt auch unangenehm, aber ich würde, wenn ich mich nicht beruhigen könnte und es mein Vertrauen beeinflussen würde, nachfragen.
Grüße Niko
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Thanks given by: claudianeff , berta
#6

(14.06.2020, 10:21)claudianeff schrieb:  ... jetzt ... hat er einen Diätplan aufgelistet. Diesen habe ich von ihm vorher schon zwei mal bekommen, da gibt es keine Veränderungen oder den Bedarf, diesbezüglich etwas nochmals zu besprechen. Außerdem war im letzten Gespräch überhaupt keine Rede davon, steht aber in der Rechnung...

Hallo Claudia, ohne irgendeine Aussage über deinen Spezi machen zu wollen, könnte es sein, dass er sich Gedanken machen musste, ob ein Therapie-, Diät- oder NEM-Plan zu einem gewissen Zeitpunkt verändert werden muss oder nicht. Das kostet auch Zeit, seine conclusio hätte aber idealerweise in den Gespräch kurz erwähnen sollen. Nachhaken: ja (Nachteil: ggf. Probleme mit dem Spezioder nein (Nachteil: Kosten)? Das würde ich abhängig von den Kosten und der Relation zu den Gesamtkosten machen. Falls es weniger als 10 % sind, würde ich mir den Ärger ersparen, denn einen guten Spezi zu finden ist schwer. Außer das Vertrauensproblem sitzt tiefer. Ich hatte bei einem Privatarzt, den ich vor vielen Jahren besuchte, das Gefühl, dass er sich sehr viel Zeit nimmt aber dennoch die Kosten dafür viel zu hoch sind, dass er primär am Abcashen interessiert ist. Das war nur ein subjektives Gefühl und der Arzt mag sehr gut sein aber es hat mein Vertrauen leider zerstört. H.

- Hier ist meine Story seit 2010.
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Thanks given by: claudianeff
#7

@ claudianeff,
es gibt viele Gründe es anzusprechen. 
Ich habe es 3 mal bei verschiedenen Ärzten getan. 2 X war es ohne Wissen des Dr. passiert.
Was auch denen sehr unangenehm war. 
Wegen 50 Euro Mehreinnahme, schlechte Publicity, das machen nur Dummköpfe.
(die gibt es ja auch noch, Landesärztekammer)
1 X war es aber echte Abzocke, nicht an mir selbst sondern, an der Krankenkasse.

Kennst doch die Kommentare hier, habe vorher …. Euro ausgegeben.
Gestatte mir ein gewisses Augenrollen, beim Thema Diätplan.
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Thanks given by: claudianeff
#8

Liebe Leute, danke euch für die Antworten!
Es scheint, dass diese Thematik nicht so ganz unbekannt ist.  Dodgy
Aus bestimmten Gründen möchte ich hier nicht noch von anderen Umständen schreiben, die mich, sagen wir so, stören. Und dennoch möchte ich klar stellen: Ich möchte dem Arzt keinen Ärger o.ä. machen. Denn ich bin ihm nach wie vor sehr dankbar. Und er weiß, dass ich auf seiner Seite stehe. Was ich aber unbedingt will, ist eine Art Grenzziehung. Ich glaube, jetzt habe ich etwas mehr Kraft dazu. Ich meine: die Kraft, um die Situation auf überaus freundliche und sehr pragmatische Art und Weise „umzugestalten“. 

Zitat:weil es ja wenig Alternativen gibt und ich derzeit einfach keine Kraft habe, mich damit auseinander zu setzen.

Genau so kenne ich es, und das tut mir immer Leid, sowas auch von anderen zu hören und zu erfahren. 

Zitat:Gestatte mir ein gewisses Augenrollen, beim Thema Diätplan. 

Gestatte es Dir mit großem Vergnügen!  Tongue 
L.G.
Claudia
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Thanks given by: fischera
#9

Es war auch ein Dr. bei mir dabei dem ich mein letztes Hemd geben würde. Das ist ihm auch bekannt.
Und trotzdem sprachen wir über solch einen Vorgang.
Die Erklärung war, er hatte vergessen seinen Mitarbeiterinnen, von der Barzahlung zu berichten.
So kam es zu einer Rechnung, die IO war, aber der Hinweis fehlte = schon beglichen.

Ich glaube dieses Vertrauensverhältnis Arzt - Patient, was bewiesener Maßen der Gesundung hilft, braucht ein klares, sauberes Umfeld.
Ich hatte 25 Jahre einen Zahnarzt, der leider viel zu früh verstarb, sein Bruder übernahm. Nach der 1. Behandlung war mir klar, wo seine Interessen liegen und die sind weit weg von meinem Interesse der Zahnheilkunde bei mir.
Zahnärzte wechselt man auch nicht täglich, aber dieser Bruder, alles was er von sich gibt hinterfrage ich.

Ihre,
 Geschichte geht etwas weiter, macht aber deutlich man kann sich der Problematik nicht entziehen, wenn man erkrankt ist.
Leider.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/147802...weggespart

Gruß
fischera
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Thanks given by: borrärger , claudianeff


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