Zitat:"Die Tests selbst sind ziemlich empfindlich", sagt Volker Fingerle vom Nationalen Referenzzentrum für Borrelien in Oberschleißheim...
Naja, ziemlich ist relativ. Empfindlich wären die Tests, wenn sie auf
Sensitivität ausgerichtet wären. Wie Studien zeigen, sind diese Tests aber auf
Spezifität ausgerichtet. Gemäß diesen Studien liegt die Spezifität bei 81 bis 100 %, während die Sensitivität dagegen lediglich Werte zwischen 29 und 75 % aufweist.
Wissenschaftliche Literatur zur Unzuverlässigkeit serologischer Tests
http://onlyme-aktion.org/wp-content/uplo...-Tests.pdf
Sensitivity and specificity of commercial two tier testing for Lyme Disease
http://lymedisease.org/news/lymepolicywo...-test.html
Sensitivität und Spezifität sind voneinander abhängig. Ist der Test auf maximale Sensitivität ausgerichtet, werden die meisten Kranken auch als solche erkannt. Allerdings maximiert sich auch die Anzahl der falsch-positiven Testergebnisse. Bei hoher Spezifität ist es umgekehrt, viele tatsächlich Erkrankte werden nicht erkannt und fallen durchs Raster. Wie also kann man hier von "ziemlich empfindlichen" Tests sprechen?
Zitat:Eine früh erkannte Borreliose ist mit Antibiotika heilbar. "Wenn ausreichend mit einem Antibiotikum behandelt wurde und der Patient das Medikament richtig eingenommen hat, ist nicht zu erwarten, dass die Borreliose chronisch wird", sagt Pfister
Eine andere Antwort ist von Prof. Pfister auch nicht zu erwarten, schließlich lebt er ziemlich gut davon. Er ist ein gefragter Gutachter wann immer es darum geht, finanzielle Ansprüche aufgrund einer Borreliose zu verneinen